Wolfswinkel: WDR dreht Spielfilm über Neutralitätsgebot der Polizei

Im Mittelpunkt steht eine junge Polizistin, die die rechte Gesinnung in ihrem Heimatdorf zu lange ignorierte und sich letztlich zwischen alten Freundschaften und Anstand und Gesetz entscheiden muss.
Bild: Quotenmeter
Der WDR dreht derzeit im brandenburgischen Wittbrietzen und Zülichendorf einen neuen Fernsehfilm, der im kommenden Jahr im Ersten ausgestrahlt werden soll. Besetzt ist Wolfswinkel, der sich um eine junge Polizistin dreht, die die zunehmend rechte Gesinnung in ihrem kleinen Heimatort lange ignoriert, mit überwiegend jungen Schauspielern. In den Hauptrollen zu sehen sind Annett Sawallisch, Claudia Eisinger und Alina Levshin. In weiteren Rollen spielen Jörg Schüttauf, Lisa-Marie Koroll, Robert Höller, Jonathan Lade und Andrej Kaminsky. Regie führt Ruth Olshan, die gemeinsam mit Scarlett Kleint und Alfred Roesler-Kleint auch das Drehbuch geschrieben hat. Die Produktion verantwortet zischlermann Filmproduktion, als Produzentin fungiert Susanne Mann.

Es geht darin um eine junge Polizistin, die die zunehmend rechte Gesinnung in ihrem kleinen Heimatort lange ignoriert. Denn: Die junge Staatsdienerin nimmt ihr Neutralitätsgebot sehr ernst und wenn es politisch wird, hält sie sich lieber raus. Der Film zeigt den Konflikt der jungen Frau, die sich am Ende entscheiden muss - zwischen alten Freundschaften auf der einen und Anstand und Gesetz auf der anderen Seite.

Im Mittelpunkt steht die Mittdreißigerin Melanie (Sawallisch), eine Polizistin aus Brandenburg, deren Revier das flache Land zwischen Wäldern, Seen und Kanälen nördlich von Berlin ist. Sie gibt sich überwiegend unpolitisch, doch das ist nicht immer leicht, wenn sich in ihrem Heimatdorf ausgerechnet ihre beste Freundin Lydia (Eisinger) mit rechten Slogans wichtigmacht und über Nacht eine Straße verschwindet. Und zwar das letzte Stück holpriges Kopfsteinpflaster hinaus zur Badestelle am Kiessee, wo vor langer Zeit Baustoff für Bunkeranlagen der Wehrmacht gefördert wurde. Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge haben hier geschuftet. Grundschullehrerin Anja (Levshin) hält es für eine gedankenlose Schweinerei, dass diese steinerne Geschichtslektion einfach wegasphaltiert werden soll. Die meisten anderen im Dorf sehen das gelassener. Auch Melanie stört eigentlich nur, dass die Baustelle nicht ordentlich gesichert ist. An der verschwundenen Zwangsarbeiter-Straße scheiden sich nun die Geister. Der nach einem Karriereknick heimgekehrte Daily-Soap-Star Lydia sammelt als Influencerin vom Dorf Likes und Follower und verdient mit ihren erdverhafteten Webvideos „Holt euch eure Heimat zurück!“ fast so gut wie mit einer Hauptrolle. Anja spricht es aus: Lydia reitet auf der braunen Welle. Und als deren Anhänger nicht nur zahlreicher, sondern auch gewaltbereiter werden, muss sich die harmoniesüchtige Ordnungshüterin Melanie entscheiden. Für die alte Freundschaft oder für Anstand und Gesetz.
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[quotenmeter.de] · 23.06.2022 · 15:49 Uhr
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