News Lastwagen fährt auf Bahngleise: 16 Verletzte

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25 April 2006
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Folgende News wurde am 20.01.2010 um 15:06:41 Uhr veröffentlicht:
Lastwagen fährt auf Bahngleise: 16 Verletzte
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Braunschweig (dpa) - Der unglaubliche Leichtsinn eines Lastwagenfahrers hat am Mittwoch in Braunschweig 58 Menschen in Riesengefahr gebracht. Mit einem lauten Knall krachte ein Regionalzug gegen 7. 30 Uhr auf den Lastwagen, der samt Anhänger kurz hinter einem Bahnübergang auf den Schienen stand. Drei Fahrgäste wurden schwer, 13 leicht verletzt, vielen steckte der Schreck in den Gliedern. Im Zug saßen etliche Berufsschüler. «In dem Moment des Aufpralls wusste ich, dass man sterben kann», sagte Meltem Aykar. Die 39-Jährige aus Salzgitter hatte zwar nur ein paar Prellungen abbekommen, doch ihr Zittern ließ ihren Schreck erahnen. Auslöser des Unglücks war ein 53 Jahre alter Lastwagenfahrer aus Northeim. Er wollte 30 Tonnen Weizen an eine Getreidemühle im Braunschweiger Stadtteil Rüningen liefern. Weil ein parallel zu den Schienen verlaufender Zufahrtsweg noch mit einem Tor verschlossen war, suchte er eine verbotene Abkürzung über die Schienen Richtung Werksgelände. «Auf den Bahnschienen blieb er mit seinem Fahrzeug stecken», sagt Bundespolizeisprecher Uwe Borchers. Der Mann lief in die Mühle, um Hilfe zu holen. Doch der Zug kam bereits mit etwa 80 Stundenkilometern angefahren, eine Notbremsung konnte den Zusammenstoß nicht verhindern. 50 Meter wurde der Laster mitgerissen. Auf einer großen Fläche mischten sich Schnee und Weizen, dazwischen lagen die abgerissenen blauen Ladeklappen und andere Wrackteile des Lastwagens. «Ich habe vorn gesessen und geschlafen, auf einmal bin ich durch die Luft geflogen», erzählte die 18-jährige Mandy. «Es hat einen unheimlichen Rumms gegeben, dann hat es doll gewackelt und alle haben geschrien», ergänzte ihre 20 Jahre alte Freundin Dana. Die beiden angehenden Tierarzthelferinnen erlitten leichte Verletzungen und wurden in der Kantine der Mühle von einem Arzt versorgt. Andere Fahrgäste kamen in umliegende Krankenhäuser, die meisten mussten nur ambulant behandelt werden. Der 42-jährige Zugführer blieb unverletzt, doch er stand unter Schock und konnte zunächst nicht vernommen werden. Nachdem er den Lastwagen gesehen hatte, soll der Bahnfahrer noch aufgesprungen sein und seine Fahrgäste gewarnt haben. Bei dem Unglück entgleiste der vordere Zugwagen und rutschte über eine Böschung auf ein Feld. Er hatte Totalschaden. Für die Bergung wurde für den Nachmittag ein 160-Tonnen-Schienenkran aus Fulda erwartet. Der zweite Wagen blieb auf den Schienen. Der Lastwagen wurde von einem 100-Tonnen-Straßen-Kran geborgen. «Bis die Unfallstelle frei ist, wird es wohl noch einige Zeit dauern», sagte Einsatzleiter Manfred Brandes. Da auch mehrere hundert Liter Diesel ausgelaufen waren, musste Erdreich abgetragen werden. Die Höhe des Schadens ist noch nicht bekannt. «Dass einer wissentlich auf das Gleisbett fährt und so einen Unfall verursacht, das habe ich noch nicht gehört», sagt eine Sprecherin der Bahn. Wann die Strecke wieder freigegeben wird, ist noch unklar. Meltem Aykar will sich noch überlegen, ob sie in der nächsten Woche wieder mit den Zug nach Braunschweig fährt. «In den Nachrichten sieht man die Bilder von Unglücken und denkt immer, so etwas kann einem nicht passieren», sagte die Mutter zweier Kinder. «Wir hatten einen Schutzengel. »
 
Hmmm, vielleicht sollten mal die Frontal 21 Moderatoren nun mal ein "Schwarzbuch LKW Fahren" veröffentlichen... :ugly:
 
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Riskant**

also ich selbst bin Berufskraftfahrer und ich muss nun eingestehen das dass was der LKW Fahrer sich da erlaubt hat einem gleichgültigem Massenmord sehr Nahe kommt...

Ich denke für solch ein handeln bedarf es keiner Entschuldigung mehr er hat beispiellos Menschenleben in Gefahr gebracht ohne auch nur darüber nachzu denken was passieren kann....

Wenn ein Tor verschlossen ist hat es wohl seine Gründe und ich würd nie versuchen über Bahngleise mit ne 40t zu rollen da kommste nicht weit mit, es ist ein glück das es keine Toten gab aber dennoch gehört dieser Mann hinter Schloss und Riegel denn der stellt ne Gefahr für alle da....

Diese Fahrer sind es die uns Berufsfahrern diese schlimme Image verursachen...

Ich wünsche den Verletzten und denen die unter Schock stecken beste Genesungswünsche*** es tut mir sehr leid**
 
was der LKW Fahrer sich da erlaubt hat einem gleichgültigem Massenmord sehr Nahe kommt...

er hat wohl kaum damit gerechnet oder sich auch nur vorstellen können das er ausgerechnet auf dem Schienen stecken bleibt...

es war leichtsinnig, also fahrlässig also wenn jemand gestorben wäre, wäre es fahrlässige Tötung aber zum Glück haben es alle überlebt und das ist doch erstmal das Wichtigste
 
Riskant...

sorry wer so gleichgültig handelt der ist es nicht wert einen Führerschein zu haben, da kann man einfach nichts mehr schön reden**

Es war nicht mehr Fahrlässig sonder ehr vorsätzlich..oder würdest Du mit dem Auto über Bahngleise heim fahren nur um ne rote Ampel zu umfahren??
 
er hat wohl kaum damit gerechnet oder sich auch nur vorstellen können das er ausgerechnet auf dem Schienen stecken bleibt...

Es war ja auch nicht damit zu rechnen, dass auf den Schienen ein Zug ankommt. :ugly:

Glück für alle Beteiligten, dass es ne RB mit 80 km/h gewesen ist.

Auf normalen Strecken sind sonst eher 120 bis 160 gebräuchlich...

gruss kelle!
 
sorry wer so gleichgültig handelt der ist es nicht wert einen Führerschein zu haben, da kann man einfach nichts mehr schön reden**

es glaub nicht das es gleichgültig war sondern unbedacht... wenn er auf die Idee gekommen wäre das sone Scheiße überhaupt passieren könnte dann denke ich wäre er da nicht rüber gefahren


Es war nicht mehr Fahrlässig sonder ehr vorsätzlich..oder würdest Du mit dem Auto über Bahngleise heim fahren nur um ne rote Ampel zu umfahren??

denkst Du er wäre über die Bahngleise gefahren wenn da nur ne rote Ampel gestanden hätte oder was willst Du mir damit sagen ?

Es war ja auch nicht damit zu rechnen, dass auf den Schienen ein Zug ankommt. :ugly:

sicher war es dumm, ich denke es ist aber falsch ihm Vorsatz zu unterstellen
 
Riskant...

ich will damit sagen wenn ein Tor verschlossen ist hat es wohl seine gründe** und nur um aufs Betriebgelände zu kommen auf gleise zu fahren ist so als wenn Du an der Ampel stehst die rot ist aber um zeit zu sparen fährste einfach mal auf die Gleise...wenn das kein Vorsatz ist dann weiss ich nicht weiter....

und jeder weiss wo Gleise sind kann auch ein Zug kommen, oder willste sagen das gibt es nicht?

Er hat gewissenlos gehandelt keine Frage!!!
 
ja, Loshai, es bewahrheitet sich leider erneut das Einstein'sche Zitat: "Es gibt 2 dinge, die sind unendlich - das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher."
 
als wenn Du an der Ampel stehst die rot ist aber um zeit zu sparen fährste einfach mal auf die Gleise

ich fahr wegen 30 Sekunden Wartezeit nicht über Gleise und ich vermute mal er auch nicht



und jeder weiss wo Gleise sind kann auch ein Zug kommen, oder willste sagen das gibt es nicht?

Nein, in Wirklichkeit glaub ich nämlich nicht an Züge weißte :roll:
 
es glaub nicht das es gleichgültig war sondern unbedacht... wenn er auf die Idee gekommen wäre das sone Scheiße überhaupt passieren könnte dann denke ich wäre er da nicht rüber gefahren

Ich glaube das gab es früher zumindest bei der NVA für LKW Fahrer...

Fahren auf Gleisen.

Aber NICHT mit nem Auflieger wo 30 Tonnen Schüttgut drauf sind.

Ich mein, wenn das Fabriktor zu ist, was erhofft er sich dann, wenn er andersrum auf das Gelände kommt?

Ist doch eh keiner da...

gruss kelle!
 
Riskant**

@ Kelle genau das meine ich auch..das Tor war noch zu da kannste nicht einfach auf die Gleise fahren und hoffen das da eventuell ne einfahrt offen ist**

@ losehai...

man kann es auch ins lächerliche ziehn ganz klar...aber das war kein Spass was der Fahrer sich da erlaubt hat und der glaube das es kein Zug geben wird ist irrsinn.....

ich bin seit 21 JJahren LKW fahrer und habe vor manch verschlossenen Tor gestanden wo nebenbei Gleise verlaufen..ich würd mir im Traum nicht einfallen lassen deshalb darauf zu fahren schon garnicht mit dem LKW das kann nie gut gehen**
 
@ losehai...

man kann es auch ins lächerliche ziehn ganz klar...aber das war kein Spass was der Fahrer sich da erlaubt hat und der glaube das es kein Zug geben wird ist irrsinn.....

ich hab einen Satz von Dir ins Lächerliche gezogen aber nicht die Sache an sich...

ich glaub einfach nicht das die Sache aus Vorsatz passiert ist, find ich einfach unwahrscheinlich und es widerspricht meinen Erfahrungen....

ich erlebe aber nun wirklich zu oft das Mensche wirklich, wirklich dumme und leichtsinnige Dinge tun z.B. weil sie sich des großen Risikos nicht bewusst sind wohl aber des kleinen Vorteils - und daher ordne ich es da auch ein
 
Na ja. Juristisch wird es vielleicht "nur" grob fahrlässig gewesen sein. Aber einen gewissen Beigeschmack von "billigend in Kauf nehmen" hat das ganze schon. Wer fährt denn bitte, ob nun mit einem PKW oder mit LKW in das Gleisbett?
 
Riskant**

@ Losehai..

die erfahrung zeigt das nichts ist wie es ist**man kann nicht in Menschen hinein sehen...was auch immer sein Gedankengang war es war wahnsinn und unverantwortlich und es ist nicht entschuldbar....

er hat so gehandelt um ein Vorteil zu suchen auf das verschlossene Gelände zu gelangen ich muss auch sagen das ich diese ecke sehr gut kenne ich komme ganz aus der nähe und fahre dort täglich vorbei...

es war ein Himmelfahrtskomando was er dort versuchte**
 
Riskant**

@Losehai..

ich hoffe du verstehst was ich meine? das ist absicht gewesen und nicht nur grob fahrlässig und ein schwerer eingriff in den Schienenverkehr**