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Eintrag #4, 05.04.2005, 14:29 Uhr

Geschichte der Fimaria - I

Kapitel 1
An einen schönen Sommertag, dem 38. Sommer seit dem "Cresta Mul Amid" errichtet wurde, kam das 5. Kind des Physars (1) (der Weise des Dorfes) und seiner Frau Firalia (2) (die Frau, die viele Krankheiten heilen konnte) auf die Welt. Es war ein Mädchen, das mit 4 älteren Brüdern gesegnet war. Firalia war sehr glücklich darüber, nun eine Tochter zu haben. Jetzt konnte sie ihr Wissen über die Kunst des Heilens weitergeben, da diese Gabe von Göttern nur den Frauen vorbehalten war. Auf Wunsch der Mutter wurde dem Kind der Name Fimaria (3) (die Erbin) gegeben.

Was Fimaria bis zu ihrem 10. Sommer machte, wurde nicht überliefert. Es ist aber anzunehmen, dass sie ganz normales Leben eines Kindes der damaligen Zeit führte. Also mit anderen Kindern spielte, ein wenig im Haushalt aushalf, soweit sie es konnte, und natürlich sang und tanzte sie bei den Dorffesten. Was allerdings aus dieser Zeit bekannt ist, ist dass Fimaria bis zu ihrem 10. Sommer nicht in der Kunst des Heilens unterrichtet werden durfte, da sie ihre Kraft dadurch verlieren konnte. Es ist auch bekannt geworden, allerdings erst viele Jahre nach der hier beschriebenen Geschichte, dass sie einige Male ihre Mutter heimlich bei den Ritualen beobachtet hat.

Mit ihren 10 Sommern fing die Ausbildung zur Nachfolgerin ihrer Mutter an. Ab diesen Zeitpunkt durfte Fimaria mit ihrer Mutter weit aus dem Dorf hinausgehen, um Kräuter zu sammeln und dessen Wirkung kennen zu lernen. Sie lernte, wie man ein Gemisch aus Kräutern zusammenstellt, um die Schmerzen zu lindern, und ein Gemisch, der den Wunden verhalf sich selbst schnell zu heilen. Außerdem lernte sie viele Sprüche, die auch ohne der Kräuter den Menschen halfen. Schon nach einem halben Jahr half Fimaria ihrer Mutter bei der Behandlung kranker Menschen. Zu ihrem 11. Sommer durfte sie zum ersten Mal bei der Geburt eines Kindes mithelfen und heilte schon leichte Krankheiten allein, ohne der Hilfe ihrer Mutter.

Und so verging noch ein Jahr ihrer Ausbildung bei Firalia, bei der sie sehr viel gelernt hat, aber längst nicht alles, was ihre Mutter konnte.

Wir dürfen natürlich nicht vergessen, dass Physar ihr Vater war und von dem lernte sie auch einige Sachen. Von ihrem Vater lernte Fimaria, wie man mit Menschen redet und diese überzeugt. Mit der Zeit konnte sie deshalb sehr gut die Menschen, und deren momentanen Gemüt, einschätzen (was in einem so kleinen Dorf, wie "Cresta Mul Amid", nicht sehr schwer war). Dieses Wissen half ihr sehr bei der Behandlung der Kranken, da sie diese schnell und gut beruhigen konnte und somit im ganzen Dorf schon mit 11 Sommern sehr großes Vertrauen genoss.

Trotz ihrer Menschenkenntnisse, oder gerade deswegen, füllte sie, dass ihre Mutter irgendetwas bedrückte und dass sie dieses vor allen verbarg. Nach mehreren Versuchen Firalia unter vier Augen darauf anzusprechen, wobei ihre Mutter immer geschickt das Thema wechselte, gab Fimaria auf. Allerdings gab sie nicht auf herauszufinden, was ihre Mutter so bedrückte. Dies wollte der Schicksal ihr erst Jahre später offenbaren.

Zu ihrem 12. Sommer, und zugleich zum 50. Sommer seit Bestehen des Dorfes, wurde schon seit einigen Wochen fleißig vorbereitet. Überall wurde geputzt, geschmückt und natürlich gekocht. Dieser Fest sollte aber niemals stattfinden...
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(1) Physar (aus altgemischen: Physi – Natur und Are – Wissen)
(2) Firalia (aus altgemischen: Firala – Kraut und Riar – Heilung)
(3) Fimaria (aus altgemischen: Fimali – Erbe und Riar – Heilung)
 

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