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25 April 2006
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[N] Koma-Patientin darf nach 17 Jahren sterben

Folgende News wurde am 03.02.2009 um 14:35:05 Uhr veröffentlicht:
Koma-Patientin darf nach 17 Jahren sterben
DPA-News

Rom*(dpa) - Eine seit 17 Jahren im Wachkoma liegende Italienerin darf jetzt sterben. Die 38-jährige Eluana Englaro wurde in der Nacht zum Dienstag aus einer Klinik im lombardischen Lecco in ein Altersheim in Udine transportiert, berichteten italienische Medien am Dienstag. Dort soll in den nächsten Tagen die künstliche Ernährung und Flüssigkeitszufuhr schrittweise verringert werden. Der Sterbeprozess könne 15 Tage dauern, schätzten Experten. Damit ist die Sterbehilfedebatte in Italien wieder voll entbrannt. Die Kirche der Region kündigte Betwachen vor der Klinik an. Vor Abfahrt des Krankenwagens kam es zu heftigen Protesten von Sterbehilfe-Gegnern, die spontan eine Nachtwache organisierten. Spruchbänder wie «Wach auf, Eluana, man will dich umbringen» empfingen den Krankentransport im friaulischen Udine. *«Haltet diese Mörderhand auf», protestierte auch der vatikanische Gesundheitsminister, Kardinal Javier Lozano Barragan, in einem am Dienstag veröffentlichten Appell. Die künstliche Ernährung zu unterbrechen, komme «einem verabscheuungswürdigen Mord gleich», sagte der Kardinal. Papst Benedikt XVI. hatte sich immer wieder - zuletzt am vergangenen Sonntag - gegen die Sterbehilfe ausgesprochen. Sie sei die «falsche Lösung» und käme Euthanasie gleich. *Eluana war 1992 nach einem Unfall ins Koma gefallen. Ihr Vater hatte jahrelang vergeblich darum gekämpft, die künstliche Ernährung seiner Tochter einstellen zu dürfen. Vor allem der Vatikan hatte sich immer wieder dagegen ausgesprochen. Bereits im vergangenen November hatte das oberste italienische Berufungsgericht in letzter Instanz entschieden, die künstliche Ernährung der Italienerin könne eingestellt werden. *Die Aufnahme in eine andere Privatklinik in Udine und später in ein öffentliches Krankenhaus in der Lombardei, das sich bereiterklärt hatte, die Koma- Patientin in den Tod zu führen, war jedoch zunächst am italienischen Gesundheitsministerium gescheitert. Während linke Politiker Respekt für das Leiden der Familie einforderten, erklärte der italienische Gesundheitsminister Maurizio Sacconi, man sei dabei, «die Sachlage formal auf ihre Rechtmäßigkeit zu prüfen». Sacconi hatte bis zuletzt per Dekret und Androhung finanzieller Konsequenzen versucht, die Ausführung der gerichtlich genehmigten Sterbehilfe zu verhindern. «Das entscheidende Problem liegt in der zuverlässigen Ermittlung des Patienten-Willens», erklärte Eugen Brysch, Geschäftsführer der Deutschen Hospizstiftung, der Deutschen Presse-Agentur dpa. «Wir brauchen in Italien wie auch in Deutschland und in ganz Europa ein Gesetz, das die prozeduralen Schritte zur Feststellung des Patienten- Willens festlegt», so Brysch. Andernfalls bestehe die Gefahr, dass nach persönlichen Wertvorstellungen entschieden werde. Vater Englaro hatte immer wieder betont, Eluana habe ihm vor ihrem Unfall gesagt, in einem solchen, von Ärzten als «irreversibel» bezeichneten Zustand, doch lieber sterben zu wollen. Bisher sind in Italien im Unterschied zu Deutschland, wo es ein Recht auf passive Sterbehilfe gibt, sowohl die aktive als auch die passive Sterbehilfe verboten. Verstärkt ist deshalb wieder die Einführung einer Patientenverfügung im Gespräch.
 
Sterbehilfe = Mord

Also, ich bin ein absoluter Gegner der Sterbehilfe, ganz egal wie diese praktiziert wird - nicht etwa aus religiösen (halte nichts von der Religion), sondern aus rein biologischen Gründen. Nämlich: so lange man am Leben ist, gibt es immer eine Chance! Dies war schon ziemlich oft der Fall gerade bei Komapatienten. Im Falle, dass mir so etwas zustoßen sollte (was man natürlich nie hofft), würde ich keineswegs wollen, dass man mich einfach so aufgibt. Es ist ja so leicht zu sagen "das hat keinen Wert mehr" - doch, hat es!

Leider merke ich, dass es viele solche gibt, die die Sterbehilfe befürworten, weil sie wohl lieber den Weg des geringeren Widerstands gehen. Traurig! Das Leben ist so kostbar und man hat ja nur dieses eine - das wirft man doch nicht einfach so weg. Noch trauriger finde ich es, zu behaupten, dass man dem Betroffenen quasi "einen Gefallen tut", indem man ihn/sie "friedlich gehen lässt". Da will man ja noch das Töten als etwas Humanes darstellen! Geht's noch??

Als ich noch sehr klein war hatte ich "Neuroblastom" - eine tödliche Krebserkrankung von welcher auch heute noch viele Kinder sterben. Und ich lag auch da, ohne Bewusstsein. Wenn mein Vater damals so gedacht hätte (wie so manche "Befürtworter"), dann könnte ich jetzt diese Zeilen nicht schreiben. Ich weiß also wovon ich rede. Und ich danke meinem Papi, dass er an mich geglaubt hat, mich nicht aufgegeben hat, sondern zusammen mit mir den Kampf gegen das Sterben aufgenommen hat - wie man sieht: mit Erfolg!
 
wie viele Jahre hast du denn im Koma gelegen?

Im grunde wäre es gut wenn jeder das für sich alleine entscheiden könnte, aber das geht ja meist nicht und ich glaube nicht das die Angehörigen sich das einfach gemacht haben. Sowas zu entscheiden muss echt hart sein.

ich möchte nicht 17 Jahre im Koma liegen.
 
Noch trauriger finde ich es, zu behaupten, dass man dem Betroffenen quasi "einen Gefallen tut", indem man ihn/sie "friedlich gehen lässt". Da will man ja noch das Töten als etwas Humanes darstellen! Geht's noch??

Mir würde man damit einen Gefallen tun.
Nach 17 Jahren, wenn du noch aufwachen solltest, biste ein Pflegefall. Sowohl aus psychischer als auch physischer Sicht.
Ich hab sowas bereits vorab geklärt, dass ich in so einem Fall einen schnellen friedlichen Weg aus dem Leben finde.

Oder auch wenn ich mir Menschen im Wachkoma, psychisch Schwerstbehinderte, oder andere Menschen ansehe, die ihr Leben lang auf die Hilfe fremder angewiesen sind.
Da würd ich mir nur wünschen, schnellstmöglich zu Sterben.

Denn sowas hat meines Erachtens nichts mit Leben sondern dahinvegetieren zu tun. Was kann man an so einem Leben noch genießen?

Meine Meinung - aber zum Glück hat jeder seine Eigene.

MfG
Duff
 
Vesna1966 das ist Deine Meinung zu dem Thema, und das muss man akzeptieren.Aber in dem Fall kann man sicher nicht von "Das Leben einfach so wegwerfen" reden.
Ich befürworte die Sterbehilfe bestimmt nicht.Aber ich finde, man muss den Angehörigen zugestehen,ein so schwere Entscheidung zu treffen.
 
Es ist etwas anderes, ob Kinder eine Hirnerkrankung haben, denn bei Kindern ist das Gehirn noch sprichwörtlich formbar und kann erstaunlich viele Schäden kompensieren.

Ganz anders liegt der Fall jedoch hier, nach 17 Jahren ist einfach zuviel kaputt, von den degenerativen Veränderungen im Körper nach so einer langen Liegzeit (wie z. B. die Verkürzung der Sehnen und Bänder; die Hände krümmen sich ein und die Füße strecken sich) einmal abgesehen.
Außerdem frage ich mich, mit welchem Recht all diese Leute dagegen protestieren. Sie kannten diese Frau nicht und wissen nicht, was diese in solch einem Fall gewollt hätte.

Es mag sein, dass es erstaunliche Vorfälle gegeben hat, jedoch ist ein Erwachen aus einem so langen Wachkomazustand nicht zu erwarten, und wenn diese Lebensbejaher noch solange daneben sitzen und beten.
 
Es ist etwas anderes, ob Kinder eine Hirnerkrankung haben, denn bei Kindern ist das Gehirn noch sprichwörtlich formbar und kann erstaunlich viele Schäden kompensieren.


Ähm, ich hatte nicht gesagt, dass es eine Hirnerkrankung war. Neuroblastom hat zwar mit Nerven etwas zu tun, kann aber alle Nerven im ganzen Körper befallen. In meinem Fall waren die Nerven im Rücken betroffen, bis hin zum Rückenmark. Mein Gehirn war und ist, zum Glück, voll ok :)
 
Wenn jemand in jedem Fall am Leben erhalten werden will, weil theoretisch noch eine Chance besteht, dann soll er das. Jedoch sollte auch jeder das Recht haben, darauf zu verzichten.

Kategorisches Ablehnen von Sterbehilfe halte ich für grausam und ungerecht. Ein geistig gesunder Mensch, der die Chancen, dass alles wieder gut wird, kennt, kann frei über sein eigenes Leben verfügen. Ob er es wegwirft, ist seine Sache. Es ist für micht essenzieller Teil der Menschenwürde, dass das Leben niemanden ausser dem Menschen selbst dient und dass es keinen Selbstzweck erfüllen muss. Meines Erachtens hat der Staat kein Recht Sterbehilfe absolut zu verbieten, er dürfte lediglich sicherstellen, dass der Wille des Betroffenen frei von Irrtümern ist.

Kann jemand den Willen nicht mehr äussern, ist die Sache schon schwieriger. Eine vorab abgegebene Erklärung ist jedenfalls zu beachten. Sollten Andere entscheiden müssen, kann einerseits eine andere Motivation dahinter liegen (kann auch nur z.B. sein, dass sie es nicht mehr mit ansehen können, auch das rechtfertigt keine Tötung), andereseits können sie den hypothetischen Willen des Betroffenen nur erahnen.
 
Und ich lag auch da, ohne Bewusstsein.

wie viele Jahre hast du denn im Koma gelegen?

Hast du wohl überlesen ;)


Ich bin für eine aktive Sterbehilfe, denn wie bereits erwähnt wurde, sind bei Komapatienten die physischen und psychischen Schäden enorm, sollten sie nach Jahren wieder aufwachen. Außerdem gibt es ja auch andere Patienten, die nicht mehr leben wollen. Wieso sollten sie nicht über ihr Leben frei entscheiden können? Wer nicht mehr will, kann sich das Leben nehmen, aber wer so krank ist, daß er selbst das nicht mehr schafft, dem sollte geholfen werden, insofern er den Wunsch äußert.
 
Abbiamo deciso di trattare il tema dell’eutanasia, che è un problema molto discusso nel nostro tempo nella nostra società, perché abbiamo letto un articolo sulla homepage del Corriere della Sera, nel quale c’è scritto che il Papa due giorni fa durante l'Angelus di domenica in piazza San Pietro si è espresso proprio su questo tema.
Secondo il Papa Benedetto XVI “l'eutanasia è una falsa soluzione al dramma della sofferenza, una soluzione non degna dell'uomo” e “la vera risposta non può essere, infatti, dare la morte, per quanto "dolce", ma testimoniare l'amore che aiuta ad affrontare il dolore e l'agonia in modo umano”.
La parola “eutanasia” vuol dire buona morte e viene dal greco ευθανασία, composta da ευ-, bene e θανατος, morte ed è la pratica che consiste nel procurare la morte nel modo più indolore e rapido ad un uomo o ad un animale affetto da una malattia incurabile ed allo scopo di terminare la sofferenza.
Noi abbiamo analizzato le opinioni su questo tema e abbiamo visto che si dividono in due parti: una parte per l’eutanasia e l’altra contro.
La parte contro consiste soprattutto di sostenitori della chiesa cristiana, comunque del Papa. Si allineano alla bibbia, nella quale non si trovano riferimenti espliciti alla pratica dell’eutanasia ma dove c’è scritto dei principi dell’inviolabilità della vita umana e della dignità di ogni persona, creata come immagine e somiglianza di Dio. Per questo motivo i sostenitori della chiesa non accettano l’eutanasia come soluzione e termine del dolore e la considerano un’offesa verso Dio. Anche in tante altre religioni l’eutanasia viene spesso vista come un tipo di omicidio e l'eutanasia volontaria come un tipo di suicidio. Anche i medici dovrebbero essere contro l’eutanasia, perché ogni dottore deve giurare su una variante del Giuramento di Ippocrate, che esclude esplicitamente l’eutanasia. Poi c’è ancora il fatto che l'eutanasia può essere considerata "volontaria" soltanto se il paziente è pienamente consapevole per prendere la decisione e spesso la piena consapevolezza può essere difficile da definire.
La gran parte dei sostenitori della parte a favore dell’eutanasia invece è dell’opinione, che in tanti casi è meglio spegnere la vita di una persona, perché in quel modo si può anche terminare la sofferenza della stessa. In certi casi quella può essere incomprensibile, anche se trattata con analgesici e spesso nascono anche dei problemi psichici, perché i pazienti hanno perso la loro indipendenza. Per quello la società non dovrebbe forzarli a supportare queste difficoltà, siccome, secondo il principio democratico, ogni uomo è libero nelle sue opinioni e può prendere le proprie decisioni.

Secondo la nostra opinione l’eutanasia in generale non è una pratica o soluzione giusta per terminare il dolore e la sofferenza di una persona. Diciamo “in generale”, perché esistono tantissimi fattori che si devono tener presente. Noi pensiamo, che l’eutanasia sia giustificata solo se la persona stessa ha la possibilità di decidere fra dolore o morte. Un medico, un giudice o anche un membro della famiglia non sono autorizzati di decidere sulla vita degli altri, perché questo, secondo noi, è un omicidio. Immaginando che una persona non ha più la capacità di fare questa decisione, a causa di fattori psicologici o anche fisici, pensiamo che il dottore debba provare tutto a tenerlo in vita.
...ist unser italienisches Kurzreferat, welches wir neulich in der Schule halten mussten. Ich wil leuch das jetzt nicht alles übersetzen, aber wir sind dagegen, weil keiner über das Leben eines anderen entscheiden darf. Wir sind nur dann pro Euthanasie, wenn der Pazient selbst die Entscheidung treffen kann und zwar nur, wenn er noch sowohl physisches als auch psychisches Entscheidungsvermögen besitzt.
 
Wir sind nur dann pro Euthanasie, wenn der Pazient selbst die Entscheidung treffen kann und zwar nur, wenn er noch sowohl physisches als auch psychisches Entscheidungsvermögen besitzt.

Woher will irgendjemand wissen (außer ggf. Familie oder enge Freunde), dass das Abschalten der Geräte nicht in ihrem Sinne wäre?
Ich finde dieses drauf rumpochen: "wenn er sowohl physisches als auch psychisches Entscheidungsvermögen besitzt" ist zu einfach.

Die Frau war 21 Jahre alt, als es passierte und in dem Alter denkt man über Patientenverfügung usw. nicht nach.
Ich weiß, was es bedeutet, wenn jemand im Koma liegt und wenn auch nur für 6 Wochen, so waren doch die körperlichen und seelischen Beschwerden danach verheerend. Ich mag mir überhaupt nicht ausmalen, was es heißen würde, nach 17 Jahren wach zu werden.
 
Da man die betroffene Frau nicht fragen kann, hat man also auch nicht das Recht zu sagen "sie darf sterben". Auf was oder wen bezieht sich dieses "darf"? Ihre Eltern haben sie schon längst aufgegeben, ja man kann sogar sagen "lebendig begraben". Nun wollen sie die Tochter auch "endlich" richtig begraben, da für sie die eigene Tochter sowieso nur "Geschichte" ist. Dass ist das sehr traurig finde, dass sogar die Eltern (die eigentlich für die Tochter immer da sein sollen) ihre Tochter im wahrsten Sinne des Wortes "loswerden wollen" - muss man, glaub ich, nicht extra erwähnen.

Ich finde, dass man die betroffene Frau, am Leben lassen soll. Wem schadet es denn, wenn sie noch weiter lebt? Und wer gibt sich das Recht, für sie über ihr Leben und/oder Tod zu entscheiden? Wer sagt denn, dass die Frau wirklich sterben will?
 
Wer sagt denn, dass die Frau wirklich sterben will?

Und wer will wissen, dass sie es nicht vielleicht wollen würde?

Wie kannst du eine Familie verurteilen, die du überhaupt nicht kennst. Wie kannst du jemanden verurteilen, wenn du in dieser Situation nicht steckst? Wie kannst du es dir anmaßen, zu erklären, dass sie ihre Tochter abschieben, wegwerfen oder vergessen wollen? 8O
Niemals im Leben würde ich eine Familie verurteilen, die in so einer Situation steckt. Du kannst es gar nicht beurteilen, welch ein Schmerz es sein kann, einen geliebten Menschen in dieser Situation zu sehen. Immerhin in diesem Fall geht die Geschichte schon 17 Jahre!
 
Wie kannst du eine Familie verurteilen, die du überhaupt nicht kennst. Wie kannst du jemanden verurteilen, wenn du in dieser Situation nicht steckst?

Und wie kannst Du, aus dem selbigen Grund, jemanden sogar zum Tode verurteilen, obwohl Du auch nicht weißt, ob er/sie dies überhaupt will? Ich weiß, dass die Frau sich derzeit nicht darüber äußern kann, ob sie weiter leben will oder nicht. Du scheinst Dir aber sicher zu sein, dass sie es nicht will?! Wie kannst Du das bitte begründen? Weil Du vielleicht in ihrer Lage es so gewollt hättest? Oder hast Du vielleicht doch mehr Argumente, warum man jemanden ins Jenseits befördern sollte?
 
Und wie kannst Du, aus dem selbigen Grund, jemanden sogar zum Tode verurteilen, obwohl Du auch nicht weißt, ob er/sie dies überhaupt will? Ich weiß, dass die Frau sich derzeit nicht darüber äußern kann, ob sie weiter leben will oder nicht. Du scheinst Dir aber sicher zu sein, dass sie es nicht will?! Wie kannst Du das bitte begründen? Weil Du vielleicht in ihrer Lage es so gewollt hättest? Oder hast Du vielleicht doch mehr Argumente, warum man jemanden ins Jenseits befördern sollte?

Ich stand schon mal vor so einer Entscheidung. Von daher kann ich es einigermaßen einschätzen, wie schwer es für die Familie ist und wie schwer im Allgemeinen so eine Entscheidung ist.
Und ich sage nicht, dass sie es will, sondern ich fragte, wer es entscheiden will ob oder ob sie es nicht wollen würde. Das ist ein Unterschied. Fast jeder, der sich gegen die Abstellung der Geräte äußert, ist der Meinung, dass sie leben sollte. Niemand stellt sich die Frage, wie sie ggf. in dieser Situation entscheiden würde. Von daher habe ich geschrieben, dass es vielleicht die Familie oder enge Freunde wissen würden, weil die mit ihr gelebt haben und man hat vielleicht schon mal über so etwas gesprochen.

Wie ich z.B.
Meine Tochter weiß ganz genau, wie ich etwas haben möchte und sie weiß auch, dass sie niemals vor so eine Entscheidung gestellt wird. Wir haben das durch, wir wissen, wie es laufen kann. Und deshalb bin ich gerade dabei, alle Eventualitäten mit mehreren Ärzten durchzusprechen, um dementsprechend so einem Fall vorzubeugen, dass sich vielleicht irgendwann irgendwelche andere Menschen über meinen Fall unterhalten und vielleicht noch meine Tochter beschimpfen, nur weil sie eine Abstellung der Geräte befürwortet - vor allen Dingen, weil sie eine von den Wenigen ist, die weiß, was ihre Mutter gewollt hätte!
 
Dann finde ich es gut, dass wir uns doch noch einigen konnten. Du weißt was Du willst, Deine Familie auch - und das ist gut so. Meine Familie und ich wissen auch, dass wir, sollte jemanden von uns etwas ähnliches zustoßen, uns für die Erhaltung des Lebens einsetzen, weil wir alle denken, dass so lange man lebt, alles noch möglich ist (auch medizinisch, versteht sich) - und das ist auch gut so.

Da sind wir uns also einig und, auch wenn wir gegensätzliche Aspekte vertreten, jeder tut wie er/sie es für richtig hält - gut so!

Das was wir beide aber nicht wissen ist, wie diese Frau denkt. Aus diesem Grund sagt eben jeder von uns seine Meinung, wie er/sie es tun würde wenn sie direkt betroffen wäre. Das einzige was ich noch anmerken kann ist, dass - gerade weil keiner von uns weiß was die Frau wollen würde, gewollt hat etc. und auch ihre Familie kann ich mir nicht vorstellen, dass sie sich 100% sicher sind, dass síe sterben will, weil sie war 21 als der Unfall passierte, also in einem Alter in dem man nicht an so etwas denkt - und da kann ich mir echt schwer vorstellen, dass die Frau damals gesagt haben soll " bitte tötet mich falls ich mal ins Koma falle". Dafür spricht auch die Tatsache, dass - wenn sie es tatsächlich damals angeblich gewollt hätte - dann hätten die Eltern nicht 17 Jahre lang gewartet... So meine Meinung...
 
Niemand. Und nu? Sterben oder leben? Wenn sterben - warum? Wenn leben - warum?
Welche Vor- oder Nachteile hat wer wenn sie lebt und und welche wenn das Gegenteil passiert?
Darüber kann man sich sicherlich streiten. Trotzdem bekenne ich mich als Befürworter des Lebens und ein Gegner des Sterbens.