News Angeblich Deutsche im Iran festgenommen

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25 April 2006
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Folgende News wurde am 27.01.2010 um 19:49:16 Uhr veröffentlicht:
Angeblich Deutsche im Iran festgenommen
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Berlin/Teheran (dpa) - Im Zusammenhang mit den regierungskritischen Protesten im Iran sind am 27. Dezember angeblich auch zwei Deutsche festgenommen worden. Das berichteten iranische Medien am Mittwoch unter Berufung auf den Geheimdienst, der diesen Angaben zufolge behauptete, zwei deutsche Diplomaten seien an den Unruhen im Dezember in Teheran beteiligt gewesen und festgenommen worden. Ein Sprecher des Außenministeriums in Berlin sagte dazu: «Am 27. 12. vergangenen Jahres wurden keine deutschen Diplomaten festgenommen. » Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) erklärte, auch Vorwürfe, wonach deutsche Diplomaten in die Unruhen in Teheran verwickelt waren, seien «in der Sache nicht gerechtfertigt». Nach dpa-Informationen soll es sich bei den Festgenommenen um zwei deutsche Polizisten handeln, die zwar der Botschaft angehörten, aber keinen Diplomatenstatus besitzen. Das Auswärtige Amt konnte diese Angaben nicht bestätigen. Der iranische Nachrichtensender Chabar hatte unter Berufung auf den Vizeminister des Geheimdienstes berichtet, dass die beiden Diplomaten mit den Decknamen Yogi und Ingo am 27. Dezember verhaftet worden seien. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur ISNA mit derselben Quelle berichtet, ein Berater von Oppositionsführer Mir-Hussein Mussawi habe die Verwicklung deutscher Diplomaten in die regierungsfeindlichen Unruhen gestanden. Der Berater habe demnach mit einem europäischen Geheimdienst - anscheinend aus Deutschland - zusammengearbeitet und vertrauliche Informationen ausgetauscht. Das staatliche iranische Fernsehen berichtete auch von «unmoralischen» Partys im Umfeld der Oppositionsbewegung, an denen die beiden Deutschen beteiligt gewesen sein sollen. Demnach sollen einige der nach solchen Partys festgenommenen Iraner am 30. Januar erstmals vor Gericht erscheinen.
 
Der Iran soll Fotos von den Personen und ihren Ausweisen veröffentlichen, sonst wird es schwer sein ihm Glauben zu schenken.
Falls der Iran Recht haben sollte wäre dies eine hoch interessante Meldung.
 
;)
Iran: Wirbel um deutsche Diplomaten entpuppt sich als Lovestory

BERLIN (dpa/kava) - Die angebliche Festnahme zweier Diplomaten in Teheran hat sich offenbar als Liebesgeschichte eines deutschen Polizisten mit einer iranischen Regimekritikerin entpuppt.

Aus Sicherheitsgründen habe die Bundesregierung zwei an der deutschen Botschaft beschäftigte Bundespolizisten nach Deutschland ausfliegen lassen, schreibt das Nachrichtenmagazin der Spiegel.

Deutsche Behörden gingen davon aus, dass der iranische Geheimdienst die E-Mails mitlas, die einer der Beamten über seinen Dienst-Mail-Account beim Auswärtigen Amt (AA) an die Iranerin schickte. Ein Sprecher in Berlin wollte den Bericht am Samstag "nicht weiter kommentieren".

Private Beziehung zu Iranerin

Die laut Spiegel vom iranischen Geheimdienst lancierte Falschmeldung über die angebliche Festnahme von zwei deutschen Diplomaten am Rande einer Demonstration von Oppositionellen hatte das Außenministerium umgehend dementiert.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hatte dazu am Mittwoch erklärt, auch Vorwürfe, wonach deutsche Diplomaten in die Unruhen in Teheran verwickelt waren, seien "in der Sache nicht gerechtfertigt".

Laut Spiegel waren die beiden Polizisten Anfang November von der iranischen Polizei lediglich auf ihre Personalien kontrolliert worden.

Iranische Reaktion auf Regierungs-Unterstützung für Israel

Einer der beiden habe durch eine private Beziehung zu einer Iranerin die Aufmerksamkeit des iranischen Geheimdienstes auf sich gezogen. Der Frau sei von den iranischen Behörden eine Nähe zum Oppositionsführer Hossein Mussawi unterstellt worden.

Bereits vor rund eineinhalb Jahren habe es einen sehr ähnlichen Fall mit einem anderen Bundespolizisten gegeben, der 2008 das Land verlassen habe, so der Spiegel.

Dass die iranische Regierung die Vorgänge jetzt öffentlich gemacht und einen Zusammenhang zur iranischen Oppositionsbewegung hergestellt habe, habe vermutlich politische Gründe. Teheran sei verärgert über die Unterstützung der Bundesregierung für die israelischen Forderungen nach schärferen Sanktionen gegen Iran.
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