News Google: Bundesregierung will häufig Inhalte löschen lassen

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25 April 2006
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Folgende News wurde am 21.04.2010 um 11:34:19 Uhr veröffentlicht:
Google: Bundesregierung will häufig Inhalte löschen lassen
IT-News

(AFP/jj) SAN FRANCISCO - Die Bundesrepublik Deutschland hat beim US-Internetkonzern Google weltweit mit am häufigsten die Löschung bestimmter Inhalte beantragt. Von der Bundesregierung habe Google in der zweiten Jahreshälfte 2009 insgesamt 188 entsprechende Anfragen erhalten, teilte der Konzern am Donnerstag (Ortszeit) bei der Vorstellung eines neuen Analyseinstruments zur Darstellung von Regierungsanfragen mit. Nur Brasilien habe die Löschung von mehr Daten beantragt und insgesamt 291 Anfragen an Google gerichtet. Auf Platz drei landete demnach Indien mit 142 Anfragen, auf Platz vier die USA mit 123 Gesuchen. Für die China, das sich im Konflikt mit Google befindet, lagen demnach keine Zahlen vor.
Die neue Google-Internetseite zu Regierungsanfragen gebe auch Auskunft darüber, wie oft Regierungen Informationen über Google-Nutzer eingeholt hätten, teilte der Konzern mit. Auch hier führte Brasilien den Angaben zufolge mit 3. 663 Anfragen zu Informationen aus Google-Nutzerkonten die Rangliste an, gefolgt von den USA mit 3. 580 Anfragen und Großbritannien mit 1166 Gesuchen. Deutschland belegte den siebten Platz mit 458 Anfragen. Der Großteil der Gesuche bezog sich demnach auf Information, die für polizeiliche Ermittlungen angefragt wurde.
Wie Google unter Berufung auf Daten der Internetinitiative OpenNet Initiative mitteilte, stieg die Zahl der Regierungen weltweit, die Zensur im Internet ausüben von insgesamt vier im Jahr 2002 auf mittlerweile 40. Der Internetkonzern kündigte an, die statistischen Angaben zu den Regierungsanfragen halbjährlich aktualisieren zu wollen.
Brief an Eric Schmidt
Unterdessen forderte eine weltweite Initiative von Datenschützern Google auf, die Privatsphäre seiner Nutzer besser zu schützen. Vertreter von Datenschutzbehörden aus zehn Ländern - neben Deutschland gehörten dazu unter anderem Kanada, Frankreich, Großbritannien und Spanien - richteten sich mit einem Brief an Google-Chef Eric Schmidt. "Während wir Lippenbekenntnisse von Unternehmen wie Google zum Datenschutz hören, sehen wir diesen nicht immer berücksichtigt, wenn die Unternehmen neue Produkte vorstellen", sagte Kanadas oberste Datenschützerin Jennifer Stoddart.
Google hatte erst kürzlich sein soziales Online-Kontaktnetzwerk Buzz an den Start gebracht. Zahlreiche Google-E-Mail-Nutzer übten daran teils heftige Kritik, weil sie ohne spezielle Zustimmung Mitglieder in dem Netzwerk wurden. Kritisiert wurde auch, dass mitunter öffentlich ersichtlich war, mit wem die Nutzer in Kontakt standen. Google kündigte daraufhin Nachbesserungen an.
 
Ob man irgendwie rausbekommen kann um welche Themeninhalte es sich bei den gesperrten Inhalten handelt? Würde mich interessieren ob das Dinge sind die aus der Politik kommen.
 
94,1 Prozent der deutschen Löschanträge kam Google nach, zumindest teilweise. Darunter zehn gegen Googles Dienst Blogger, von denen drei auf gerichtlichen Verfügungen basierten. Google Suggest traf es mit gerichtlicher Verfügung viermal, Google Video zweimal ohne und die Bildersuche einmal mit Verfügung. Vor allem aber gegen die Google Suche wurden in Deutschland Löschanträge gestellt, 94 auf Basis einer gerichtlichen Verfügung, vier ohne diese. Anders das Verhältnis bei Youtube: Hier gab es drei Löschanträge mit gerichtlicher Verfügung und 70 ohne.
Quelle: https://www.golem.de/1004/74624.html

Überblick findest du hier: https://www.google.com/governmentrequests/
Finde ich als eher nicht so schlimm. ;)
 
Was war denn auf den Seiten?

Mir gefällt nicht, dass hier alles Zensiert werden muss...

Dinge, die gegen geltendes Recht verstoßen. Den Link hat Maastaa doch gebracht.

Jetzt kannst du eins und eins zusammenzählen, um was es sich da handeln könnte: Urheberrechtsverletzungen, Beleidigungen,... die Liste ist recht lang.
 
Ja wenn man sich den Spiegel Artikel durchliest, wird auch klar, warum der Rechtsstaat Deutschland so weit vorne liegt.