Zalando wächst und wird zuversichtlicher beim Ergebnis 2021 - Aktie bricht dennoch ein

Beim Blick auf den operativen Gewinn wurde der DAX-Kandidat trotz eines in diesem Punkt enttäuschenden Quartals etwas optimistischer - was aber auch an verschobenen Investitionen liegt. Während die Erlöse im zweiten Quartal deutlich zulegten, ging das operative Ergebnis (bereinigtes Ebit) kräftig zurück.

Entgegen den Anlegern zeigten sich Analysten in ersten Reaktionen recht zufrieden. Der Absatz und der Ausblick deckten sich mit den Erwartungen, schrieb Analystin Sherri Malek von der kanadischen Bank RBC in einer ersten Reaktion. Der operative Gewinn (Ebit) liege leicht darunter. Nach Ansicht von Analystin Olivia Townsend von der Schweizer Großbank UBS fielen die wichtigsten Kennziffern stark aus. Die Investoren könnten aber vom Ausblick enttäuscht sein. Auch ihre Kollegin Georgina Johanan von der US-Investmentbank JPMorgan schlug in diese Kerbe: Der Online-Modehändler habe stark abgeschnitten, die Markterwartungen aber verfehlt.

Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) werde jetzt in der oberen Hälfte der erwarteten Spanne von 400 bis 475 Millionen Euro erwartet, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Berlin mit. Beim Umsatz werde weiter ein ein Anstieg um 26 bis 31 Prozent auf 10,1 Milliarden Euro bis 10,5 Milliarden Euro erwartet.

Im zweiten Quartal legte der Umsatz um 34 Prozent auf 2,73 Milliarden Euro zu. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) ging wegen höherer Ausgaben für die Kundengewinnung und Marketing um 13 Prozent auf 184 Millionen Euro zurück. Damit erfüllte Zalando beim Umsatz die Erwartungen der Experten - der operative Gewinn fiel allerdings schwächer als erwartet aus.

Wer während der Ladenschließungen im Frühling 2020 erstmals bei Zalando bestellte, sei auch danach auf der Plattform sehr aktiv geblieben, teilte der Online-Modehändler weiter mit. Seit dem Sommer 2020 stieg die Zahl aktiver Kunden demnach um gut zehn Millionen auf 44,5 Millionen - aktiv heißt dabei, dass jemand mindestens einmal im Jahr bestellt. In der Zeit von April bis Juni kauften diese Kunden so häufig wie nie: Durchschnittlich erhielten sie fünf Bestellungen von Zalando.

"Kunden und Partner nehmen unsere Plattform stark in Anspruch", sagte Finanzchef David Schröder. Dabei sei auch der durchschnittliche Warenkorb gewachsen. Es bestätige sich, dass der durch die Pandemie ausgelöste Wechsel in den Online-Handel nachhaltig sei.

Viele der knapp 15 000 Beschäftigten erholen sich gerade von dem Kraftakt, der hinter ihnen liege, wie Schröder erklärte. Das Unternehmen gewährte eine Woche Zusatzurlaub als "kollektive Pause". Vor allem Bürobeschäftigte haben in dieser Woche frei. In der Logistik kommen die Tage vielfach zunächst aufs Urlaubskonto.

So reagiert die Zalando-Aktie

Die Aktie verlor im Donnerstagshandel letztendlich 4,83 Prozent auf 92,68 Euro. Seit ihrem Rekordhoch bei 105,90 Euro vor rund einem Monat haben die Zalando-Papiere nun schon mehr als 15 Prozent an Wert eingebüßt. Damit lautet die bisherige Jahresbilanz minus ein Prozent. Seit dem Börsengang im Herbst 2014 summiert sich das Kursplus aber immer noch auf satte 270 Prozent.

Zalando liegt nach dem zweiten Quartal zwar auf Kurs zu seinen Wachstumszielen und beim Blick auf den operativen Gewinn wurde der DAX-Kandidat trotz eines in diesem Punkt enttäuschenden Quartals etwas optimistischer. Der operative Gewinn im zweiten Quartal fiel allerdings schwächer als erwartet aus. Trotz eines Umsatzsprungs fiel es wegen höherer Ausgaben für die Kundengewinnung und Marketing um 13 Prozent auf 184 Millionen Euro.

Entgegen den Anlegern zeigten sich Analysten in ersten Reaktionen am Morgen recht zufrieden. Der Absatz und der Ausblick deckten sich mit den Erwartungen, schrieb Analystin Sherri Malek von der kanadischen Bank RBC in einer ersten Reaktion. Der operative Gewinn (Ebit) liege leicht darunter.

Die wichtigsten Kennziffern des Modehändlers seien erneut stark ausgefallen, betonte Analystin Olivia Townsend von der UBS. Die Investoren könnten allerdings vom Ausblick enttäuscht sein. Auch ihre Kollegin Georgina Johanan von JPMorgan schlug in diese Kerbe: Der Online-Modehändler habe stark abgeschnitten, die Markterwartungen aber verfehlt.

Aus Sicht von Goldman-Sachs-Analyst Richard Edwards entsprachen die Kennziffern in etwa den Erwartungen. Die mit dem Partnerprogramm erwirtschafteten Umsätze des Online-Modehändlers seien stark gewesen. Auch Andrew Ross von der britischen Bank Barclays sagte, dass Zalando den hohen Erwartungen gerecht geworden sei.

Seit ihrem Rekordhoch bei 105,90 Euro vor rund einem Monat haben die Zalando-Papiere nun schon mehr als 15 Prozent an Wert eingebüßt. Damit lautet die bisherige Jahresbilanz minus ein Prozent. Seit dem Börsengang im Herbst 2014 summiert sich das Kursplus aber immer noch auf satte 270 Prozent.

FRANKFURT (Dow Jones) / (dpa-AFX)

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[finanzen.net] · 05.08.2021 · 17:53 Uhr
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