Wie habt ihr euch bei eurem Staat engagiert?

Was habt ihr geleistet oder werdet ihr wahrscheinlich leisten?

  • Bundeswehr (Herren)

    Stimmen: 12 20,7%
  • Zivildienst (Herren)

    Stimmen: 11 19,0%
  • Freiwilliges soziales Jahr (Damten)

    Stimmen: 2 3,4%
  • Nichts (beide)

    Stimmen: 33 56,9%

  • Umfrageteilnehmer
    58

Memphi

Well-known member
ID: 21592
L
8 Oktober 2007
206
34
Nachdem ich vor einigen Tagen den Thread zu Fragen der Musterung gefunden habe, bin ich neugierig geworden, was denn die heutige Jungend so macht. Gibt ja soweit immer noch die Wahl zwischen Bundeswehr und Zivildienst. Neuerdings auch noch die dritte Trendsportart: vor allem beiden drücken mit der Ausrede, ich bin nützlicher für Deutschland, wenn ich direkt zum arbeiten oder studieren übergehe. :evil:

Für die Damen möchte ich gleichfalls die Frage stellen, auch wenn sie keine Verpflichtung zum Engagement haben, können sie aber ein freiwilliges soziales Jahr absolvieren.

Und damit es nicht nur eine stupide Umfrage wird, evtl. können einige Ehemalige mal von Stories aus ihrer Bund/Zivi/FSJ-Zeit sprechen. Was hat euch daran bewegt, was fandet ihr gut, was schlecht. Wie waren die Leute, mit denen ihr diese Zeit durchlebt habt? 8)
 
Zuletzt bearbeitet:
Gibt ja soweit immer noch die Wahl zwischen Bundeswehr und Zivildienst.

du irrst Dich die gibt es nicht, man muss mit seinem Gewissen oder Glauben begründen das man den Dienst an der Waffe nicht leisten kann, wenn Gewissen und Glauben es zulassen dann hat man auch keine Wahl

Neuerdings auch noch die dritte Trendsportart: vor allem beiden drücken mit der Ausrede, ich bin nützlicher für Deutschland, wenn ich direkt zum arbeiten oder studieren übergehe. :evil:

und da ist auch was Wahres dran, es gibt Millionen Arbeitslose die in den sozialen Bereichen helfen könnten und die Bundeswehr findet auch so immernoch genug Leute - junge gute ausgebildete Menschen fehlen dagegen wirklich


Und damit es nicht nur eine stupide Umfrage wird, evtl. können einige Ehemalige mal von Stories aus ihrer Bund/Zivi/FSJ-Zeit sprechen. Was hat euch daran bewegt, was fandet ihr gut, was schlecht. Wie waren die Leute, mit denen ihr diese Zeit durchlebt habt? 8)

war Zivi in einem Behindertenheim, war trotz diverser Tiefen ne sehr geile Zeit... gute Stories gabs da auch reichlich nur würd die jetzt genauso wenig hertippen wie die Stories aus dem Ferienlager :ugly:
 
Neuerdings auch noch die dritte Trendsportart: vor allem beiden drücken mit der Ausrede, ich bin nützlicher für Deutschland, wenn ich direkt zum arbeiten oder studieren übergehe. :evil:

Was bist denn du für ein Vogel? Solange man nicht arbeitslos rumhängt, ist alles sinnvoll für den Staat, was einigermaßen produktiv ist. D.h. ein schnelles Studium, ne Berufsausbildung, reguläres Arbeiten. Ich fass es nicht, dass man solche Leute dann als Drückeberger hinstellt. Wer zum Bund will, darf das gerne machen, das hat seine Berechtigung, aber bitte soll man sich dann nicht als die Elite des Vaterlandes hinstellen, weil man ja "gedient" hat. So ne großartige Heldenleistung ist das nun auch wieder nicht, wenn mans muss, macht mans eben. Genauso wie Zivildienst, wobei ich das grundsätzlich sinnvoller finde als Bundeswehr (kommt aber auf die Stelle an, es gibt auch ziemlich sinnlose Zivistellen).

Man sollte niemanden verurteilen oder als schlechter oder fauler hinstellen, nur weil er nen andren Weg genommen hat, solange er seine Fähigkeiten sinnvoll einsetzt. Sowas ist ne total beschränkte, ignorante Sicht, die ich nur auf tiefste verurteilen kann und ich hoffe, dass ich nie so über andre Menschen denken werde.

Zum Beispiel ist ne junge Frau, die ein freiwilliges soziales Jahr macht, dadurch keinen Deut besser als eine, die gleich studiert oder die ne Ausbildung macht. Viele machen ja ein FSJ, weil sie nicht wissen, was sie z.B. nach dem Abi machen sollen. Das ist sicherlich kein Heldenwerk, und wird nicht nur aus purer Liebe zur Menscheit gemacht. Und selbst wenn, ist das dann eben der Weg jener Person, und andre gehen andre Wege. :roll:
 
du irrst Dich die gibt es nicht, man muss mit seinem Gewissen oder Glauben begründen das man den Dienst an der Waffe nicht leisten kann, wenn Gewissen und Glauben es zulassen dann hat man auch keine Wahl
Och bitte erzähl mir doch nicht sowas. Viele aus meiner Klasse haben ihren Zivi damit begründet, dass sie Waffen verabscheuen und sie keine Lösung und so ein bla. Und dann erfährt man, dass diese Leute teilweise sogar während der Zivi-Zeit Gotcha spielen waren. Und mal ehrlich, so richtig streng gläubig sind nur die Allerwenigsten. Ein Großteil verwendet dies nur als Ausrede um Zivi zu machen.
Mein, ich sehe das nicht so bissig, so lange sie wenigstens eines von beiden machen. Schlimm wirds aber, dass es eigentlich sowas wie eine Ausmusterung gibt. Es sollte zumindest so geregelt sein, dass wenn jemand ausgemustert, er zwangsweise Zivi machen muss.
Musste jetzt schon wieder rote Popel einstecken, weil 2 meinten, sie wurden ja ausgemustert und konnten beides nicht machen. Dazu sage ich nur, ich wette ihr habt euch die Story auch so gedreht, dass es dazu kommt. Denn wer von vornherein weiß, dass er ausgemustert wird, könnte auch gleich einen Zivi-Antrag stellen. Aber mir hier mit so einer lapidaten Begründung zu kommen ist ja wohl mal total uncool. Ich kenne keinen, der alles gegen eine Ausmusterung gemacht hat. Aber ich kenne unzählige Beispiele (darunter auch in meinem Freundeskreis), die ein kleines Problem hoch sterilisiert haben, um auch wirklich ausgemustert zu werden.

und da ist auch was Wahres dran, es gibt Millionen Arbeitslose die in den sozialen Bereichen helfen könnten und die Bundeswehr findet auch so immernoch genug Leute - junge gute ausgebildete Menschen fehlen dagegen wirklich
Mal nicht so schnell, es gibt eine Wehrpflicht, keine Zivi-Pflicht. Diese wird nur alternativ mit angeboten, für Leute die aus morlischen und ethischen Gründen ihren Dienst an der Waffe nicht leisten können. Folglich muss Bundeswehr immer mit zu Auswahl stehen.
Das zum einen und zum anderen hat die Bundeswehr aktuell Nachwuchsprobleme! Für viele ist die Bundeswehr unattraktiv aufgrund des niedrigen Lohnes und der Aussicht auf Auslandseinsätze. Häufig wird auch argumentiert, eigentlich ist der Grundwehrdienst überflüssig. Das ist nur semi-richtig, er nützt dem Soldaten eher weniger, da diese Fähigkeiten im Alltag wohl eher keine Rolle speilen. Aber diese Grundwehrdienstleistenden übernehmen in 6 von 9 Monaten auch Hilfsaufgaben wie Verwaltungsaufgaben etc. Da rede ich mal noch nicht von billigen Arbeitskräften für Wachaufgaben der Kaserne. ;) Und mit richtigen Soldaten auf Zeit wären solche Aufgaben allein deutlich teurer. Was der Steuerzahler dann auch spüren wird, da der Militäretat steigen müsste. :p
Aber auch sonst finde ich deinen Kommentar als Ansatz unpraktisch. Was soll ein 40 oder 50jähriger, der Arbeitslos geworden ist, beim Bund? Und bei Zivi hat es gleich einen anderen Haken, nämlich das die sozialen Dienstleister wie Altersheime sich über billige Arbeitskräfte freuen und dafür dann auch gerne bei den Festangestellten gerne weiter einsparen. Das heißt dieses Konzept kann auch schnell nach hinten losgehen und richtige bestehende Jobs gefährden.

war Zivi in einem Behindertenheim, war trotz diverser Tiefen ne sehr geile Zeit... gute Stories gabs da auch reichlich nur würd die jetzt genauso wenig hertippen wie die Stories aus dem Ferienlager :ugly:
Kann ich verstehen, hab vom Bund auch unzählige Stories kennen gelernt, aber so was kann man nicht einfach so posten. Ich bereue es auch nicht, dass ich gedient habe. Ich täte sogar behaupten, es hat meine Persönlichkeit positiv mitgeprägt. Mit Stories meinte ich auch eher, so extreme Sachen - einige haben ja Sachen bei der Musterung erfahren, der Wahnsinn. :ugly:
 
Ich war bei der Bundeswehr und helfe seit meinem 16. Lebensjahr als Wahlhelfer bei Kommunal, Landtags- und Bundestags- und Europaratswahlen.
 
Was bist denn du für ein Vogel? Solange man nicht arbeitslos rumhängt, ist alles sinnvoll für den Staat, was einigermaßen produktiv ist. D.h. ein schnelles Studium, ne Berufsausbildung, reguläres Arbeiten.
Naklar, es hilft dem Staat sehr, dass du ordentliches Geld verdienst, was ja eigentlich eher in deinem Sinne ist. ;)
Der Sinn von Bundeswehr und Zivi ist es ja, dass du dich in deinem Land engagierst ohne dafür großartig entlohnt zu werden. Es geht mehr darum, dass du für diesen Zeitraum ein hilfreicher Teil der Gesellschaft wirst, ohne es aber letztlich für eine entsprechende Entlohnung zu erledigen.
Natürlich hilft es auch, wenn du nach Möglichkeit nie die Sozialleistungen in Anspruch nehmen wirst, nehmen wir aber mal einen Börsenmakler. Was gibt er dem Staat letztlich wieder? Wenn ich da an einige denke, die mit beschlossen haben dass die Deutsche Bank oder die Allianz mehrere tausend Leute entlässt, dann war dieses nicht wirklich eine Hilfe für den Staat. Da nützt es auch nichts, dass dieser eine Aktionär, der diesen Scheiß mit beschlossen hat, keine Sozialhilfe in Anspruch nimmt.

Und sei mal ehrlich, glaubst du ernsthaft, dass diese 9 oder 12 Monate Einsparung dich so behindert hätten in deinem weiteren Werdegang? Ich denke nicht, wenn ich da sehe wie viel Zeit einige bei uns an der Uni vergeuden mit Urlaubssemester etc., dann wäre die Zeit mit sowas wie Zivi echt besser investiert gewesen.

Ich war bei der Bundeswehr und helfe seit meinem 16. Lebensjahr als Wahlhelfer bei Kommunal, Landtags- und Bundestags- und Europaratswahlen.
Kurz und Knapp: Respekt vor diesem Engagement. Insgesamt eine extrem lobenswerte Einstellung, nicht so eine egoistische wie sie von losomat propagiert wird.
 
Kurz und Knapp: Respekt vor diesem Engagement. Insgesamt eine extrem lobenswerte Einstellung, nicht so eine egoistische wie sie von losomat propagiert wird.

Du bist echt n Vogel. Losomat propagiert hier überhaupt keine egoistische Einstellung.
Wenn es keine Leute gibt die Arbeiten, kann sich der Staat auch die Bundeswehr nicht mehr leisten und dann gibts auch keine 9 Monate Outdoor-Spielchen mehr.
Und ein Jahr früher anfangen mit arbeiten macht durchaus etwas aus - für den Staat wie auch für den Arbeitnehmer. Aber genau das scheinst du noch nicht zu verstehen, also eher sinnlos darüber zu diskutieren.

PS: Zivi oder FSJ/FSÖ/.. ist für mich kein "Engangement für den Staat" sondern i.d.R. Engangement für den Menschen oder die Natur.
 
bytheway: nur dass es nicht untergeht. N Kumpel hat auch ein FSJ abgeleistet, das dann quasi als Ersatzdienst gewertet wurde. Allerdings war er ein Jahr lang beschäftigt und hat weniger Kohle in Arsch geschoben bekommen, wie ich als Zivi beispielsweise :ugly:
 
Du bist echt n Vogel.
Danke, du mich auch! :roll:

Losomat propagiert hier überhaupt keine egoistische Einstellung.
Wenn es keine Leute gibt die Arbeiten, kann sich der Staat auch die Bundeswehr nicht mehr leisten und dann gibts auch keine 9 Monate Outdoor-Spielchen mehr. [...]
Es ist doch aber ein Unterschied, ob man einer Tätigkeit nachgeht mit der man ordentlich Geld verdient, sagen wir mal was ab 2.000EUR netto oder ob man für knapp ein Jahr einer Tätigkeit nachgeht, die man eigentlich nicht gern macht, für ca. 400 Eier/Monat! Mein das Arbeiten gehen an sich setzt sich die Mehrheit zum Ziel, aber nur die wenigsten begleiten dann einen Job, der der Allgemeinheit nützt. Bei der Bundeswehr geht es darum die BW am Laufen zu halten und im Katastrophenfall (siehe die letzten Überflutungsfälle) zu helfen. Beim Zivi ist es sogar noch intensiver, hier wird soziales Engagement noch größer geschrieben und viele Zivis leisten ihren Dienst im Krankenhaus/Altersheim/Behindertenschulen etc. Hier geht es nicht darum, dass es ebenso gut ein Job sein kann, sondern eben auch mit Menschen in Berührung zu kommen, die Hilfe benötigen. Es geht darum, dass die Jugendlichen verstehen, dass es mehr Dinge gibt als ihre eigene Karriere, sondern dass sie innerhalb einer Gesellschaft leben, die ihre Mithilfe benötigt. Und meistens wird dieses gesellschaftliche Engagement nicht wirklich gut mit Geld entlohnt.

Das Arbeiten gehen an sich ist sicher auch wichtig und dient im entfernten natürlich auch dem Staat. Aber eine Karriere startet man eigentlich eher aus egoistischen Motiven. Sei es nun wegen einer angeseheneren Position oder des Geldes wegen. Es kann mir keiner erzählen, dass seine Beförderung der Gesellschaft dient, speziell wenn er in einem Unternehmen arbeitet und nicht im Krankenhaus oder Altersheim.

Dazu glaube ich mal, dass du ein völlig falsches Bild hast von der Bundeswehr oder Zivi. Also eines von beidem mit einem Outdoor-Spielchen zu vergleichen ist sowas von arrogant! Ich täte mal ganz stark darauf tippen, dass du dich vor beidem gedrückt hast. Und dann muss ich mal sagen, dafür dass du keine eigenen Erfahrungen damit gesammelt hast, reißt du den Mund unheimlich weit auf. Das ist so als würde ich mir den Mund über die Quantenphysik zerfetzen, auch wenn ich definitiv keinen Dunst von dieser Materie habe.

PS: Zivi oder FSJ/FSÖ/.. ist für mich kein "Engangement für den Staat" sondern i.d.R. Engangement für den Menschen oder die Natur.
Und wer stellt nochmal dafür die Gelder bereit? Und wem obliegt letztlich ein Großteil der Sozialsysteme? Soweit ich mich erinnere steckt da der Staat irgendwie mit drinne. :ugly:
 
Beim Zivi ist es sogar noch intensiver, hier wird soziales Engagement noch größer geschrieben [...] Es geht darum, dass die Jugendlichen verstehen, dass es mehr Dinge gibt als ihre eigene Karriere [...]
Dass es beim Zivildienst um soziales Engagement geht wird sicherlich niemand bestreiten, denn genau dafür ist der Zivildienst ja da.

Ich weiß allerdings nicht, warum du das immer mit einer beruflichen Karriere vergleichst. Das sind doch zwei völlig verschiedene Dinge. Wenn du Zivildienst auf die eine Seite stellst und sonstwie in den Himmel hebst, dann ist die andere Seite ja nicht gleich eine Karriereplanung, die dann auch noch egoistisch sein soll.

Aber eine Karriere startet man eigentlich eher aus egoistischen Motiven.
Egoistisch ist es, wenn man alles für sich beansprucht, oder wenn man meint der beste einer Gruppe zu sein und das auch noch herausstellt.

Egoistisch ist es aber nicht, wenn man eine Karriere startet. Damit will man höchstens seinen Lebensstandard erhöhen und den Alltag möglichst angenehm gestalten. Siehst du den Unterschied.
 
Gibt ja soweit immer noch die Wahl zwischen Bundeswehr und Zivildienst. Neuerdings auch noch die dritte Trendsportart: vor allem beiden drücken mit der Ausrede, ich bin nützlicher für Deutschland, wenn ich direkt zum arbeiten oder studieren übergehe. :evil:

Ich bin deutscher Staatsbuerger und habe weder Zivildienst noch Wehrdienst gemacht.
Hab ich mich gedrueckt? Nein.
Ich wohne seit meinem 8. Lebensjahr nicht mehr in Deutschland und bin somit dort auch nicht gemeldet.
Und deswegen wurd ich net gemustert.
Haetten sie mich gemustert waer ich zum Wehrdienst gegangen, aber freiwillig muss net sein...
 
Du hast in deiner Umfrage noch eine Antwortmöglichkeit vergessen, den Ersatzdienst. Den wenn du in einer Hilfsorganisation, wie THW und Feuerwehr, bist bzw. eintreten möchtest, kannst du dich dort in Teileinheiten verpflichten und deinen Ersatzdienst ableisten. Du bekommst dort KEIN GELD mit Ausnahme der Fahrkostenerstattung wenn du zu Diensten oder Lehrgängen fährst. Verpflichtet bist du dann auf 6 Jahre und hast 2 x im Monat Dienst. Bei der Feuerwehr bist du dann z.B. in den bekannten ABC-Zügen bzw., wie es jetzt heißt, Einsatzkomponenten und Löschzug - Gefahrgut tätig.
 
Ich habe nichts gemacht, T3 und Spaß dabei. :dance:
Wenn dann wäre ich aber zum Bund gegangen.

Die interessantere Frage wäre doch eigentlich: Wer leistet freiwillig Wehr- oder Ersatzdienst? ;)
 
Überhaupt nix, was aber nicht an mir lag.
Wurde zwar mit T2 gemustert, wollte auch in die Bundeswehr einsteigen aber zu Zeit meiner Musterung war die Bundeswehr angeblich überfüllt.

Seitdem ich mein Studium habe, gehen die mir zu jedem Semester auf den Sack... Jetzt wollen die mich auf einmal haben. :roll:
 
Och bitte erzähl mir doch nicht sowas. Viele aus meiner Klasse haben ihren Zivi damit begründet, dass sie Waffen verabscheuen und sie keine Lösung und so ein bla. Und dann erfährt man, dass diese Leute teilweise sogar während der Zivi-Zeit Gotcha spielen waren. Und mal ehrlich, so richtig streng gläubig sind nur die Allerwenigsten. Ein Großteil verwendet dies nur als Ausrede um Zivi zu machen.
Och bitte erzähl mir nicht, du vergleichst Gotcha mit der Bundeswehr :roll: Gotcha ist Sport, Bundeswehr ist Armeedienst. Hey, ich hatte auch schonmal ein Luftgewehr in der Hand, konnte früher richtig gut schießen auf der Kirmes! Und trotzdem hab ich 3 Din-A4 Seiten Verweigerung geschrieben und Zivildienst gemacht.:ugly:

Musste jetzt schon wieder rote Popel einstecken, weil 2 meinten, sie wurden ja ausgemustert und konnten beides nicht machen. Dazu sage ich nur, ich wette ihr habt euch die Story auch so gedreht, dass es dazu kommt. Denn wer von vornherein weiß, dass er ausgemustert wird, könnte auch gleich einen Zivi-Antrag stellen. Aber mir hier mit so einer lapidaten Begründung zu kommen ist ja wohl mal total uncool.
N Freund von mir hat Herzklabaster, der wäre gern zum Bund gegangen und durfte nicht, zB. Hat er bestimmt auch hochstilisiert. Aber pauschale Verurteilungen sind immer toll und das Leben ist bestimmt total einfach wenn man alles schwarz/weiß sieht. Ich für meinen Teil durfte übrigens erst nach der Musterung verweigern. Weiß nicht ob das mittlerweile geändert wurde, aber nen Ziviantrag vorher stellen war definitiv nicht möglich und ist einfach schmarrn. Die roten Renommees (und NICHT Popel!) hast du dir redlich verdient.

Häufig wird auch argumentiert, eigentlich ist der Grundwehrdienst überflüssig. Das ist nur semi-richtig, er nützt dem Soldaten eher weniger, da diese Fähigkeiten im Alltag wohl eher keine Rolle speilen. Aber diese Grundwehrdienstleistenden übernehmen in 6 von 9 Monaten auch Hilfsaufgaben wie Verwaltungsaufgaben etc. Da rede ich mal noch nicht von billigen Arbeitskräften für Wachaufgaben der Kaserne. ;) Und mit richtigen Soldaten auf Zeit wären solche Aufgaben allein deutlich teurer. Was der Steuerzahler dann auch spüren wird, da der Militäretat steigen müsste. :p
Milchmädchenrechnung, weil: Ohne Wehrpflicht wäre der Verwaltungaufwand ein Bruchteil von dem was er jetzt beträgt, du hättest motivierte und gut ausgebildete Berufssoldaten und nicht so ein Rumgegammel was sich zur Zeit Grunddienst nennt. Da könntest du einiges an Kosten sparen :p

Naklar, es hilft dem Staat sehr, dass du ordentliches Geld verdienst, was ja eigentlich eher in deinem Sinne ist. ;)
Der Sinn von Bundeswehr und Zivi ist es ja, dass du dich in deinem Land engagierst ohne dafür großartig entlohnt zu werden. Es geht mehr darum, dass du für diesen Zeitraum ein hilfreicher Teil der Gesellschaft wirst, ohne es aber letztlich für eine entsprechende Entlohnung zu erledigen.
Schau dir meine Steuererklärung an, dann weißt du was das dem Staat hilft.
Freiwilliges Engagement in Sozialorganisationen, THW oder auch freiwillige Feuerwehr. Das hilft der Gesellschaft, das prägt einen. Aber doch nicht die Wehrpflicht, die ist einfach nur ein verschenktes Jahr.

Kurz und Knapp: Respekt vor diesem Engagement. Insgesamt eine extrem lobenswerte Einstellung, nicht so eine egoistische wie sie von losomat propagiert wird.
Aha. soll heißen wenn man anderer Meinung ist darf man kostenfrei von dir beschimpft werden, cool :roll:

Dazu glaube ich mal, dass du ein völlig falsches Bild hast von der Bundeswehr oder Zivi. Also eines von beidem mit einem Outdoor-Spielchen zu vergleichen ist sowas von arrogant! Ich täte mal ganz stark darauf tippen, dass du dich vor beidem gedrückt hast. Und dann muss ich mal sagen, dafür dass du keine eigenen Erfahrungen damit gesammelt hast, reißt du den Mund unheimlich weit auf. Das ist so als würde ich mir den Mund über die Quantenphysik zerfetzen, auch wenn ich definitiv keinen Dunst von dieser Materie habe.
Hast du dich schonmal reden gehört? Du unterstellt schon wieder jedem der anderer Meinung ist pauschal, dass er keine Ahnung hat. Mein Zivildienst war geprägt von faulen, rumlungernden Typen die die Zeit absitzen wollten. Beispiel: Ich war im Behindertendienst tätig. Ein Kollege von mir hatte nachmittags die Aufgabe, mit einem Schwerbehinderten spazieren zu gehen. Der ist um die Ecke gegangen hat den auf ne Parkbank gesetzt und die dreiviertelstunde Zeitung gelesen. Wurde versetzt und hat dort genau die selbe Scheiße abgezogen. Die meisten Bundis die ich kenne, erzählen dass es beim Bund kein Unterschied ist. Gelage, Zeit absitzen und darauf warten dass man endlich was Vernünftiges machen kann.

In beiden Gebieten wären meiner Meinung nach qualifizierte und motivierte Fachkräfte hilfreicher, als junge Leute zu zwingen.
 
Haha, hab ich mir doch gedacht, dass dem TE meine Einstellung nicht passt. Was solls, dazu ist ein Diskussionsforum ja da.

@ Memphi: Wie kommst du denn jetzt bitte auf Börsenmakler? Nur weil die deiner Meinung nach nichts leisten? Nunja, selbst wenn, wird ja nicht jeder ein Börsenmakler. Nimm halt nen Bäcker, wenn dir das näher liegt. Wer ein Jahr (oder 9 Monate) lang länger Brot backt, hat viele Brote geschaffen, die es nicht gäbe, wenn er bei der Bundeswehr gewesen wäre. Mit diesen Broten könnte man dann auch den Feind in die Flucht schlagen, wenn sie alt und hart geworden sind :ugly: Außerdem könnte man seinen Wehrsold einsparen, stattdessen würde er eine sozialversicherungspflichtige Arbeit haben und damit 9 Monate mehr in Kranken-, Renten- usw. Kassen einzahlen und Lohnsteuer abdrücken.

Er backt natürlich nicht explizit seine Brote für den Staat, aber insgesamt bringt er dem Staat doch mehr als ein schießwütiger Wehrdienstleistender, der bei der Bundeswehr ist, um mal ne echte Wumme abfeuern zu dürfen.

Ich bleibe dabei: Jeder, der seine Fähigkeiten in die Gesellschaft einbringt, ist wertvoll für diese. Nicht nur, wer gedient hat.
 
Ich weiß allerdings nicht, warum du das immer mit einer beruflichen Karriere vergleichst. Das sind doch zwei völlig verschiedene Dinge. Wenn du Zivildienst auf die eine Seite stellst und sonstwie in den Himmel hebst, dann ist die andere Seite ja nicht gleich eine Karriereplanung, die dann auch noch egoistisch sein soll.
Ich hab den direkten Vergleich nicht eingeführt. Ich bin lediglich darauf eingegangen, da einige meinen Karriere wäre deutlich sinnvoller als Bundeswehr oder Zivildienst. Und ich sehe es auch so, dass es nicht vergleichbar ist. Da Bundeswehr bzw. Zivildienst mehr oder minder auf bestimmte Aufgebenbereiche beschränkt. Eine Arbeit kann man per Grundgesetz: freie Berufswahl, ja selbst aussuchen.

Egoistisch ist es aber nicht, wenn man eine Karriere startet. Damit will man höchstens seinen Lebensstandard erhöhen und den Alltag möglichst angenehm gestalten. Siehst du den Unterschied.
Wenn es nicht egoistisch ist, sprich nicht ausschließlich dir selbst zu Gute kommt, wem hilft es denn noch? Machen wir es doch plastisch, ein Aktionär, wem nützt sein Beruf noch? Und jetzt sagt nicht dem Staat, denn kein Mensch geht mit dem Ansatz ran, ich will einen gut bezahlten Job um den Staat mehr Steuern abführen zu können. Da kann man auch spenden und ich hab noch nie gehört, dass wer dem Staat Geld schenkt. ;)

Du hast in deiner Umfrage noch eine Antwortmöglichkeit vergessen, den Ersatzdienst. Den wenn du in einer Hilfsorganisation, wie THW und Feuerwehr, bist bzw. eintreten möchtest, kannst du dich dort in Teileinheiten verpflichten und deinen Ersatzdienst ableisten.
Ups Tatsache, kann die Umfrage aber leider nicht mehr ändern. :-? Sorry, hab ich echt vergessen, nimmste mir hoffentlich nicht übel. :(

Och bitte erzähl mir nicht, du vergleichst Gotcha mit der Bundeswehr :roll: Gotcha ist Sport, Bundeswehr ist Armeedienst.
Doch tu ich, weil wenn einer beim Kriegsdienstverweigerungsantrag angibt, er kann es ethisch nicht vertreten eine Waffe gegen Menschen zu richten, dann ist Gotcha der falsche Sport. Denn wer mit einer Waffe (egal ob mit Gasdruck oder echte Munition) prinzipiell schießen kann, kann auch eine echte Waffe in die Hand nehmen um Deutschland im V-Fall zu verteidigen. Alles andere wäre nur eine Ausrede. Der einzige Unterschied ob Gasdruck-Pistole oder echte Waffe ist die Munition und dessen Wirkung. Wer aber bei Gasdruck keine moralischen Bedenken hat, der wird sie im Kriegsfall garantiert auch nicht mit einer echten Waffe haben. - So sehe ich es zumindest (und die Bundeswehrangehörigen auch).

Milchmädchenrechnung, weil: Ohne Wehrpflicht wäre der Verwaltungaufwand ein Bruchteil von dem was er jetzt beträgt, du hättest motivierte und gut ausgebildete Berufssoldaten und nicht so ein Rumgegammel was sich zur Zeit Grunddienst nennt. Da könntest du einiges an Kosten sparen :p
DAS ist eine Milchmödchenrechnung. Nehmen wir mal die Geschäftszimmer in jeder Einheit. Normalerweise arbeitet da ein Unteroffizier mit so 1.800EUR/Monat (so ca. hab den genauen Verdienst nicht mehr im Kopf). Da der ab und an mal auf Lehrgang/Urlaub/Manöver/Auslandseinsatz etc. ist, braucht man hierfür auch eine Vertretung. Ein weiterer Unteroffizier oder auch SAZ bzw. FWLD kostete nochmal so dieses Gehalt. Ein Grundwehrdienstleistender kostet im Monat aber nur knapp über 400 EUR. Und da es noch zig andere Bereiche gibt, wie Materialwart, Ausbildungsgehilfe, Handlager der allgemeinen Art spart das der Bundeswehr jährlich Millionen (irgendwo gibts auch einen detaillierten Kostenplan vom Bundestag in Auftrag gegeben, der dieses auch ermittelt hat - btw. sowohl Großbritanien als auch die USA mussten den Militäretat nach der Umstellung auf Freiwilligenarmee drastisch erhöhren, da es teurer kam, dass kannst du auch nachlesen). Und was dein Rumgegammel angeht, also ich weiß nicht woher du den Scheiß hernimmst, aber das ist Blödsinn. Jedes Jahr ist wird für die Soldaten die Zeitspanne zwischen Auslandseinsätzen immer kürzer. (Quelle: https://www.abendblatt.de/daten/2004/03/10/271628.html)Und das ist eine enorme Belastung, wie man sich leicht vorstellen kann. 6 Monate weg von der Familie ist hart, wenn dazwischen aber teilweise nur noch 1 Jahr liegt, dann kann man sowas wie eine Beziehung oder Ehe bald vergessen. Und was du vergisst, in diesem "Erholungszeitraum" erfolgt auch wieder eine min. halbjährliche Vorbereitung auf den nächsten Einsatz (und sowas ist alles andere als ein Erholungsurlaub - hatten das bei einer Einheit in unserer Kaserne miterlebt). Und unter diesem Aspekt ist das bisschen Zeit, wo es etwas entspannter zugeht sicher dringend notwendig, sonst dauert es nicht lang, bis einige Soldaten durchdrehen. Du musst dabei auch immer den psychischen Stress mit beachten der abgebaut werden muss.

Schau dir meine Steuererklärung an, dann weißt du was das dem Staat hilft.
Freiwilliges Engagement in Sozialorganisationen, THW oder auch freiwillige Feuerwehr. Das hilft der Gesellschaft, das prägt einen. Aber doch nicht die Wehrpflicht, die ist einfach nur ein verschenktes Jahr.
Ich habe andere Erfahrungen gemacht - und vielen anderen geht es ähnlich. Sicher es sind andere als beim THW oder im Altenheim. Aber es sind Erfahrungen die einen prägen. Nur glaube ich kaum, dass solch Erfahrung jemand verstehen kann, der nicht selbst die Strukturen einer Armee mitbekommen hat. (Man wird schließlich auf den Ernstfall vorbereitet - auch wenn nach Außen hin immer andere Stories gelangen, aber die ersten 3 Monate sind schon ein ganz anderes Kaliber, darüber spricht man aber nicht so gerne) Übrigens bei der Flut 2003 in Sachsen und Bayern, da war vor allem die Bundeswehr stark am mithelfen. Und dann stell du dich mal vor die Leute deren Häuser durch den Einsatz der Bundeswehr gerettet wurden und vermittel ihnen, ihre 9 Monate (nicht 12!) waren umsonst! Dann aber nicht wundern, wenn die dir nur ein Kopfschütteln zuwerfen. :(

Aha. soll heißen wenn man anderer Meinung ist darf man kostenfrei von dir beschimpft werden, cool :roll:
Wieso, ist dein Nick neuerdings losomat? :roll:

Hast du dich schonmal reden gehört? Du unterstellt schon wieder jedem der anderer Meinung ist pauschal, dass er keine Ahnung hat.
Spielst du jetzt den Helden oder was? ich hab dich doch gar nicht angesprochen! Denn in dem Fall glaube ich, dass ich mit meiner Aussage richtig liege. Zu dir hätte ich es garantiert nicht gesagt - mein du hast deine Erfahrungen gesammelt. Und natürlich gibt es einige, die die Zeit über nur Scheiße bauen - sowas wird es auch im späteren Berufsleben geben. Das heißt doch aber nicht dass es die Normalität ist. Und was man erzählt ist auch nicht gleich die volle Wahrheit. Bei uns haben auch so einige Stories die Runde gemacht und nur ein Teil davon ist wahr. Klar ist man auch nicht jeden Tag bei der Bundeswehr ausgelastet, dennoch gab es einige Tage wo man ausgelastet war. Blos man erzählt natürlich draußen häufiger von der Gammelzeit, weil's sich so etwas mehr einprägt (als die Zeit wo man die ganze Zeit beschäftigt war - da hatte man ja auch keine Zeit groß nachzudenken) und auch cooler klingt.


Hui ist das ein langer Post. Ich glaub wir sollten die Diskussion dann bald zu Ende führen, sonst zieht sich das wie Kaugummi und am Ende kommt eh nie auf einen Nenner. :-?
 
I
Hui ist das ein langer Post. Ich glaub wir sollten die Diskussion dann bald zu Ende führen, sonst zieht sich das wie Kaugummi und am Ende kommt eh nie auf einen Nenner. :-?

Und warum hast du dann den Thread eröffnet? Du hast doch gefragt? Ist doch logisch, dass jeder so seine eigene Auffassung hat. Nur weil eben nicht alle mit dir übereinstimmen, muss doch die Diskussion nicht zu Ende sein.

Ich bin eine Frau, mir hat sich die Frage eh nie gestellt. Bei meinem Ex-Mann damals auch nicht, der war schon Vater und da wurde er gar zur Musterung vorgeladen, geschweige denn eingezogen. :roll:

Wenn ich heutzutage aber die Möglichkeit hätte, würde ich gerne so eine Art soziales Jahr machen. Ich denke mal, die Erfahrungen kann man immer gut gebrauchen. Für die Jungs würde ich eher zur Berufsarmee tendieren, der Rest dann auf jeden Fall Sozialdienst. und das einfach festlegen, nach Schule ab zum Sozialdienst, danach können sie dann studieren oder Lehre oder wie auch immer.
 
Und warum hast du dann den Thread eröffnet? Du hast doch gefragt? Ist doch logisch, dass jeder so seine eigene Auffassung hat. Nur weil eben nicht alle mit dir übereinstimmen, muss doch die Diskussion nicht zu Ende sein.
Ich meinte nicht die gesamte Diskussion. Ich bezog das eher auf die Problematik BW-Zivi-Ersatzdienst vs. richtiger Job. Weil es da zu verhärtete Fronten gibt (ich gebe zu, auch von mir).

Wenn ich heutzutage aber die Möglichkeit hätte, würde ich gerne so eine Art soziales Jahr machen. Ich denke mal, die Erfahrungen kann man immer gut gebrauchen.
Das ist es, was ich letztlich immer vermitteln wollte.

Für die Jungs würde ich eher zur Berufsarmee tendieren, der Rest dann auf jeden Fall Sozialdienst. und das einfach festlegen, nach Schule ab zum Sozialdienst, danach können sie dann studieren oder Lehre oder wie auch immer.
Ich bin kein Freund von Berufsarmeen. Es hat sich gezeigt, dass durch die Abschottung der Öffentlichkeit in sämtlichen Freiwilligenarmeen sich gravierende Mängel offenbaren die nur sehr selten rauskommen. Sowol in der US-Army als auch in der britischen Armee kamen Skandale raus, wo menschenunwürdige Aufnahmerituale durchgeführt wurden. Und dies war mit Sicherheit nur die Spitze des Eisberges. In der BW gab es freilich auch Skandale - allerdings waren diese im Vergleich dazu noch harmlos. Durch die Wehrpflicht werden viele solcher Entwicklung allerdings noch rechtzeitig gestoppt, bevor sie wirklich gefährlich Ausmaße für die Soldaten oder gar für das Image der BW annehmen. Außerdem finde ich, sollte für alles eine Alternative bestehen. Ich fände es aber wichtig, dass (wie es auch das Grundgesetz fordert) JEDER männliche Erwachsene zumindest eines von beiden absolvieren muss.
 
Och bitte erzähl mir doch nicht sowas. Viele aus meiner Klasse haben ihren Zivi damit begründet, dass sie Waffen verabscheuen und sie keine Lösung und so ein bla. Und dann erfährt man, dass diese Leute teilweise sogar während der Zivi-Zeit Gotcha spielen waren. Und mal ehrlich, so richtig streng gläubig sind nur die Allerwenigsten. Ein Großteil verwendet dies nur als Ausrede um Zivi zu machen.

Ich mache seit sechs Jahren, also auch während meines Zivildienstes, Kampfsport. War meine Verweigerung, in der ich Konfliktlösung durch Gewallt, vor allem Waffengewalt, verurteilt habe, etwa auch geheuchelt?

Ich kann dieser Art der "Streitschlichtung" nunmal nichts abgewinnen.

Mein, ich sehe das nicht so bissig, so lange sie wenigstens eines von beiden machen. Schlimm wirds aber, dass es eigentlich sowas wie eine Ausmusterung gibt. Es sollte zumindest so geregelt sein, dass wenn jemand ausgemustert, er zwangsweise Zivi machen muss.

Oh, ja! Für mich ist es auch völlig unverständlich, warum jemand, dessen rechter Meniskus nach einem Unfall kaum belastungsfähig ist, sowohl vom Wehr-, als auch vom Zivildienst befreit wird. Die sollte man allesamt auf eine Krankenstation oder ins Altenheim schicken, wo sie im pflegerischen Bereich ohne jegliche körperliche Anstrengung arbeiten können.

Und bei Zivi hat es gleich einen anderen Haken, nämlich das die sozialen Dienstleister wie Altersheime sich über billige Arbeitskräfte freuen und dafür dann auch gerne bei den Festangestellten gerne weiter einsparen. Das heißt dieses Konzept kann auch schnell nach hinten losgehen und richtige bestehende Jobs gefährden.

Nun, ich habe während meines Zivis auf einer Krankenhausstation gegenteilige Erfahrungen gemacht. Das Pflegepersonal wurde normalerweise so spärlich eingeteilt, dass es mit 25 Patienten, davon 7 Vollpflegefälle, überfordert war, weshalb eine bzw zwei weitere Hände mehr als hilfreich waren. Die Schwestern waren froh, dass jemand da war, um sich um kleinere Bedürfnisse der Patienten zu kümmern, damit sie mal den Papierkram erledigen können.


Kann ich verstehen, hab vom Bund auch unzählige Stories kennen gelernt, aber so was kann man nicht einfach so posten. Ich bereue es auch nicht, dass ich gedient habe. Ich täte sogar behaupten, es hat meine Persönlichkeit positiv mitgeprägt.

Dann bist du (leider) einer der wenigen mir bekannten Wehrdienstler, bei denen das der Fall ist. In den neun Monaten habe ich fünf Studenten erlebt, die den Wehrdienst geleistet hatten, welche für ihr Studium ein Praktikum auf Station abzuleisten hatten. Vier von ihnen haben sich geweigert mir dabei zu helfen, einer übergewichtigen alten Dame auf eine Bettpfanne zu helfen, zwei machten sich ununterbrochen über die alten Menschen lustig und einer war tatsächlich der Ansicht, dass man sie alle sterben lassen sollte, da sie in keinster Weise produktiv seien.

Ich habe volles Verständnis dafür, wenn man seinen Ekel nicht unterdrücken kann, das war bei mir anfangs nicht anders, aber ein solches Maß an Respektlosigkeit und Arroganz in Verbindung mit Aussagen wie "Der Bund macht dich stark, Zivi ist doch scheiße!", "Zivis haben doch nur Schiss vor der AGA!", "Die alten Säcke bringen doch nichts." erregen bei mir weniger Freude, als eine leere Packung Chicken Wings.

Und das will was heißen.

Da habe ich wesentlich mehr Respekt vor jemandem, der dazu steht, dass er sich vor beidem gedrückt hat, damit er früher mit seiner Ausbildung, oder seinem Studium anfangen kann.