Hinter Nachbars Buxbaumhecken
raschelt es seit fünf Uhr früh.
Um die Eier zu verstecken,
gibt ein Häschen sich viel Müh
und es brummelt vor sich her:
"Tausend Kohlblatt, ist das schwer".
Zupft und rupft im dichten Grase,
schlackert mit den langen Ohren,
sagt, es sei der Osterhase,
hat den Kopf schon fast verloren,
knabbert an den frischen Pflänzchen
und verdreht sein Stummelschwänzchen.
Allle Kinder wollen suchen
buntbemalte Zuckereier.
Mutter backt Rosinenkuchen
für die schöne Osterfeier.
Eine Wühlmaus, die gewitzt,
hat davon ein Stück stibitzt.
Heute morgen schlüpft Frau Sonne
aus der warmen Wolkendecke,
trinkt schnell aus der Regentonne,
daß sie dann den Xaver wecke,
und mit einem warmen Blick
kitzelt sie ihm ins Genick.
Auf dem Apfelbaum, dem guten,
pfeift vergnügt ein bunter Specht.
Selbst die Schnecke muß sich sputen
und das ist ihr gar nicht recht.
Madame Buntspecht unterdessen
hat ein Würmlein aufgefressen.
Krokus, Veilchen, Anemonen
wiegen sich im Frühlingswind.
Vogelkinder muß man schonen,
weil sie so empfindlich sind.
Tirilei, die Drosselmutter
sucht tagein tagaus nach Futter.
Eben strahte noch die Sonne;
husch, da kommt der Regenmann
und mit aufgeblasenen Backen
spuckt er dich von hinten an.
Keiner weiß recht was er will,
denn wir haben jetzt April.