WWF warnt: Es droht das größte Artensterben seit dem Ende der Dinosaurier

Anlässlich des heutigen Tags des Artenschutzes haben sich mehrere Umweltschutzverbände mit einer eindringlichen Warnung an die Öffentlichkeit gewandt. So bezeichnete der WWF das Artensterben als aktuell größte Bedrohung neben dem Klimawandel. Ein Blick auf die Zahlen bestätigt die Gefahr. So wurden im Rahmen der sogenannten Roten Liste 112.000 Arten genauer untersucht, wovon 30.000 als gefährdet gelten. Schätzungen der Experten des WWF gehen daher davon aus, dass in den nächsten Jahrzehnten bis zu eine Million Arten für immer von der Erde verschwinden könnten. Gleichzeitig weist die Organisation aber auch darauf hin, dass der Klimawandel und das Artensterben eng miteinander verknüpft sind. So sorgt die Erderwärmung teilweise für die Zerstörung von vorhandenen Ökosystemen. Umgekehrt wird in vielen Ökosystemen aber auch CO2 gespeichert.

Eine Honigbiene entfernt sich von einer Blüte

Diesmal ist vor allem der Mensch verantwortlich

WWF-Vorstand Christoph Heinrich bezeichnet den Schutz der Biodiversität daher auch als Teil des Klimaschutzes. Sichtbar wird dies beispielsweise bei den Bemühungen, den Regenwald vor der Abholzung zu bewahren. Der Naturschutzbund Nabu wiederum verweist auf zwei andere Aspekte der Problematik. Zum einen ist das Verhältnis zwischen neu entstehenden Tier- und Pflanzenarten und den aussterbenden Arten alles andere als ausgeglichen. Konkret verläuft das Aussterben rund 1.000 mal schneller als die Entstehung. Ganz neu ist eine solche Entwicklung allerdings nicht. Vielmehr handelt es sich bereits um das sechste bekannte große Artensterben in der Geschichte der Erde. Einen wichtigen Unterschied gibt es allerdings: Erstmals ist die Ursache keine Naturkatastrophe, sondern der Mensch. Dies bedeutet aber auch: Theoretisch hat es die Menschheit in der Hand, das Artensterben zu beenden.

Diese zwei Faktoren beschleunigen das Artensterben

Die Umweltschutzorganisationen haben zwei Hauptfaktoren identifiziert, die für das Problem verantwortlich sind: Zum einen werden immer mehr Lebensräume zerstört. Dies kann beispielsweise durch die zunehmende Versiegelung von Flächen geschehen oder etwa durch die Rodung von Waldgebieten. Gleichzeitig sorgt aber auch die Verschmutzung von Luft, Wasser und Böden dafür, dass sich die Artenvielfalt reduziert. Hier spielt in Deutschland unter anderem die industrielle Landwirtschaft eine Rolle. Zu den Forderungen der Organisationen gehört daher auch die Förderung einer nachhaltigen Lebensmittelproduktion. Umgekehrt soll auf naturschädliche Subventionen verzichtet werden. Erste Schritte in diese Richtung könnten auf der UN-Biodervisitätskonferenz beschlossen werden, die eine entsprechende Strategie für die nächsten zehn Jahre beschließen soll.

Via: FAZ

Umwelt / Artenschutz
[trendsderzukunft.de] · 03.03.2020 · 10:13 Uhr
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