Eintrag #1, 16.10.2015, 18:00 Uhr

2015-10-16 - Gedicht zum September von Rosemarie Hauff

Eine zuckersüße feine

goldgelbe und nicht kleine

Birne hängt an einem Stiel,

solche Birnen gibt es viel.

 

Einen kugelrunden roten

saftigsauren Apfel boten

mir heut hundert Marktfraun an,

daß ich nicht mehr wählen kann:

 

Zwischen grünen oder blauen

Trauben, die so köstlich schauen

und die lieblich und gesund

wandern in des Käufers Mund.

 

Wo er schmatzend sie zedrückt

und, von dem Geschmack entzückt,

eilig nach der nächsten greift,

welche in der Sonne reift.

 

Mirabellen, Pflaumen, Nüsse,

Zwetschgen, saure oder süße,

jede Sorte, was es sei,

steht dir im September frei.

 

Schüttelt sie der Wind zum Spaß,

rüttelt sie ins grüne Gras,

ist es länglich oder rund,

sei´s gesprenkelt oder bunt:

 

Beiß hinein, auch wenn es tropft,

weil das Obst, das niemals stopft,

dir, wenn es so wohl geraten,

besser schmeckt als jeder Braten.

 

Im September fängt ein Garten

für das Pflegen oder Warten,

das im Frühling schon begann,

endlich sich zu lohnen an.

 
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