Weiterer Dämpfer: Das könnte Softbanks Rückzug für NVIDIA bedeuten

Eine schlechte Nachricht nach der anderen

NVIDIA macht aktuell schwierige Zeiten durch. Der Chiphersteller musste kürzlich seine Umsatzprognose für das vierte Quartal des vergangenen Jahres stark senken, woraufhin der Aktienkurs zwischenzeitlich um rund 19 Prozent einbrach. Schuld sei eine schwache Nachfrage, insbesondere in China, gewesen. Kurze Zeit später kam der nächste Dämpfer: RBC-Experte Mitch Steves fand heraus, dass NVIDIA offenbar den Umsatz, der durch Krypto- und Blockchain-Technologien generiert wurde, deutlich zu niedrig angesetzt habe. Mehr als eine Milliarde US-Dollar zu wenig soll das Unternehmen angegeben haben.

Softbank zieht sich zurück

Nun, Mitte letzter Woche, musste der Halbleiterhersteller einen weiteren Rückschlag verkraften: Das japanische Telekommunikations-Unternehmen Softbank bestätigte, seine gesamten Anteile an NVIDIA Anfang dieses Jahres abgestoßen zu haben. Softbank war mit seinem Technologiefonds Vision Fund einer der größten Investoren von NVIDIA. Der Fonds, der außerdem in diverse weitere Tech-Einhörner wie Uber, Slack, Flipkart oder Didi Chuxing investiert ist, hielt einen Anteil von etwa 4,4 Prozent an NVIDIA.

Seit Oktober letzten Jahres erlitten die Titel des Chipherstellers aber einen enormen Wertverlust. Seit dem Hoch bei 292,75 US-Dollar Anfang Oktober hat die Aktie fast die Hälfte ihres Wertes eingebüßt. "Aufgrund der Verschlechterung des Aktienkurses von NVIDIA hatte das konsolidierte Betriebsergebnis des Softbank-Konzerns einen negativen Einfluss von etwa 400 Milliarden Yen, einen negativen Einfluss von 400 Milliarden Yen aus dieser Verschlechterung des NVIDIA-Aktienkurses", berichtete der Softbank-Chef Masayoshi Son. Das entspricht etwa 3,6 Milliarden US-Dollar. Softbank wolle sich von nun an auf die Investition in vielversprechendere Einhörner konzentrieren.

Was bedeutet das für NVIDIA?

Wie wird es nun also für den Chiphersteller weitergehen? Wird sich NVIDIA wieder fangen können? Softbank hat sich öffentlich nicht näher zu diesem Schritt geäußert. Welche Auswirkungen die Abstoßung der Aktien also tatsächlich haben wird, ist noch nicht abzusehen. Möglich ist aber, dass Softbank kein weiteres Wachstum mehr bei NVIDIA erwartet und die Hoffnung auf eine rosige Zukunft des Unternehmens aufgegeben hat.

Aktie im Fokus
[finanzen.net] · 11.02.2019 · 03:35 Uhr
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