Geblitz -> Zeugnisverweigerungsrecht??

nappy_roots

Well-known member
21 April 2006
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Hi,

also ich wurde demletzt mal geblitzt, lt. Regierungspräsidium mit 23km/h zuviel. Das gibt ja soweit ich weiss rund 65 euro und 1 punkt strafe.

Das Auto is natürlich auf meine Mutter zugelassen und die könnte ja vom Zeugnisverweigerungsrecht gebrauch machen.

Nun meine Frage: was würde dann passieren? Würde sie die Strafe bekommen oder werden dann weitere Ermittlungen durchgeführt die dann wahrscheinlich ja noch mehr kosten, als die Strafe jetzt?

Im Internet find ich nur Erklärungen, wann das Gesetz angewendet werden kann und nicht, was die Folge davon ist.

Danke!
:)
 
Also, wenn du (männlich), auf dem Foto zu sehen bist bei einem Auto, das auf Frau ... zugelassen ist, bekommt sie einen Zeugenfragebogen.
Den hat sie auszufüllen. Den Fahrer werden sie schon ermitteln, keine Angst. Passbild ist ja hinterlegt bei der Führerscheinstelle.
Sollte, was in deinem Fall nicht zu erwarten ist, der Fahrer nicht zu ermitteln sein, kann ihr die Führung eines Fahrtenbuches auferlegt werden (mindestens ein Jahr lang)
Hinzukommen natürlich die Kosten der Ermittlung und ggf. eines Verfahrens vor Gericht
 
In Deutschland ist es so:

Deine Mutter sagt: "Ich war das nicht, das kann man ja auf dem Foto erkennen".
Und ab diesem Zeitpunkt ist die Polizei dafür zuständig den "Täter" zu finden. Falls du jetzt in ner Kleinstadt wohnst wo jeder jeden kennt (wie bei mir z.B.) kann es natürlich sein, dass der Polizist antwortet: "Das ist doch ihr Sohn auf dem Foto, oder? ) Deine Mutter muss darauf aber keine Antwort geben, weil sie sich als Familienangehörigen nicht durch ihre Aussage belasten muss.

In Österreich ist die Sache ein bisschen anders, dort kann man nicht einfach sagen: "Ich wars nicht, das kann man auf dem Foto erkennen".

Also ich persönlich würde mir da nicht so den Stress machen, ausserdem ein Punkt ist jetzt nicht die Welt ;)
 
Danke.

Gibts da überhaupt nen Punkt, weil des waren 23 zuviel auf ner 2-spurigen Landstrasse, baulich getrennt.
Vor der 100 Zone waren ja 130 erlaubt, deshalb ja auch die 23 zuviel *g*

Danke :)
 
Wenn das Ticket auf sie ausgestellt ist und sie ohne Kommentar innerhalb der Frist bezahlt, fragt kein Mensch danach.
Aber wie gesagt, i.d.R. sehen sie, das sie nicht du bist...
Was solls, hast Mist gebaut, bade es aus. In 2 Jahren bei guter Führung ist das wieder weg
 
Yo eben, aber hatte letztes Jahr mal nen Punkt kassiert.

Also füllt sie jetzt des Teil aus mit meinen Daten? Und dann krieg ich irgendwann Post und muss zahlen?
Und krieg ich jetzt wieder nen Punkt? Weil wegen Landstrasse und so :)
 
Post gibt es erst später, bei 8 oder 12 (abhängig von der Art)
Nach 2 Jahren werden die aber gelöscht, wenn keine neuen dazukommen.
Also reiß dich einfach mal zusammen
 
Normal fahr ich ja auch nur ~20 mehr als erlaubt.
-Toleranz macht das dann normalerweise auch "nur" ne Geldbuße, wenn geblitzt wird ;)
Doch dieser Tag war extrem sch****, weshalb ich etwas schneller als normal unterwegs war.
Eigentlich habe daraus etwas gelernt :)
 
Fahr vernünftig dann passiert dir son Mist nicht, und da es jetz schon zu spät ist, steh dazu und bad´es aus. Egal ob du letztes Jahr schon nen Punkt hattest.
 
Ein Pünktchen is wirklich nichts schlimmes. Einfach bezahlen und schauen dass sowas nicht öfter passiert ;)

Hey...ich habe die letzten 2 mal als ich geblitzt wurde auch immer so einen Schrieb bekommen, dass ich als Fahrer nicht in Frage kommen würde und so. Aber ich war es beide male! 100%! Ich hab dann eben einfach bezahlt, dann interessieren die sich da ja eh nicht weiter dafür. Verstehe ich irgendwie nicht ganz woran die das festlegen wann einer nicht der Fahrer sein kann. Das Auto ist auch auf mich angemeldet also verstehe ich das nicht wirklich. Ich sehe zwar immer anderst aus...Frisuren Technisch...aber :roll:

Ich dachte die machen dass nur wenn es offensichtlich ist, also wenn das Auto auf einen Mann zugelassen ist und eine Frau am Steuer saß, oder anderst rum.
 
Normal fahr ich ja auch nur ~20 mehr als erlaubt.
Am besten, Du sagst das nicht nur hier öffentlich sondern auch dem ermittelnden Polizisten. So wird aus der Sache direkt ein Vorsatz und damit eine Straftat. :D

PS: Das, was Du da vorhast, hatte ich direkt nach meiner Prüfung auch vor. Ergebnis: Nachschulung und ne Menge Ärger mit dem Dorfpolizisten.

Marty
 
[FONT=Futura, Verdana, Arial, Helvetica] Sie sind außerhalb geschlossener Ortschaften 23 km/h zu schnell gefahren.

Das wird Sie voraussichtlich 40 Euro kosten.
Hinzu kommen Gebühren von voraussichtlich 25,60 Euro.
Außerdem ein Pünktchen in Flensburg.
Haben Sie bereits einen Eintrag in Flensburg, der noch
nicht verjährt ist, kann das zu einer höheren Geldstrafe führen !

Weil Sie noch in der Probezeit sind, werden Sie zusätzlich bestraft.
Wenn dies Ihr erstes größeres Vergehen während
der Probezeit ist, verlängert sich die Probezeit um 2 Jahre.
Ein Aufbauseminar (kostet ca. 250 Euro) ist zu absolvieren.
Die Teilnahme an allen Stunden ist Pflicht.
Es kann nach dem Bußgeldbescheid viele Monate dauern,
bis Sie die Aufforderung zum Seminar bekommen.

Wurde Ihre Probezeit wegen eines früheren Deliktes
bereits verlängert, erhalten Sie nur eine Verwarnung.
Und die Empfehlung zur Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung.
Die Teilnahme ist freiwillig und bringt Ihnen lediglich 2 Punkte Rabatt.
Diese Stufe tritt erst dann in Kraft, wenn bereits das Aufbauseminar
absolviert wurde. Vorher hat man eine Art Schonfrist, bei der diese Probezeitstufe nicht erreicht wird.

Beim dritten Mal ist der Führerschein weg.
Eine neue Fahrerlaubnis kann nach frühestens 3 Monaten erteilt werden.
Dafür braucht man die üblichen Bescheinigungen:
Sehtest, Lichtbild, Führungszeugnis.
Der Antrag über eine Wiedererteilung kann 3 Monate vor Ende der Sperrfrist
(also bei 3 Monaten direkt nach dem Entzug der Fahrerlaubnis)
bei der Führerscheinstelle, im Straßenverkehrsamt, gestellt werden.
Erst nach 2 Jahren ohne Führerschein müssten die Theoretische und Praktische
Prüfung neu gemacht werden, mit einigen Fahrstunden.


Quelle: www.busgeldkatalog.de
[/FONT]

Rede mit deiner Mutter, sie soll das ganze einfach bezahlen. Normalerweise wird da nicht weiter nachgefragt. Das ist deutlich günstiger als alles andere. Oder du verkaufst deinen Strafzettel im Internet, kostet rund 150€ pro Punkt. ;)

Champ
 
Also, die werden sich denken, dass das wohl nicht die Mutter ist auf dem Foto, sondern vielleicht ihr Sohn. Das heißt, denen is klar, dass die Mutter vom Zeugnisverweigerungsrecht etc. Gebrauch machen wird, passiert jeden Tag tausende Male und schockt keinen mehr ;) Einfach bezahlen kann sie nicht, wenn die schreiben, dass es nicht die Mutter ist, sie aber den Fahrer nennen soll, kann sie nicht schreiben "Ich wars, und ich bin ein Mann mit Frauennamen", bzw. die glaubens ihr dann nicht ;). Holen sich schnell dein Passbild vom Rathaus, vergleichen mit dem Blitzfoto. Wenns ungefähr passen könnte, schicken sie dir nen Befragungsbogen, auf dem du zum Vorwurf Stellung nehmen kannst. Wenn dir da nichts schlaues einfällt, bekommst du daraufhin den Bußgeldbescheid (wenn du schreibst du wärst es nicht gewesen, kannst du trotzdem den Bußgeldbescheid bekommen, wenn die überzeugt sind, dass du es doch warst). Gegen den kannst du Widerspruch einlegen. Dann bekommst du wahrscheinlich einen Gerichtstermin, das wäre dann die letzte Chance. Aber wenn du das auf dem Foto wirklich bist, würd ich dann den Widerspruch zurückziehen, weil das nur unnötige Kosten verursacht, und du da eh nicht mehr raus kommst.

Fazit: Die wissen, dass oft die Söhne mit den Autos ihrer Mütter unterwegs sind. Wenn sie dich haben, schicken sie dir nen Bußgeldbescheid, egal wie oft du deine Unschuld beteuerst. Das sieht gaaaaaaanz schlecht aus für dich.

Edit: An den Popelgeber. Nein, falsch. Das wird verfolgt, schließlich gehts um Geld, und das Geld wollen die. Glaubs mir, ich hab selbst mal alles versucht mit Anwaltsrat etc., aber wenn die dich wollen, dann kriegen die dich auch. Dass man da einfach nichts sagt und damit davon kommt ist ein Ammenmärchen. Gerade wenns noch der Sohn der Halterin ist. Hallo?!? Da kommt ja wohl auch der unterbelichtetste Beamte drauf. Aber bitte, soll doch jeder glauben was er will, die Hoffnung ist ja ne nette Sache, bis man dann einsehen muss, dass man dran ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde aber die Finger von sowas lassen (Punkteverkauf), das ist u.U. strafbar und wird auch verfolgt.
falsche Verdächtigung (§164 StGB)
mittelbare Falschbeurkundung (§ 271 StGB)
 
Ich würde aber die Finger von sowas lassen (Punkteverkauf), das ist u.U. strafbar und wird auch verfolgt.
falsche Verdächtigung (§164 StGB)
mittelbare Falschbeurkundung (§ 271 StGB)
Mir wäre das auch zu riskant, aber es gibt Umstände wo man soetwas schon überlegt. Du bist selbstständig (2 Mann Betrieb), verdienst dadurch ganz ordentlich. Jetzt passiert was dummes und du bekommst 3 Monate aufgebrummt. 3 Monate ohne Führerschein wäre deine Firmenpleite. Würdest du dir da nicht auch mal Gedanken machen?

Gruß Champ
 
Gedanken vllt, aber da sollte es andere Wege geben.
Ein Betrugsverfahren (grob umschrieben) noch extra und was weiß ich, was da sonst noch kommt würde das ganze noch verschärfen. Und bei Sachen mit Foto, das wäre Irrsinn, die Technik entwickelt sich auch immer weiter und dieser Trick ist mittlerweile bekannt.