215 EUR Job.

Liquid0815

blog.stobbelaar.de
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24 April 2006
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Ich bin ab den 15.11. bei meinem bisherigen Arbeitgeber betriebsbedingt gekündigt. (Unsere Niederlassung wurde mit einer anderen zusammengelegt, dabei wurden die doppelten Stellen gestrichen).

Da ich derzeit Studierender an einer Fachakademie bin beziehe ich Meister Bafög. Zu diesem Meister Bafög darf man maximal 215 EUR im Monat hinzuverdienen. Auf der Suche nach einem Nebenjob erweist sich diese niedrige Grenze jedoch als sehr hinderlich. Es gibt Jobs auf "Teilzeitbasis" oder maximal 400 Euro-Basis, aber keinen Fall auf 215 EUR Basis. Kennt jemand eine Möglichkeit, die ich für 215 EUR pro Monat machen könnte? Ich habe mir auch schon überlegt etwas auf freiberuflicher Basis zu tun, aber lohnt sich das, bei solch niedrigem Einkommen? Ich glaube da steht der Aufwand mit Gewerbeanmeldung usw. nicht im Verhältnis zu dem Einkommen. Oh man, ich hab mir das wirklich einfacher vorgestellt, weil ich dachte, dass es sicherlich viele kleine Unternehmen gibt, die nur einmal in der Woche jemanden brauchen um irgendeinen Kram zu erledigen wie Dateneingabe oder ähnliches... :-?
 
400 Euro Basis heißt nicht, daß Du dann auch 400 Euro verdienst. Das ist lediglich die Kategorie "unter" den Sozialabgabepflichtigen Stellen. Meist ist der Verdienst sogar wesentlich geringer.
 
Bist Du Dir sicher das Du nur 215 pro Monat haben darfst und nicht dementsprechend 2580 pro jahr erwirtschaften darfst? Denn dann hätte das Problem sich ja erledigt, gehst halt nur 8 Monate oder so arbeiten.
 
400 Euro Basis heißt nicht, daß Du dann auch 400 Euro verdienst. Das ist lediglich die Kategorie "unter" den Sozialabgabepflichtigen Stellen. Meist ist der Verdienst sogar wesentlich geringer.
Naja, was ich so gelesen hab, war wirklich auf 400 EUR Basis. 40 - 50 Std. pro Monat für 215 EUR arbeite ich ungern.

Bist Du Dir sicher das Du nur 215 pro Monat haben darfst und nicht dementsprechend 2580 pro jahr erwirtschaften darfst? Denn dann hätte das Problem sich ja erledigt, gehst halt nur 8 Monate oder so arbeiten.
Ich glaube das wäre auch möglich, allerdings wär mir ein regelmäßiger Job lieber, aber ich kann mir das ja nochmal überlegen. Letztendlich wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben.
edit: also ich versteh das so, als ob man nur 215 EUR pro Monat verdienen dürfte
https://www.meister-bafoeg.info/de/89.php

Kennt sich jemand mit Datenerfassung von Zuhause aus? Hab gerade sowas auf nebenjob.de gelesen. Allgemein wären alle Jobs mit Akkordlöhnen für mich geeignet, sofern sich jemand für 215 EUR die Arbeit macht mich bei der Knappschaft anzumelden usw. :roll:
 
Ich kenne das von meiner Frau die hat auch nen 400 Euro Job darf aber auch mehr verdienen. Darf halt nicht über 4800 Euro im Jahr kommen.

Das andere was ich kenne ist der 400 Eurojob wenn du arbeitslos bist dann darfst du 165 Euro ohne Abzüge verdienen wenn es mehr ist bekommst du das angerechnet. Ich vermute mal das das bei dir ähnlich ist.

Gibt es keine "Hotline" die du anrufen kannst bzw. frag doch mal schriftlich bei der Meister-BAföG Stelle nach was passiert wenn du mehr verdient ob dann das ganze Meister-BAföG gestrichen wird oder nur der mehr Verdienst abgezogen wird.

P.S. die Seite www.nebenjob.de ist sehr interessant.
 
jeden cent den ich mehr verdiene bekomme ich vom BAföG abgezogen. Aber bei 400 EUR könnte ich auch auf die 150 EUR BAföG komplett verzichten, nur hab ich leider keine Zeit um auf 400 EUR Basis zu arbeiten. Der einzige Tag an dem ich halbtags arbeiten könnte ist der Mittwoch, und selbst das wird sich wohl ändern, wenn erstmal die Klausuren angehen und die Abschlussprüfungen.

Ich werde mich mal erkundingen ob ich mehr verdienen kann, das wäre schon mal etwas, vor allem auch, wenn die Klausuren anfangen. :roll:

auf www.nebenjob.de war ich schon, da hab ich ja die Sache mit der Datenerfassung zu Hause gelesen. ;)
 
Wenn du eh nur Mittwochs arbeiten kannst, dann such dir doch einfach für diesen Tag / Abend einen Kneipenjob oder einen anderen "Studentenjob"...Kino, Kneipe, Inventur im Supermarkt...irgendsowas.
Bei einem oder einem halben Tag Arbeit in der Woche kommst du sicherlich nicht über diese Verdienstgrenze
 
das ist ja gerade das problem, ich such zwar jetzt erst seit 2 tagen ca. je 2 Std. aber es gibt kaum jobs für 215 EUR sondern eher auf 400 EUR Basis. Jobs abends wären auch wieder ned so gut, weil ich meistens Abends die Zeit zum lernen nutze... Also wie es im Moment aussieht läuft es erstmal auf Ferienjobs raus.

edit:
Kino fällt aus, weil da Schichtbetrieb läuft, also wenn die mich morgens zwischen 11 und 19 Uhr brauchen versäum ich mal nen ganzen Schultag.

Inventuren sind leider nix dauerhaftes.

Kneipen - wie schon gesagt - sind meistens Abends/Nachts

Ich such eher nen job, wo man mal da mal da vorbeikommen kann, sowas wie Dateneingabe oder ähnliches. Kann sein, dass ich da etwas verwöhnt bin, aber ich hatte in letzter Zeit nur Jobs wo ich "mal hier mal hier" kommen konnte um Stapelweise Verträge einzutippen.
 
Das Meister-Bafög besteht aus zwei Teilen, dem Maßnahmen- und dem Unterhaltsbeitrag. Hier geht es nur um den Unterhaltsbeitrag, der Maßnahmenbeitrag kommt unabhängig von der Höhe der Nebeneinkünfte dazu.

Ich gehe mal davon aus, dass Du ledig und kinderlos bist, sowie kein Vermögen oberhalb von 35.791€ hast. Dann passt das Beispiel (welches Du ja selbst verlinkt hast) perfekt auf Deine Situation:

Beispiel: Bei einem nach Abzug der Freibeträge verbleibenden anzurechnenden Einkommen von 200 € [415€ Einnahmen - 215€ Freibetrag = 200€ anzurechnendes Einkommen] ergibt sich ein Unterhaltsbeitrag von 414 € (max. Unterhaltsbeitrag für Alleinstehende 614 € abzüglich anzurechnendes Einkommen in Höhe von 200 €). Der Förderungsbetrag von 414 € übersteigt den Erhöhungsbetrag von 52 € und den in § 12 Abs. 2 Satz 1 AFBG genannten Betrag von 103 € (52 € + 103 € = 155 €) um 259 € (414 € abzüglich 155 €). Diese 259 € werden zu 44 Prozent als Zuschuss gezahlt. Der Rest wird zuzüglich der 155 € voll als Darlehen geleistet.
Ergebnis: Die Förderung besteht aus einem Zuschuss in Höhe von 114 € und einem zinsgünstigen Darlehen in Höhe von 300 €.
 
Ja, dann werden 200 EUR angerechnet, das will ich ja nicht. Außerdem könnte es knapp werden wenn ich für 400 EUR Arbeiten muss, da ich nebenbei ja noch zur Schule gehen muss und lernen muss. Ich werde heute mal die Infohotline anrufen, und nachfragen, wie es mit den Verdiensten aussieht.
 
Sicherheitsdienste, Platzanweiser oder Flyerverteiler sind meist im Stundenlohn ohne fixes Arbeitspensum ... zumindest hier inner Schweiz
 
Ich würd in ner Kneipe kellnern. Mach ich auch, Einkommen je nach Stundenzahl, variierend zwischen null und vierhundert Euro. Wenn dir das allerdings nicht liegt oder zu spät ist, dann wird der Auswahlkreis schon extrem klein.
 
Du weißt aber schon, dass das Meister-Bafög teilweise (größtenteils) als Darlehen ausbezahlt wird!? Du kannst also nicht so rechnen, dass du die 185€ übersteigende Einnahmen auch weniger arbeiten könntest, weil du sie ja eh bekommen würdest. Der Teil, den du als Darlehen bekommst (und das ist der Großteil), musst du später aus versteuertem Einkommen abbezahlen, während du einen pauschalierten Minijob heute nicht in der Steuererklärung hast und daher direkt negative Einkünfte durch die anfallenden Werbungskosten sammeln kannst.
 
dass ich den bafög zum größten teil als Darlehen bekomme, ist mir durchaus bewusst. Ich beziehe ja schon fast 1,5 Jahre BAFöG.

Wenn ich jetzt mehr verdiene als die 215 EUR brauch ich wieder nen neuen Vertrag bei der KfW, hab ich ggf. weniger Zeit um zu lernen und hab wieder massig Behördenkram am Hals, den ich mir gern sparen würde.

Zum telefonieren bin ich zwar bisher noch nicht gekommen, aber ich denke, es läuft auf einen Ferienjob hinaus, in dem ich mehr verdiene. Ich habe gerade in meine Unterlagen geschaut, beim Antrag habe ich auch den angenommenen Jahresverdienst angegeben. Wenn ich also darin bleibe, kann ich auch einmal mehr und einmal weniger verdienen, das ändert nichts an meinen wahrheitsgemäßen Angaben pro Jahr.

@SumoSulsi,

Flyerverteiler gibt es in der Schweiz auf Angesteltenbasis? Das wäre genau das, was ich gern machen würde, allerdings heißt es hier stets, ich brauche Gewerbeschein, also auf freiberuflicher Basis! 8O
 
Ich hab letztes Semester in nem Call Center gejobbt. Das waren pro Tag 4 Stunden und man sollte 2mal die Woche mindestens gehen. Pro Stunde gabs da 5,90€. Das sind pro Woche (wenn man keine Pause macht) 47,20€, also in 4 Wochen 188,80€! Öfter kann man immer gehen ;) Das stand auch ausgeschrieben unter 400€-Beschäftigung, aber man muss halt nicht zwangsläufig so viele Stunden schieben. Mindestanforderung war wie gesagt zwei Schichten mit je 4 Stunden pro Woche (Montag bis Samstag). Kannste nur mal schauen, ob es was vergleichbares auch bei dir in der Nähe gibt!