Zurück in den Boden: Zweiter Frühling für Öl-Bohrinsel als CO2-Speicher-Projekt

Wenn wir es mit dem Klimaschutz ernst meinen, muss es mittelfristig nicht nur darum gehen, die CO2-Emissionen zu minimieren, sondern auch darum, CO2, das sich bereits in der Atmosphäre befindet, wieder aus dieser zu entfernen. In Dänemark läuft diesbezüglich derzeit ein interessantes Projekt an. Im Rahmen des „Project Greensands“ soll eine ehemalige Bohrinsel umfunktioniert werden, um eingefangenes CO2 in den dortigen Meeresboden zu pumpen und dort zu lagern.

Bild: Project Greensands

CO2-Senke unter dem Boden der Nordsee

Im letzten September erhielt „Project Greensands“ die bisher größte staatliche Förderung in der Geschichte Dänemarks. In Zusammenarbeit mit der Ingenieur-Beratungsfirma Kent aus den USA wurde das Projekt dann vorbereitet. Insgesamt sind 23 internationale Partner beteiligt. „Project Greensand is among the frontrunners of CO2 storage projects in Europe and has the potential to support Denmark’s and Europe’s wider CO2 emission reduction targets„, so Neil Taylor, Operations Director bei Kent.

Im Rahmen des Projekts wird die Bohrinsel „Nini A“, die etwa 200 Kilometer vor der dänischen Küste in der Nordsee liegt, umfunktioniert werden. Dabei wird die ursprüngliche Pumprichtung der Anlage umfunktioniert, sodass verflüssigtes CO2 in eine Tiefe von 1,8 Kilometern unter den Meeresboden gepumpt wird. Dort herrscht ein Sandsteinreservoir vor, dass als „Siri-Feld“ bekannt ist und die letzten 20 Millionen Jahre Öl und Gas beherbergte und nun als CO2-Senke dienen soll.

CO2-Speicher mit großem Potential

Dänemark möchte es bis zum Jahr 2025 schaffen, jährlich 1,5 Millionen Tonnen CO2 im Meeresboden unter der Nordsee unterzubringen. Bis 2030 sollen es dann 8 Millionen Tonnen sein, was mehr als 13 Prozent der derzeitigen jährlichen Emissionen des Landes entspricht. Allerdings muss das CO2 per Schiff auf die Ölplattform gebracht werden. Bis die Schifffahrt CO2-neutral ist, wird dieser Teil des Prozesses also noch mit nicht unwesentlichen Emissionen verbunden sein.

Die Organisatoren des Projekts behaupten, dass das Siri-Feld Potential genug Raum bietet, um mehr als die Menge CO2 zu speichern, die Dänemark bisher in seiner Geschichte produziert hat. Das Potential des Sandstein-Reservoirs als CO2-Senke reiche angeblich aus, um, die aktuelle Emissionsrate vorausgesetzt, 500 Jahre lang die kompletten CO2-Emissionen des Landes aufzunehmen.

via Recharge News

Wissenschaft / Co2 / CO2-Speicher / Klimawandel
29.11.2022 · 13:33 Uhr
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