Wie eine Handtasche entsteht - Traditionelle Handwerkskunst bei Tanner & Tailor
Trotz des technologischen Fortschritts in der heutigen Zeit gibt es immer noch ein paar Dinge, deren Herstellung das Fingerspitzengefühl und die erfahrene Hand eines Fachmanns erfordert. So zum Beispiel Lederwaren wie Handtaschen oder Portemonnaies

(lifepr) Reinheim, 26.10.2009 - Ein gutes Auge und menschlicher Sachverstand ist schon allein dem Naturmaterial Leder geschuldet, das ganz besondere Aufmerksamkeit erfordert. Während künstliche Materialien mit komplett gleichmäßiger Oberfläche produziert werden und somit beliebig und in größeren Mengen auf einmal zugeschnitten werden können, ist bei echtem Leder jede Haut einzigartig und das Zuschneiden erfordert das kundige Auge eines Fachmanns. Dieser besieht jede Haut einzeln und weiß aus jahrelanger Erfahrung, welcher Teil des Leders am besten für welchen Teil der Tasche geeignet ist. Trotzdem keine leichte Aufgabe, denn nicht selten hat eine einzige Tasche über 30 verschiedene Einzelteile.

Nach dem Zuschneiden des Leders erfolgt das sogenannte "Schärfen". Dabei werden die Ecken der einzelnen Lederteile mit Hilfe einer Schärfmaschine abgeflacht, um sie später einfacher einschlagen oder zusammennähen zu können. Ohne das Schärfen wären die Stellen an denen zwei Lederteile aufeinander liegen und zusammengenäht werden, viel dicker und sähen plump aus.

Im dritten Schritt der Fertigung einer Handtasche wird das Innenfutter zusammengenäht. Je nach Modell werden unterschiedliche Stoffe verwendet und verschiedene Fächer eingearbeitet. Auch dieser Schritt erfordert viel Zeit und Aufwand, schließlich muss bei der fertigen Tasche alles an der richtigen Stelle sitzen und teilweise werden zahlreiche Reißverschlüsse, raffinierte Innentaschen, Schminkspiegel oder andere Besonderheiten eingearbeitet.

Der schwierigste Teil des ganzen Herstellungsprozesses erfolgt jedoch, sobald alle Einzelteile einer Tasche fertig vorbereitet sind. Je nach Modell werden sie zusammengenäht oder teilweise auch zusammengeklebt. Dabei kann eine falsche Naht die ganze bisherige Arbeit zunichtemachen und das wertvolle Material unbrauchbar werden lassen!

Entscheidend für eine gelungene Verarbeitung ist der richtige Abstand der Nähte, denn nur so sieht das Endprodukt harmonisch aus. Dies wird insbesondere bei den beliebten Kontrastnähten zu einer speziellen Herausforderung. Wenn die Naht eine andere Farbe als das Leder hat, fällt jede kleine Abweichung nämlich sofort ins Auge!

Nach der erfolgreichen Verarbeitung ist der nächste wichtige Schritt das "in-Form-bringen". Viele Taschen werden nämlich von links nach rechts genäht und müssen nach der Fertigstellung gewendet werden. Um sie in die gewünschte Form zu bringen sind Fingerspitzengefühl und spezielle Werkzeuge nötig.

Bei einigen Modellen werden im letzten Schritt noch Metallteile wie Schlösser, Ringe oder Nieten angebracht. Damit diese dabei nicht verkratzt werden, geschieht die Verarbeitung auch hier wieder komplett von Hand.

So ist jeder Schritt der Herstellung einer Tasche oder eines Portemonnaies fast eine Kunst für sich, die in der heutigen Zeit immer seltener wird und nur noch von wenigen richtig beherrscht wird.
Mode / Fashion
[lifepr.de] · 26.10.2009 · 16:00 Uhr
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