Garantie-Anspruch

Reddogg

Well-known member
4 Mai 2006
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Hallo,
ich habe mal ne rechtliche frage zu folgendem Problem, vielleicht hat es schon jemandes anderes gehbat oder kennt sich da rechtlich aus, und kann mir weiterhelfen:

Also ich habe vor einem Jahr ein Computer gekauft, mit 2 Garantie (Ebay).
Nun hatte ich Probleme mit meinem PC gerade bei Speicherlast mit BlueScreens.
Nun hatte ich versucht Windows neu zu installieren, manchmal hilft es ja. Nun gut diesmal hat es nicht mehr geholfen, da auch bei Windows-Installation BlueScreens auftreten.

Naja gut habe ich mir gesagt teste ich mal meinem Speicher, auf meinem Board konnte ich mit MEMTEST mehrere (zu hauf) Fehler feststellen, die jedoch aber bei einem Test bei meinem Kumpel nicht feststellbaren.
Ergebnis: Speicher ist es nicht.
Das selbe habe ich mit der Festplatte durchgeführt. Jedoch auch diese ist voll funktionstüchtig.
Ergebnis: Festplatte ist es nicht.

Nun habe ich mir gesagt, dann liegt es weder am Speicher noch an Festplatte, kann es ja nur noch das Board sein.

Ich habe somit Händler Bescheid gesagt, er ließ mein Computer abholen.
Jedoch jetzt kommt eine Sache die ich nicht ganz nachvollziehen kann:

Erste Info.
An Ihrem Pc ist der Sockel defekt, es ist nicht möglich eine 754 CPU
einzustecken.(passt einfach nicht mehr richtig rein....)
Da Ihrer 3400+ CPU kein Bein fehlt kann ich nur davon ausgehen das Sie bei
eigenen Experimenten irgendein Beinchen einer anderen CPU oder was anders in
die Löcher des Sockels einbracht haben.
Wie dem auch sei, da das nicht von alleine passieren kann ==> Manipulation
==> keine Garantie mehr für das Board.
In wie weit ihre 3400+ Sockel754 CPU noch geht werden wir noch klären.

Daraufhin antwortete ich:
also da kann was nicht stimmen, denn die CPU war beim abschicken
noch drauf, wenn sie jetzt nicht mehr draufpasst, muss es wohl bei
Ihnen passiert sein.

bekam aber nur eine lächerlichmachende e-mail zurück:

Sicher
Und mein Name ist Hase ich weis von überhauptnichts.
Mal Spaß beiseite, in den Sockel des Mainboards passt weder Ihre noch eine
andere 754 CPU mehr richtig rein. Der Sockel ist irgendwie
verstopft.(Beinchen abgebrochen???)

Das passierte aber nicht hier sondern bei Ihnen vor Ort.
Die 3400+CPU funktioniert anscheinen noch, auch anderen Komponenten scheinen
OK.
Da wir für das manipulierte Mainboard keinen Support leisten, werden wir
Ihnen den Rechner heute zurückschicken. Was Sie dann mit dem Board machen
ist Ihr Problem.

Daraufhin habe ich mich noch ein letztes Mal gemeldet, worauf aber nicht mehr geantwortet wurde:
schön das sie es noch ins lächerliche ziehen können.
Aber nun mal zu den Fakten:
Die CPU war beim Abschicken des Transports noch drauf funktionierte
(funktionsfähig war) bis auf die Ausnahmen der Bluescreens (welche wohl eher Fehler auf dem
Board schließen lassen, aber nicht am CPU-Sockel). (Dies können auch
Zeugen bestätigen). Sie beschreiben ja jetzt den Fehler, das die CPU nicht mehr drauf
passe, und somit der Computer jetzt nicht mehr funktionsfähig wäre.

Wie gesagt der PC war funktionstüchtig als ich das Paket zu Ihnen
schickte, wenn er jetzt nicht mehr funktionstüchtig ist, dann liegt
das wohl nicht an mir.

Wie kann die CPU bisher drauf gepasst haben, wenn es doch bei Ihnen
jetzt nicht mehr geht? Das macht für mich keinen Sinn.



Dazu muss man sagen, das bis zum Abtransport (auch belegbar durch Zeugen) die CPU auf dem Sockel sich befand. Der Computer sonst einwandfrei, funktionstüchtig war.
Nun jedoch auf einmal der CPU-Sockel kaputt sein soll.

Heute habe ich dann den PC wieder zurück bekommen, und habe natürlich mal getestet ob die CPU wirklich nicht drauf passt.
Sie passt nicht 100%, wackelt ein ganz ganz wenig (wirklich!). Wenn ich nun die CPU auf den Sockel feststellen möchte, ist dies ohne große Mühe machbar, brauch nur CPU ganz leicht festhalten.


So nun die Frage: sollte ich dagegen vorgehen? Oder hat der Händler Recht?

Danke für eure Mühen.
 
Erstens: wenn du es bei einem Händler gekauft hast, ist ER in der Nachweißpflicht zu beweisen, dass du es schon kaputgemacht hast. Da er das nicht kann, liegt er im Nachteil.

Zweitens: du hast Zeugen, sofern die Ihre Aussage schriftlich niederlegen sagt dir jeder Anwalt, dass du hier sehr gute Chancen hast.

Da dies ein Händler ist, würde ich das gleich mit Anwalt machen, als Normalo hast du hier kaum Chancen, obwohl du im Recht bist!!
 
Hast du eine Rechtschutzversichrung? Wenn ja, freuen und ab zum Anwalt!

Wenn nein, wird es schwierig, das scheint ja ein ziemlicher <zensiert> zu sein, ich würd hinfahren und das wie Männer regeln, denn freiwillig wird dir dieser Kerl wohl nichts reparieren.
Dem noch irgendwelche Mails zu schicken hat wohl keinen Zweck.
 
Ich habe jetzt die Verbraucherzentrale darüber informiert und werde nun mal schauen was sie sagen.

PS: Ich habe nun den PC nochmal getestet, in dem ich die CPU einbaute, jedoch funktioniert jetzt fast gar nix mehr, er startet zwar, aber läuft weder hoch, noch ist eine Anzeige am Monitor.

also aus funktionstüchtig wurde unfunktionstüchtig.
 
Erfahrungstechnisch würde ich dir empfehlen dir einfach (z.B. bei eBay) ein neues Board zu kaufen.
Du hast nur Rennereien und Ärger, dass ist den Aufwand nicht Wert.
 
Also die Verbraucherzentrale hat folgendes erzählt:
1. Ich muss nachweisen das der Computer vorher noch ging (kann ich durch Zeugen bestätigen)
2. Das es ein Herstellungsfehler ist (schon etwas schwieriger)
nun aber das unmögliche:
3. Das dieser Fehler schon bei der Auslieferung vorhanden war.

somit werde ich mir nen neues Board kaufen.
Schade 12,50€ für dies Auskunft, umsonst, tz tz tz.
 
Dazu muss man sagen, das bis zum Abtransport (auch belegbar durch Zeugen) die CPU auf dem Sockel sich befand. Der Computer sonst einwandfrei, funktionstüchtig war.
Nun jedoch auf einmal der CPU-Sockel kaputt sein soll.

Zwei DInge vorweg:
1. Hier verwechseln mal wieder einige Garantie und Gewährleistung.
2. Der Händler ist sehr unfreundlich und unkulant -> in Zukunft meiden.

Zu dem zitierten: Vielleicht ist die CPU beim Transport abgegangen. Du sagst, sie war beim Abschicken auf dem Board, der Händler sagt, sie war es beim Ankommen nicht. Also: beim Transport abgefallen?

Das Versandrisiko bei einem Garantiefall trägt in der Regel der Käufer. Es könnte auch anders sein, dazu müssten wir die Garantiebdingungen kennen.

Marty