Wenn Helfen selbst zum Risiko wird: ShelterBox macht am Tag der humanitären Hilfe am 19. August auf die wachsende Gefahr für Helfer*innen aufmerksam
Besonders gefährlich sind derzeit Einsätze in Gaza und im Südsudan - ShelterBox und seine Partnerorganisationen sind in ihren Einsatzgebieten zunehmend selbst bedroht.
Berlin, 17.08.2026 (lifePR) - Anlässlich des diesjährigen Welttags der humanitären Hilfe am 19. August macht ShelterBox Germany e.V. auf die weltweite Bedrohung für humanitäre Einsatzkräfte aufmerksam. Während mehr als 117 Millionen Menschen aus ihrem Zuhause vertrieben worden sind, wird die benötigte Hilfe durch Gewalt und politische Hürden massiv erschwert. Klimawandel und bewaffnete Konflikte verschärfen die Lage zusätzlich - und neben physischer Gewalt entstehen neue Risiken durch Cyberangriffe, Deepfakes und Drohnen.
Laut der Aid Worker Security Database (AWSD) wurden seit dem Jahr 2000 mehr als 8.500 schwere Angriffe auf humanitäre Helfende registriert - umgerechnet fast ein Angriff pro Tag. Allein 2025 wurden 350 humanitäre Helfer*innen getötet, im laufenden Jahr bereits 83 (Stand: 11. August 2026). Insgesamt waren 2026 bereits über 200 humanitäre Helfer*innen von 133 schweren Angriffen betroffen. Dazu zählen Tötungen, Entführungen, Festnahmen, Angriffe mit schweren Verletzungen sowie sexualisierte Gewalt.
Auch Mitarbeitende und Partnerorganisationen von ShelterBox sind in ihren Einsatzgebieten einer erheblichen Gefahr ausgesetzt. Besonders betroffen sind lokale Kolleg*innen unserer Partnerorganisationen, wie z. B. PARC und MAP in Gaza, die nicht nur bei ihrer Arbeit, sondern auch in ihrem privaten Alltag täglich Risiken ausgesetzt sind. Drei von ihnen wurden bereits getötet.
ShelterBox begegnet den Risiken in den Einsatzgebieten mit umfassenden Sicherheitsstrategien. „ShelterBox nimmt seine Fürsorgepflicht den Mitarbeitenden gegenüber sehr ernst" so Richard Nixon-Eckersall, Head of Security bei ShelterBox. Vor jedem Einsatz durchlaufen die Teams ein umfassendes Vorbereitungstraining, das bei Bedarf um zusätzliche Schulungen für den Einsatz in besonders instabilen Umgebungen ergänzt wird. Auch Partnerorganisationen bietet ShelterBox Workshops zu Sicherheitsfragen an, abgestimmt auf die Prozesse vor Ort. Während des Einsatzes stehen den Teams durchgehend medizinische Notfallhilfe sowie Verantwortliche des Sicherheitsmanagements zur Verfügung. Nach jedem Einsatz folgt ein individuelles Debriefing durch geschulte Trauma-Risk-Management-Fachkräfte, deren Unterstützung auch darüber hinaus genutzt werden kann.


