Zivile Opfer in Krywyj Rih: Drohnenangriffe treffen Einkaufszentrum – Selenskyj fordert mehr Druck auf Russland
Angriff auf Krywyj Rih
Mindestens 15 Menschen starben bei russischen Drohnenangriffen auf ein Einkaufszentrum in der südostukrainischen Stadt Krywyj Rih. Die Zahl der Verletzten stieg auf 130, darunter 23 Kinder und 29 Schwerverletzte. Der Angriff erfolgte in zwei Wellen – eine halbe Stunde nach dem ersten Treffer griffen die Drohnen erneut Rettungskräfte an.
Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete den Angriff als „absolut zynisch und hinterhältig“. Er sprach von „Bestien“ und forderte echte Konsequenzen für Russland. Krywyj Rih ist die Heimatstadt Selenskyjs und wurde erst vor wenigen Tagen bereits mit Drohnen und Raketen angegriffen.
Weitere Angriffe auf Zivilziele
In der Region Mykolajiw starben bei einem russischen Angriff mindestens vier Menschen, darunter drei Kinder im Alter von elf und zwölf Jahren. Ein Geschäft, eine Apotheke und ein Postamt wurden getroffen. In Cherson wurden zwei Zivilisten – ein 80-jähriger Mann und eine 92-jährige Frau – durch Artilleriebeschuss getötet.
Russland führt seit knapp viereinhalb Jahren Krieg gegen die Ukraine und nimmt zunehmend zivile Ziele ins Visier. Parallel dazu meldete die von Moskau eingesetzte Verwaltung im Donbass fünf Tote und 13 Verletzte durch ukrainische Angriffe.
Selenskyjs Forderung nach Konsequenzen
Selenskyj forderte die internationale Gemeinschaft auf, Russland zur Verantwortung zu ziehen. „Solche Angriffe sind schlichtweg Terrorakte“, erklärte er. Die Welt müsse mit echtem Druck auf den Aggressor reagieren.
Die jüngsten Angriffe zeigen, dass zivile Infrastruktur gezielt unter Beschuss genommen wird. Die Opferzahlen sprechen eine klare Sprache – und die Forderung nach Konsequenzen wird lauter.

