Ist das Leben schön?

Mh, das Leben kann dann schön sein, wenn man sich nicht mit den grundlosen Zickereien einer Frau herumschlagen muss, die man eigentlich liebt, ihr aber so manches mal gerne den Kopf abreißen würde... :roll:
Vielleicht will sie nur ein "Ich liebe/mag dich!" hören. Frauen sind das Schönste und Beste auf der Welt. Sie will dich nicht foltern, sie will dich.
Grob ausgedrückt soll das heißen, dass es eine Phase von einigen Wochen oder sogar Monaten gibt, wo alles perfekt läuft, wo das "Leben" richtig Spaß macht und ich mich richtig glücklich fühle. Dann kommt das Tief. Dauert ebenfalls entweder Wochen oder Monate an, wo alles nicht so klappt wie es soll, wo sich die Probleme nur so häufen und man lieber ganz verschwinden möchte. In dieser Zeit bin ich natürlich alles andere als glücklich. Nach dieser Phase kommt dann wieder ein Hoch und genau so führt sich das schon seit Jahren bei mir fort.
Du hast das Glück das noch so vieles Neu ist. Du stößt unbefangen an Situationen, die dich durch Erfolg oder Niederlage prägen. Das wird noch komplizierter, denn später gleichst du ab und jeder Abgleich wird gesteuert durch eine Befangenheit, doch die Situationen sind nie gleich, sie sind oft aber ähnlich. Also kann ich nur empfehlen, auch die Erfolge zu hinterfragen.
Vielleicht ein kurzes Beispiel. ...
Deine erste große Krise. Stecke den Kopf nicht in den Sand, ich hab es damals gemacht und bin nun ein Totalversager, der praktisch bei 0 wieder anfängt. Wobei ich diesmal von Grundauf versuche neu aufzubauen. Ich habe damals auch einen recht guten Start gehabt. Ausbildung, Bund (beim Bund AdA gemacht), dann in ein gutes Unternehmen gerutscht (mit Glück), mich dort behauptet, parallel mit Meister angefangen, spritzige 24 Jahre alt gewesen, stand voll im Saft, alles lief sehr gut und dann durch eine ähnliche Verkettung von unglücklichen (unvorsichtigen) Ereignissen, voll auf die Schnauze gefallen. Ich schreibe nicht gerne darüber, wer schreibt schon gern über Misserfolge, aber es war ähnlich wie in deiner Situation und ich habe den Kopf in den Sand gesteckt. Ich habe damit Jahre verbrannt und auch Lebensqualität verbrannt.

Jetzt, wo ich neu anfange, wird mir das alles bewusst. Ich könnte heulen, wenn ich mir überlege, wie ich die Zeit hätte nutzen können. Auf der anderen Seite bin ich froh, weil diese Krise, welche ja jetzt immer noch da ist, mich nicht klein kriegt. Ich könnte jederzeit "Stop" rufen und mir sagen, ich hör auf und finde mich ab. Ich sage mir OK, du hast es verkackt und es ist jetzt aus. Du musst jetzt dein Leben lang den Scheiß machen, worauf andere erstens keinen Bock haben und zweitens auch noch ihre Fehlentscheiden wegarbeiten. Ich könnte sagen, OK, ihr habts geschafft, ich mache was ihr wollt. Ihr habt mich geformt und ich schenke euch 33-40% meiner Zeit, über die ihr frei verfügen dürft.

Was ich dir sagen will, lass dich nicht verbiegen und noch viel wichtiger, lass dich nicht, durch dich selbst fertig machen. Das ist das Schwerste. Wenn du selbstkritisch bist, das bist du ja, sonst würdest du dich selbst und dein Leben nicht hinterfragen, dann läufst du immer Gefahr, dich selbst durch deine Kritik an dir selbst zu zerbrechen.

P.S.: Helfen kann ich dir durch mein Posting nicht, kann dir nur sagen wie es bei mir ist und war.