Bei den meisten Menschen verläuft eine Infektion nach RKI-Angaben unbemerkt.
Das Auffälligste an der Charité‑Studie war die unerwartet hohe Infektionsrate der Berliner Stechmücken, die teils mit Südeuropa vergleichbar war.
Das Besondere an der Studie war, dass die Forschenden von der hohen Zahl infizierter Mücken überrascht wurden - die Infektionsrate waren teilweise mit denen in Südeuropa vergleichbar, wo es regelmäßig zur Erkrankungen bei Menschen kommt. Eine weitere überraschende Beobachtung: dort, wo die meisten Mücken vorkamen, wurden die wenigsten Virusnachweise gefunden.
Im untersuchten Naturschutzgebiet gab es zwar besonders viele Stechmücken, aber nur wenige davon trugen das Virus. Die meisten infizierten Mücken fanden die Wissenschafter stattdessen in einem parkähnlichen Wohngebiet und auf Friedhöfen. Vermutlich spielen dort bestimmte Vogelarten eine Rolle, die das Virus besonders gut vermehren.
Die Studie kommt insgesamt zu dem Schluss, dass sich das West-Nil-Virus in Berlin inzwischen endemisch, also dauerhaft, etabliert hat und nicht immer wieder von außen eingeschleppt wird,