Brauche dringend Akkordhilfe :-D

Kampfzwerg

doff? nö, plöht!
ID: 132324
L
27 April 2006
576
94
Huhu,

ich hab hier ein Notenblatt mit Akkorden drüber, nun bin ich als Keyboardspieler normale Akkorde gewöhnt, aber ich hab keine Ahnung wie ich den Akkord D/F# spielen soll, also er steht direkt so da. Ist das ein reiner Gitarrenakkord?
 
Das heißt nichts anderes, als dass es ein D-Dur-Akkord mit einem Fis als Basston ist.
Wie du das jetzt aber auf dem Keyboard spielst, hängt natürlich davon ab, wie du die Akkorde grundsätzlich spielst ("von Hand" oder per Automatik-Programm mit nur einer Taste). Im Normalfall kommt entweder noch ein Fis unter dem tiefen D dazu, oder man ersetzt das tiefe D durch ein Fis.
 
D/F# ... D-Dur mit einem Fis im Bass ... das wären als Noten Fis / A / D / Fis ... denk ich ... aber kann mit Tasteninstrumenten nichts anfangen, frag mich nicht, wie man das spielt :p
 
Dankeschön, das hilft mir schon weiter, ich spiel nur begleitend, aber natürlich die Akkorde richtig aus, nicht Automatik oder so ein Quark. :D
 
D/F# ... D-Dur mit einem Fis im Bass ... das wären als Noten Fis / E / C / Fis ... denk ich ... aber kann mit Tasteninstrumenten nichts anfangen, frag mich nicht, wie man das spielt :p

??? Und was machen ein C oder ein E in einem D-Dur-Akkord?

Edit: Ah, ist dir inzwischen selbst aufgefallen :mrgreen:
 
Hmm, ich würd eher sagen, dass dann nur Fis / A / D gespielt werden kann, oben das Fis zu bekommen ist da fast unmöglich mit der linken Hand.
 
Ich weiß nicht, wie tief Du einsteigen willst, aber genau genommen darfst Du die Terz eines Akkordes nicht verdoppeln (hört sich meistens ziemlich doof an). Ein D-Dur Akkord besteht aus Den Tönen D (Grundton) F# (Terz) und A (die Quinte). Wenn das F# im Baß ist, darf darüber also nur D und A kommen (wie oft ist wurscht). Eine Stellung, bei der die Terz im Baß ist, heißt übrigens auch "Sextakkord".

Mit der Gitarre geht das nicht immer, aber die ist ohnehin so Obertonreich, daß eine Terzverdopplung überhört wird. Würdest Du auf einem Tasteninstrument (beispielsweise auf einem Cembalo) etwas begleiten, würdest Du mit Sicherheit - wenn Du beide Varianten hören würdest - diejenige ohne Terzverdopplung bevorzugen. Septimen (also das C, wenn ein D-Dur Septakkord ist) dürfen auch nicht verdoppelt werden, denn wenn man den Septakkord nach allen Regeln der Harmonielehre auflösen will, würde die Sept auf die Terz des Akkordes, in den Aufgelöst wird "gleiten" (einen Halbton nach unten), deshalb nennt man die Sept auch "Gleitton". Die Terz würde zum Grundton des neuen Akkordes einen halben Ton nach oben geleitet (deshalb Leitton)...

Aber das führt zu weit. Ich kann Dir aber gerne Auskunft geben, wenn Dich solche Theoretischen Dinge interessieren. Falls nicht, darfst Du gerne auch ein "Schnauze, Angeber!" fallen lassen ;)

Ach ja, eines noch: In Angelsächsischer Literatur heißt die Note, die bei uns "H" heißt böserweise "B". Ein Akkord mit "B" bezeichnet könnte also auch H-Dur bedeuten. Ganz klar ist es, wenn Bb notiert ist, dann ist B-Dur gemeint. Als Faustregel kann gelten: Wenn die Notenzeilen keine B's sondern nur Kreuze haben (dann fast immer 4 oder mehr), dann ist mit einer Akkordbezeichnung "B" fast immer H-Dur gemeint.