WDR-Task-Force entwickelt digitales Angebot für Unwetterlagen

Um in Gefahrenlagen mehr Menschen besser erreichen zu können, arbeitet der WDR an einem digitalen Angebot für Unwetterlagen.

Trotz ausgesprochener Wetterwarnungen hat das Unwetter und das Hochwasser viele Menschen im Westen Deutschlands überrascht, weshalb mehr als 170 Menschen ihr Leben verloren haben. Zuletzt äußerte sich Bundesinnenminister Horst Seehofer sich zuversichtlich, dass das sogenannte Cell Broadcast – also Warnmeldungen an die Bevölkerung via Mobilfunk – rasch eingeführt werden könne. Auch der WDR arbeitet derzeit an einer Lösung, um in Gefahrenlagen mehr Menschen besser erreichen zu können.

Dazu hat die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt, dessen Sendegebiet besonders von der Hochwasser-Katastrophe betroffen war, eine Task Force eingesetzt, die mit sofortiger Wirkung ein digitales Angebot entwickeln soll, um mehr Menschen besser zu erreichen. Der WDR erklärt sich offen für Kooperationen und bietet insbesondere dem Katastrophenschutz und den Behörden an, hier zusammenzuarbeiten. Das hat die Geschäftsleitung des WDR beschlossen.

„Wir wollen den behördlichen Katastrophenschutz künftig moderner und noch besser unterstützen. Das gehört zu den selbstkritischen Lehren, die wir jetzt ziehen. Zugleich haben wir unzählige Sondersendungen gebracht, die Aktion „WDR hilft helfen“ und den ARD-Benefiz-Tag. Wir haben mitgeholfen, bislang über 50 Millionen Euro Spenden zu sammeln – und haben die unbürokratische Entlastung vom Rundfunkbeitrag für Unwetteropfer organisiert. Jetzt für die Zukunft ein Angebot zu entwickeln, ist der nächste ganz wichtige Schritt“, erklärt WDR-Intendant Tom Buhrow. „Wir brauchen ein besseres, zielgerichtetes digitales Angebot für Menschen in Unwetterlagen. Das wird sicher seine Zeit brauchen. Aber wir sind zuversichtlich, dass wir am Ende ein gutes Angebot für die Menschen in NRW haben werden, das bestmöglich zu den behördlichen Warnmaßnahmen passt.“

Vertreter des WDR, des NRW-Innenministeriums und des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hatten bereits in der vergangenen Woche die Abläufe rund um die Bevölkerungswarnung bei der Unwetterlage in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli erörtert. Es wurde verabredet, gemeinsam die Analyse fortzusetzen und abgestimmte Empfehlungen zur Weiterentwicklung zu erarbeiten. Der WDR wurde teils stark kritisiert, dass man recht unvorbereitet auf die nächtlichen Unwetter und die entsprechende Berichterstattung gewirkt habe. Zwar wurde in der Nacht immer wieder auf die Katastrophenlage in den Nachrichten hingewiesen, aber ansonsten lief das Programm nach Plan ab.
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[quotenmeter.de] · 26.07.2021 · 11:34 Uhr
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