Bundeswehr nach dem Beruf?

sgw703

Well-known member
ID: 234371
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14 Juni 2006
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46
Hallo,

Ich überlege zurzeit (da sich im Privaten alles negativ verändert hat), ob ich nach der Ausbildung direkt zur Bundeswehr gehe, oder erstmal das eine Jahr übernahme des Unternehmens annehme.
Wollte mich daher besser über die Chancen und Berufe Informieren.
Habe auf deren Seiten auch schon viele Infos gefunden, nur nicht genau das, was ich suche.

Ich möchte nicht in dem Beruf weiter machen, wo ich zurzeit bin (ITSE), sondern würde gerne "normaler" SaZ werden.
Nur überall steht dann Fachrichtungen, Marine,... will aber einfach nur zu den Boden Truppen, mit chance auf eine Weiterbildung zum Schützen auf Fahrzeugen.

Habe hier im Forum das alte Bundeswehr A-Z gefunden, aber da stand auch nicht das nötige drin.

Müsste ich bei den Laufbahnen auch ganz unten Anfangen oder gibts durch die abgeschlossene Ausbildung einen kleinen Vorteil?

Habe einen Realschulabschluss gemacht und mein Kollege macht seinen grade fertig und wir wollen zusammen die Laufbahn starten, auch beide mit Auslandseinsätzen, dass man hoffendlich in die selbe Einheit kommt.
Ich wurde auch schon T2 gemustert.

Kann mir da einer Tipps geben, wie diese Laufbahnen heißen und was man da so verdient und Aufstiegschancen hat und welche Anforderungen im laufe der Zeit auf einen zu kommen.

Hab grade bei dem Bundeswehrberater in Bochum angerufen, aber der scheint heute nicht da zu sein, daher frage ich erstmal hier, sind ja einige Klammuser beim Bund oder waren es einmal.

Danke schonmal.
 
Also ich selbst habe mich für die Offizierslaufbahn beworben, wurde auch genommen, werd aber wahrsch das Angebot nicht annhemen.
Zu dir: Ich denke mit Realschulabschluss ist, die Feldwebellaufbahn, das, wo du gleich einsteigen kannst.
Im Normalfall wirst du einen Aufnahmetest dafür machen müssen. Normalerweise ist in der Feldwebellaufbahn eine Ausbildung inbegriffen.
Da du ja eine abgesclossene Ausbildung hast und diese der Bundeswehr von nutzen sein könnte (z.B. Kfz Mechaniker etc.) denke ich sind deine Chancen recht gut, diesen Beruf weiter ausführen zu können.
Diese Seite www.bundeswehr-karriere.de informiert eigentlich recht gut, über alle Laufbahnen und auch dein Wehrdienstberater im nächten Kreiswehrersatzamt kann dir viele Tips geben.

Noch ein Tip, nach diesem Aufnahmetest wirst du wahrsch zu einem sogenannten "Einteiler" kommen, der dir dann Vorschläge macht für welche Waffengattung etc. du in Frage kommst.
Die Bundeswehr ist natürlich daran interessiert die Leute dahin zu "stecken" wo viel Bedarf ist... die Jobs, wo viel Bedraf herrscht sind aber meistens sehr unbeliebt.
Also informier dich vorher was GENAU du machen willst und beharre auf deinem Wunsch, auch wenn der Einplaner dir was anderes aufschwatzen will.
 
Ich möchte nicht in dem Beruf weiter machen, wo ich zurzeit bin (ITSE), sondern würde gerne "normaler" SaZ werden.

Was heißt für Dich "normaler SaZ"?
Der wirklich stumpfe Kämpfer der mit dem Gewehr im Schützengraben liegt, wird immer seltener.

Ich würde ne Kiste Bier verwetten, dass Du in welcher Art auch immer, bei Fernmeldern landest.

Und immer dran denken: Die Bundeswehr ist nix anderes als andere Arbeitgeber:
Da gibt es kein Wünsch Dir was...

gruss kelle!
 
Genau das meinte ich, mit "normaler SaZ" war "Infanterie" gemeint.

Das ist genau das Problem.
Auf dieser Bundeswehr-karriere war ich ja, aber sobald man da Berufausbildung oder Schulabschluss auswählt, wird man direkt in eine Schublade gesteckt.

Grade solche dinge wie Fernmelder oder Elektriker will ich ja vermeiden, daher würde ich dem Bund meine Übernahme auch bvorziehen, da ich genau in die spalte gesteckt werde.

Dachte mir eigentlich, dass Infanterie immer bedarf hat, und Fahrzeuge mit Schützen gibt es auch genug.

Ich habe auch kein Interesse in Richtung Befehlshaber zu gehen, sondern lieber mit einer der Höchsten, die Befehle empfangen. :biggrin:
 
Geh doch einfach mal zu Kreiswehrersatzamt bei dir in der Nähe und sprich dort in aller Ruhe mit einem Berater. Die kennen sich besser aus, du kannst deine Wünsche darlegen, aber vielleicht haben sie auch ganz andere Ideen für dich in Bezug auf Bundeswehr.

Ich war auch damals beim KWEA und die Beratung war ganz gut, aber im Endeffekt hat mich dann doch abgeschreckt, dass ich 12 Jahre aus dem Beruf rausgewesen wäre und danach wahrscheinlich nichts mehr gefunden hätte.
Zwar bietet die BW auch bei Feldwebellaufbahn (hatte ich auch angestrebt) diverse Weiterbildungsmöglichkeiten auch kurz vor Ende der 12 Jahre an, aber Berufserfahrung ist durch nichts zu ersetzen.

Wenn du aber, wie du sagst, in deinem Beruf nicht mehr (nie wieder?) weiter arbeiten willst, sondern evtl etwas anderes lernen willst, würde ich mich trotzdem mal beim KWEA beraten lassen.
 
Dachte mir eigentlich, dass Infanterie immer bedarf hat, und Fahrzeuge mit Schützen gibt es auch genug.

Sicherlich gibt es die noch.
Nur braucht auch die Infanterie Kommunikation, um die sich jemand kümmern muss.

Du musst halt die BW verstehen...
Warum sollen Sie jemand für Kommunikation ausbilden, während nebenan auf der Stube einer sitzt, der es kann...

gruss kelle!
 
Der wirklich stumpfe Kämpfer der mit dem Gewehr im Schützengraben liegt, wird immer seltener.
Jo, der muss jetzt auf seinen Graben verzichten, auf staubigen Straßen rumlaufen und in Häuser gehen. Aber den "stumpfen" Kämpfer wirds auch weiterhin geben.
Ne Feldwebellaufbahn als Panzerkommandant oder bei den Grenadieren als Sumpftaxikommandant könnte deinem Wunsch vielleicht entsprechen.

Ob du allerdings mit deinem Kollegen zusammen was machen kannst, wage ich zu bezweifeln. Auf dem Weg zum Feldwebel wirst du einige Monate auf Lehrgängen verbringen. 8 Wochen hier, 10 Wochen da, 12 Wochen blah und am Ende kommst du da hin, wo Not am Mann ist. Andere Kompanie, anderes Batallion etc.
Wenn du Pech hast auch Ausbildungskompanie für Wehrpflichtige statt wirklich non-stop aufm Panzer.
Immerhin sind die Feldwebel auch Gruppenführer.

Würd auch Vorschlagen mal mit jemandem zu Sprechen, der sich beruflich mit Bewerbung, Auswahl und Einplanung beschäftigt. Solange du weißt bis zu welchem Punkt du sagen kannst "Nee doch nicht." Kannste ja gucken, was die für dich raussuchen.