Geld u. Krankenhaus

Peoples

Well-known member
4 Dezember 2008
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Hallo Leute,

ich möchte vorweg gleich mit meinen Anliegen beginnen.
Und zwar dreht es sich um das Thema Geld und Krankenhausaufenthalt.

Im Mittelpunkt steht meine Freundin, 21 Jahre, Ausbildung zur fachärztlichen Assistentin beim HNO (Hals-Nasen-Ohrenarzt), wohnt bei ihrer Mutter, die selbst berufstätig ist.
Ihr Vertrag sieht so aus, dass sie ihr Ausbildungsgeld von einer gewissen Kammer erhält in Höhe von gerade mal 236 EUR, zahlt natürlich keine Lohnsteuer, aber auch keine Sozialabgaben. Brutto ist wie netto 236 EUR. Ihr Arbeitsgeber, also die HNO-Praxis hat an sich also keinerlei Kosten in dem Sinne.
Nun folgendes:
Vorherige Woche hat sie sich im Krankenhaus die Mandeln wegoperieren lassen. Befunde und sonstige über die chronische Krankheit liegt alles vor.
Nun sieht das Gesetz es vor, dass jeder Patient im Krankenhaus pro Tag 10 EUR an die Krankenkasse zahlen muss. Da sie 5 Tage lag im Hospital, muss sie denn nun 50 EUR an das Krankenhaus zahlen, welches das Geld sodann weiter an die Krankenkasse weiterleitet.
So weit so gut.
Mein Problem:
Ich kann mir nicht ganz vorstellen, dass Leute bei so einem geringen Verdienst diese Kosten wirklich allein tragen müssen. Wiederum zahlt sie allerdings auch keine Sozialabgaben.

Wisst ihr vielleicht , was hier nun greift oder man sich das Geld irgendwer wiederholen kann?
 
Geringverdiener bekommen ggf. einen Teil von der Krankenkasse zurück. Sie muss sich da mal bei ihrer Krankenkasse erkundigen. Ich meine mich zu entsinnen, dass sie max. 2% ihres Gehaltes (bzw. 1% bei chronisch kranken, zu denen sie aber mit Mandelentzündung nicht zählen wird) zuzuahlen muss. Alles was drüber geht, kann sie zurückerstattet bekommen. (Ist allerdings auf Jahr gesehen, was aber wiederum auch heißt, dass die 10 Eur Praxisgebühr z.B. auch drunter fallen.) Allerdings gibt es auch bei der Regelung ein "Mindesteinkommen". War zumindest bei mir im Studium so, die haben halt gesagt, dass ich zwar Summe x verdiene, aber da das zum Leben nicht reichen würde ich bestimmt auch von den Eltern oder so was bekommen würde und daher haben die dann Summe y zugrunde gelegt. Davon dann 2% und was ich mehr gezahlt habe, hab ich zurückbekommen.

Ist aber schon etwas her. Aber Ansprechpartner ist auf jeden Fall ihre Krankenkasse...
 
Wie mein Vorposter schon gesagt habt, Sie soll sich bei Ihrer Krankenkasse erkundigen.
Niemand wird sein ganzes Geld weggenommen, und wenn Sie noch in der Ausbildung istb bzw so gering versient, kann Sie sicher sein das Sie zumindestens nicht alles bezahlen muss.
Ich kann Grundsätzlich eine Unfallversicherung empfehlen welche auch Krankenhaustagegeld zahlt, damit sind die Kosten dann gedeckt.
 
Hat deine Freundin irgentwelche versicherungen????
Weil ich bin so abgesichert das ich garnichts zahlen muss ganz im Gegenteil ich bekomm noch was dafür.
Gruss duke2605
 
Hat deine Freundin irgentwelche versicherungen????
Weil ich bin so abgesichert das ich garnichts zahlen muss ganz im Gegenteil ich bekomm noch was dafür.
Gruss duke2605

So kannst du das auch nicht sagen. Zahlen musst du aber du bekommst von deiner Versicherung Geld das du im Krankenhaus wars, damit kannst du die Kosten locker begleichen.
 
die kriegt eine befreiung von der kasse für sämmtliche zuzahlungen - ist eigentlich für alle azubis so. es mag ausnahmen geben - aber bei unter 300euro - die ist garantiert von allem befreit - wie sozialhilfeempfänger - die sind auch befreit.
 
Im Allgemeinen sind Zuzahlungen nur bis zu 1% vom Nettoverdienst zumutbar. Jedenfalls ist das so bei Medikamenten.

Was anderes. Ich hab ganz schön doof geguckt als ich den Verdienst deiner Freundin gesehen hab. Das ist ja echt mies. Da hab ich als Azubi im ersten Lehrjahr mehr verdient und das war vor etwa 20 Jahren. Finde das richtig unfair, das junge Menschen, welche später für das Wohl anderer sorgen sollen nicht mal anständig bezahlt werden. Ihre Arbeit muss sie ja sicherlich auch zu mindestens 100% machen...

Nur noch ein Wort zu den Kosten für den HNO. das ist nicht ganz richtig, dasss er keine Kosten im dem Sinne hat. Es koset sicherlich ne Menge wenn man wen ausbildet. Zeit, Prüfungsgebühren, Material usw.