Wirtschaft Schrott-Recycling vs. Müllgebühren

Soll der Staat den Schrott jetzt da er etwas wert ist also umsonst bekommen?

  • Ja.

    Stimmen: 7 58,3%
  • Nein!

    Stimmen: 5 41,7%

  • Umfrageteilnehmer
    12

DocTrax

Erfahrener GNUtzer
ID: 147546
L
26 April 2006
2.921
106
https://www.ngo-online.de/ganze_nachricht.php?Nr=14214

Soso, also ich schraube seit Jahren an alten Elektrogeräten herum und nun soll das auf einmal böse sein.
Naja, es geht wohl eher darum, dass die Platinen heraus genommen und verkauft wurden und die minderwertigen Gehäuse zu Kosten des Staates entsorgt wurden.
Ist das jetzt schlimm?
Soll man dem Staat die wertvollsten Teile überlassen, obwohl dauernd die Müllgebühren erhöht werden?

Das Umweltministerium stellt sich doch etwas komisch an?! Ein Altmetallhändler bringt den Schrott genauso in die Recyclingkette wie eine kommunale Sammlung.

Weiter ist auf die kommunale Abfuhr eh kein Verlass. Sie nehmen keine Altreifen und Fernseher mit und vergessen auch hier und da mal einen Mülleimer oder Schrotthaufen.

Um es auf den Punkt zu bringen: Der Staat pickt sich die Rosinen heraus, verlangt dafür sogar noch Geld und überlässt die minderwertigen Abfälle anderen, die dafür dann Geld nehmen müssen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Welchen Beitrag hast Du gelesen?

Es soll nix dem Staat überlassen werden, nur sichergetsellt werden, dass die vorgesehenen Entsorgungswege eingehalten und soviel wie möglich wiederverwendet wird.

gruss kelle!
 
Es soll nix dem Staat überlassen werden, nur sichergetsellt werden, dass die vorgesehenen Entsorgungswege eingehalten und soviel wie möglich wiederverwendet wird.
Es geht in dem Artikel und bei den Stellungnahmen des Ministeriums darum dass einige Schrotthändler eigene Sammlungen durchgeführt haben und bestimmte Geräte ausgeschlachtet wurden oder ganz verschwunden sind. Zweiteres kommt aber immer bei Sperrmüllsammlungen vor.
Der Skandal ist aber, dass sich der Staat nur die Rosinen herauspickt, Geld dafür verlangt und den minderwertigen Schrott liegen lässt - so eine Art Müllsteuer.
 
Das Bundesumweltministerium möchte offenbar sicherstellen, dass die wertvollen Altmetalle zuverlässig in die Hand der Versorgungswirtschaft gelangen.

Zum einen möchte ich mal festhalten, dass die Ver/Entsorgungswirtschaft nicht überall in staatlicher/kommunaler Hand liegt, sondern dass es auch Privatunternehmen gibt.

Von daher nix mit Staat und Rosinen rauspicken.

Zum anderen muss alein schon aufgrund der Wirtschaflichkeit sichergestellt sein, dass die offiziel beauftragten Entsorger, die vom Gebührenzahler bezahlt werden, auch entsprechend recyclebaren und somit wertvollen Müll bekommen, um die Finanzierungsstütze Recycling halten zu können.

Die Entsorger planen halt Sammlungen und führen sie durch. Wenn es da Trittbrettfahrer gibt, so sollten diese auch haftbar für den Verlust der Entsorger haftbar gemacht werden können.

Es wird sich sicherlich niemand beschweren, wenn jemand für den Eigenbedarf was mitnimmt, aber die wertvollen Teile zu "klauen" und dem Entsorger nur wertlosen Schrott übrig zu lassen, ist nicht die feine Art.

gruss kelle!
 
Im übrigen sollte man bei der Diskussion auch bedenken, welch großer technischer Aufwand betrieben werden muss, um an die vergleichsweise geringen Mengen an Edelmetallen in Elektronikschrott (im Verhältniss zum Volumen) heranzukommen.

zwar ziehen die Rohstoffpreise an, aber ob man jetzt schon Gewinn mit dem recyclen erzielen kann?
 
zwar ziehen die Rohstoffpreise an, aber ob man jetzt schon Gewinn mit dem recyclen erzielen kann?
Man kann Gewinn erzielen - für alte Platinen, Stecker und Kabel wird nicht gerade wenig Geld gezahlt und wenn man genug hat lohnt sich der Transport.
https://www.e-schrott.de/preise.html
https://www.schrott.de/schrottpreis.php

Gewinn nicht, aber Einnahmen die zur Kostendeckung nötig sind sicherlich...
Ziemlich abwegig - wie kommst Du denn da drauf?

e-schrott.de schrieb:
Pentium-CPU-Keramik 30 bis 48 €/kg
Pentium-CPU-Plastik 15 bis 20 €/kg
Pentium-II ohne Plastik / Alu 8-10 €/kg
Das ist mal wirklich teuer.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es wird sich sicherlich niemand beschweren, wenn jemand für den Eigenbedarf was mitnimmt, aber die wertvollen Teile zu "klauen" und dem Entsorger nur wertlosen Schrott übrig zu lassen, ist nicht die feine Art.

Mag vielleicht nicht die feine Art sein, aber da ich z.B. den Computer bezahlt habe ist er mein Eigentum. Damit sehe ich mich durchaus im Recht bevor er im Müll landet alles zu entfernen was ich will (davon abgesehen entferne ich grundsätzlich die Festplatte aus anderen Gründen).
Müllgebühren zahle ich auch. Also warum sollte ich die "wertvollen" Teile drin lassen, wobei ich die funktionierenden Teile eh lieber verbaue ;).
 
Man entscheidet doch immer noch selber, was "Müll" ist und was nicht. Von daher kann mir keiner Vorwerfen, für mich brauchbare (oder "wertvolle") Teile einzubehalten.
 
Man entscheidet doch immer noch selber, was "Müll" ist und was nicht. Von daher kann mir keiner Vorwerfen, für mich brauchbare (oder "wertvolle") Teile einzubehalten.
Altgeräte seien nach dem Elektrogesetz von Verbraucherinnen und Verbrauchern "vollständig in die getrennte Sammlung der Kommunen oder - bei freiwilliger Rücknahme - dem Handel zu überlassen". Und: "Sie sind unverändert den Herstellern zur Rücknahme zu überlassen."
Heisst der Satz nicht, dass es eben nicht so sein darf. Ansonsten ist es ein Gesetzesbruch und wird womöglich mit Strafe bedroht.
Ich baue jedenfalls meine Rechner selbst zusammen und nehme sie auch selbst wieder auseinander.
 
Heisst der Satz nicht, dass es eben nicht so sein darf. Ansonsten ist es ein Gesetzesbruch und wird womöglich mit Strafe bedroht.

Theorie und Praxis - wenn ich das alles richtig sehe ist dies eine Verordnung. Keiner kann (und wird) dich verklagen wenn du als Endverbraucher Teile ausbaust, mit der Zahlung des Gegenstandes ist das dein Eigentum und wenn du Spass hast kannst du das Dingen auch ununterbrochen gegen die Wand hauen - solange bis es auseinander fällt.

Davon abgesehen, was bei mir nach Schlachtung übrigbleibt ist meistens kaum noch als Elektroschrott zu bezeichnen.;)
 
Mag vielleicht nicht die feine Art sein, aber da ich z.B. den Computer bezahlt habe ist er mein Eigentum. Damit sehe ich mich durchaus im Recht bevor er im Müll landet alles zu entfernen was ich will

Joo, da sagt ja auch keiner was...

Aber wenn der Rest den Du wegbringst, zwischendurch noch von einer nicht authorisierten Person geplündert wird, dann wirds haarig.

Es geht hier um das gewerbsmäßige Abschöpfen von Müll, nicht private Drittverwertung...

gruss kelle!
 
Joo, da sagt ja auch keiner was...

Aber wenn der Rest den Du wegbringst, zwischendurch noch von einer nicht authorisierten Person geplündert wird, dann wirds haarig.

Es geht hier um das gewerbsmäßige Abschöpfen von Müll, nicht private Drittverwertung...

So hab ichs auch verstanden, wobei die Verordnung da schon zweideutig ist - da der Verbraucher auch der Endverbraucher sein kann.
 
Nur was baust Du aus nem rechner raus, der weg soll?

Bestimmt nicht das defekte Netzteil, was beim Ableben dasn Motherboard mitgerissen hat, sondern nur funktionstüchtige Teile, ergo keinen Schrott ;-)

Du trennst halt vorher Schrott von funktionierenden Teilen....

Was verhindert werden soll, dass jemand großartig Edelschrott von Billigschrott trennt, und sich an ersterem bereichert...

gruss kelle!
 
Bestimmt nicht das defekte Netzteil, was beim Ableben dasn Motherboard mitgerissen hat, sondern nur funktionstüchtige Teile, ergo keinen Schrott ;-)

Das stimmt, allerdings stört mich das hier:

"Altgeräte seien nach dem Elektrogesetz von Verbraucherinnen und Verbrauchern "vollständig in die getrennte Sammlung der Kommunen oder - bei freiwilliger Rücknahme - dem Handel zu überlassen". Und: "Sie sind unverändert den Herstellern zur Rücknahme zu überlassen""

Irgendwie sieht das nach Auslegungssache aus.
 
Das würde ja implizieren, dass du, wenn der CD-Player deiner Streo-Anlage kaputt ist, auch die Funktionierenden Komponenten entsorgen müsstest.

Im Normalfall entsorgt man aber das defekte Teil und behält alles intakte.
 
Lass mal das Thema Computer außen vor...
Der modular aufgebaute PC hat allen Konsolen, bzw. allgemeiner monolithischen Geräten einiges voraus.
Ich baue auch immer bestimmte Komponenten aus den alten Rechnern aus und baue sie wieder in den Neuen ein, bis sich die Slots ändern.

Es geht hier um das gewerbsmäßige Abschöpfen von Müll, nicht private Drittverwertung...
Das ist schon schlecht, denn der Staat ein mehr oder weniger gut funktionierendes System um Müll zu entsorgen aufgebaut, das man auch nutzen sollte. Die Alternative wäre alles privat zu entsorgen und die verstaatliche Müllentsorgeung komplett aufzugeben.

Alter Kunststoff ist übrigends genau so viel wert wie Erdöl, aus dem er gemacht ist.
Alte Reifen haben einen Brennwert höher als Steinkohle.

Mir ist angesichts dessen immer noch nicht klar warum man nun auch noch Müllgebühren zahlen muss.
 
Die Alternative wäre alles privat zu entsorgen und die verstaatliche Müllentsorgeung komplett aufzugeben.

Und, was hat der Bürger davon?
Berlin und Braunschweig sind zwei Städte die ich kenn, wo die Müllentsorgung in privater Hand liegt.

Den einzigen Unterschied den man zu anderen Städten mit eigener Müllentsorgung merkt:
Wenn die ÖTV/Verdi streikt, gibts hier keine Müllberge...

Mir ist angesichts dessen immer noch nicht klar warum man nun auch noch Müllgebühren zahlen muss.

Tja, ich kann mich noch an Zeiten erinnern, da gabs für Müll noch Geld, aber egal...

Schonmal dran gedacht, dass nicht alles Edelschrott ist?

gruss kelle!