News USA: Notärzte retten Todeskandidaten das Leben, danach wird er hingerichtet

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klamm-Bot
25 April 2006
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Folgende News wurde am 28.09.2010 um 21:21:00 Uhr veröffentlicht:
USA: Notärzte retten Todeskandidaten das Leben, danach wird er hingerichtet
Shortnews

Brandon Rhode sollte am 21. September in den USA hingerichtet werden. Kurze Zeit vorher hatte der 31-Jährige versucht, sich mit einer Rasierklinge zu töten. Allerdings wurde Rhode frühzeitig entdeckt und Notärzte retteten sein Leben. Danach wurde der Todeskandidat an einem Stuhl festgemacht und zusätzlich in einen Sack gesteckt. Seine Zelle war 24 Stunden am Tag erleuchtet und er wurde ständig überwacht. So sollte ein erneuter Selbstmordversuch verhindert werden. Am Montagabend begann dann die Exekution von Rhode. 30 Minuten dauerte es, bis eine Vene gefunden wurde. Etwa eine Viertelstunde nach der Injektion starb der Verurteilte schließlich.
 
frag mich immer was die Todeskandidaten machen, damit man deren Venen nich eher findet^^
Und warum die Mittel nich wirken... normal sollen die doch innerhalb von paar Minuten wirken und keine 15min brauchen...

Dabei is es doch mit Vollnarkose und dann Kopf ab viel schmerzfreier getan... hmm
 
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Reaktionen: JSP
Dieser Vorfall zeigt doch, wie irrsinnig das Prinzip "Todesstrafe" doch eigentlich ist. Und das es nur zur Befriedigung von (niederen) Rachegelüsten dient.
 
Im Prinzip sollte die Todesstrafe (wenn überhaupt) ja dazu dienen, dem Verbrecher keine Gelegenheit mehr zu geben, anderen Mitmenschen Gewalt anzutun.

Dass dies (mittlerweile) nicht der Zweck der Todesstrafe ist, wird klar wenn man sich so etwas durchliest. Es wurde eine Verschiebung der Exekution beantragt, weil der Häftling nicht in der Lage sei, zu begreifen weswegen er hingerichtet wird. Lächerlich, was hat er davon wenn er begreift weswegen er gleich sterben wird? Er wird so etwas in Zukunft unterlassen? :LOL:

Nein, darkkurt hat Recht, hier geht es um Rache und Vergeltung. Hier wird einem Todeskandidaten das Leben gerettet, damit man noch die Chance/Genugtuung hat, ihn selber umzubringen. Weil einfach tot reicht ja nicht, die psychische Folter vorher gehört genauso zu seiner Strafe. Wäre ja auch noch schöner, wenn jemand durch vorheriges Ableben seiner "gerechten" Strafe entgehen könnte, dann würde das ja irgendwann Schule machen, und die Verurteilten müssten demnächst keine 30 Jahre mehr auf ihre Exekution warten..
 
Zuletzt bearbeitet:
Eine abschreckende Wirkung geht von der Todesstrafe nicht aus. Die USA haben die höchste Mordquote bei vergleichbaren Ländern (Kolumbien kann man schlecht vergleichen), und das trotz Todesstrafe.

Niemand hat das Recht, einem anderen das Leben zu nehmen, auch der Staat nicht.

Die Todesstrafe wirft einen sehr dunklen Schatten auf die amerikanische Zivilisation.