Wartung planen statt Stillstand bezahlen: SF2 bringt neue Zustandsanalyse in den Mittelstand
SF2 nutzt vorhandene Sensor- und Betriebsdaten, um schleichende Veränderungen im Gesamtzustand von Maschinen sichtbar zu machen – ohne neue Sensorlandschaft, ohne Cloud-Zwang und mit kostenlosem Einstieg über die eigenen Daten.

05. September 2026, 08:00 Uhr · Quelle: Pressebox
SF2 erkennt Veränderungen im Maschinenzustand durch Analyse vorhandener Betriebsdaten und ermöglicht vorausschauende Wartung ohne Cloud-Übertragung.

Wien, 05.09.2026 (PresseBox) - Ein erfahrener Mitarbeiter merkt oft früh, wenn eine Maschine plötzlich anders läuft. Vielleicht klingt eine Pumpe nicht mehr ganz gleich, ein Motor verhält sich unter Last etwas anders oder mehrere kleine Veränderungen treten gleichzeitig auf. Noch ist kein einzelner Wert alarmierend – trotzdem sagt die Erfahrung: Irgendetwas hat sich verändert.

Dieses Erfahrungswissen ist wertvoll, steckt aber häufig in einzelnen Köpfen. Geht ein langjähriger Mitarbeiter in Pension, geht damit oft auch ein Teil dieses Wissens verloren. Gleichzeitig kann kein Mensch dauerhaft alle Sensoren einer Anlage und deren Werte im Zusammenspiel beobachten.

Genau an diesem Punkt setzt SF2 an.

Maschinen und Anlagen liefern heute meist längst die notwendigen Informationen: Temperatur, Druck, Stromaufnahme, Durchfluss, Drehzahl, Vibrationen, Laufzeiten und viele weitere Betriebsdaten. Das Problem ist häufig nicht, dass Daten fehlen, sondern dass sie getrennt voneinander betrachtet werden.

Die einzelnen Messwerte einer Maschine erzählen dabei nicht jeder für sich eine eigene Geschichte – entscheidend ist ihr Zusammenspiel. Verändert sich beispielsweise die Belastung, kann sich das gleichzeitig auf Stromaufnahme, Temperatur, Druck oder Durchfluss auswirken. Jeder dieser Werte kann für sich noch völlig unauffällig erscheinen. Gemeinsam können sie jedoch bereits erkennen lassen, dass sich die Maschine anders verhält als bisher.

Wenn eine Maschine ein zusammenhängendes System ist, sollte man auch ihre Daten als zusammenhängendes System betrachten.

SF2 verbindet deshalb die vorhandenen Informationen zu einem Gesamtbild. Vereinfacht gesagt entsteht daraus ein digitaler Fingerabdruck des jeweiligen Anlagenzustands. Läuft eine Maschine unter vergleichbaren Bedingungen normal, ähneln sich diese Fingerabdrücke. Beginnt sich ihr Verhalten zu verändern, verändert sich auch das Gesamtbild – möglicherweise lange bevor ein einzelner Sensor einen klassischen Grenzwert überschreitet.

Was das in der Praxis bedeuten kann

Nehmen wir eine Pumpe. Sie liefert beispielsweise Daten über Druck, Durchfluss, Stromaufnahme und Temperatur. Vielleicht braucht sie mit der Zeit etwas mehr Strom, gleichzeitig verändert sich der Durchfluss geringfügig und die Temperatur steigt leicht.

Keiner dieser Werte allein muss bereits einen Alarm auslösen. Gemeinsam können sie jedoch zeigen: Diese Pumpe verhält sich heute anders als noch vor einigen Wochen.

In der Analyse eines realen Wasserpumpensystems konnte SF2 Veränderungen im Anlagenzustand bereits vier Tage vor einem dokumentierten Ausfall sichtbar machen. Das bedeutet nicht, dass jeder Defekt automatisch vier Tage vorher erkannt wird. Es zeigt aber sehr anschaulich, welche Informationen in vorhandenen Maschinendaten stecken können, wenn man sie nicht nur einzeln betrachtet.

Gerade darin liegt ein wesentlicher Unterschied zu vielen anderen datengetriebenen Ansätzen. Diese funktionieren besonders gut, wenn bereits ausreichend Beispiele dafür vorhanden sind, wie bestimmte Fehler aussehen. In der Industrie gibt es solche Fehlerdaten häufig gerade nicht – schließlich sollte eine gute Maschine möglichst selten ausfallen.

SF2 benötigt deshalb keine großen gelabelten Fehlerdatensätze und kein klassisches überwachtes Fehlertraining. Je nach Anwendungsfall kann zunächst aus vorhandenen Betriebsdaten gelernt werden, welche semantische Struktur und welche Zustände für das jeweilige System relevant sind.

Verändert sich dieses Verhalten später, wird die Abweichung sichtbar. Das bedeutet noch nicht automatisch, dass ein Defekt vorliegt. Auch ein neuer Betriebszustand, eine veränderte Belastung oder ein anderer Prozesszustand kann ein anderes Muster erzeugen. Entscheidend ist zunächst, dass die Veränderung erkannt und anschließend gezielt beurteilt werden kann.

Ist ein Modell fixiert und versioniert, arbeitet die anschließende Laufzeitanalyse reproduzierbar: Gleiche Eingangsdaten führen zur gleichen Transformation, zum gleichen Fingerprint und zum gleichen Vergleichsergebnis.

Vorhandene Maschinen weiter nutzen

Für Unternehmen ist dabei wichtig: SF2 ist eine Softwarelösung. Die Technologie ist weder an einen bestimmten Maschinenhersteller noch an einen bestimmten Sensortyp oder ein einzelnes Anlagenmodell gebunden.

Wenn geeignete Betriebsdaten vorhanden sind, kann SF2 darauf aufsetzen. Bestehende Sensoren, Maschinensteuerungen, Wartungs- oder Condition-Monitoring-Systeme müssen dafür nicht ersetzt werden.

Mit der kostenlosen SF2 Suite SE lassen sich zunächst historische Sensor- und Prozessdaten untersuchen und unterschiedliche Zustände miteinander vergleichen. Zeigt sich daraus ein belastbarer Anwendungsfall, kann das Modell anschließend mit der SF2 Suite RT in den Echtzeitbetrieb überführt und über eine SF2 Engine RT produktiv ausgeführt werden.

Es geht also nicht darum, eine Fabrik neu zu bauen oder noch mehr Daten zu produzieren. Es geht darum, aus dem, was bereits vorhanden ist, mehr zu verstehen.

Das macht den Ansatz auch wirtschaftlich interessant. Ein Unternehmen kann bei einer einzelnen kritischen Maschine beginnen und den Einsatz später auf weitere Anlagen ausweiten. Entscheidend ist nicht die Unternehmensgröße, sondern ob frühere Informationen über Veränderungen im Anlagenzustand helfen, Wartung besser zu planen, ungeplante Stillstände zu reduzieren oder Folgekosten zu vermeiden.

Gerade bei Maschinen, deren Ausfall mehrere Stunden oder Tage Produktion kosten kann, kann eine früh erkannte relevante Veränderung einen erheblichen Unterschied machen.

Die Daten können im Unternehmen bleiben

Maschinendaten können viel über Produktionsmengen, Verfahren, Auslastung und internes Know-how verraten. Viele Betriebe möchten solche Informationen deshalb nicht in eine externe Cloud übertragen.

SF2 ist so ausgelegt, dass Analyse und produktive Ausführung direkt an der Anlage, auf Edge-Hardware oder innerhalb der bestehenden Unternehmensinfrastruktur stattfinden können. Sensible Produktions-, Prozess- und Betriebsdaten können damit im Unternehmen bleiben.

Gerade angesichts steigender Anforderungen an Datenhoheit, Cybersecurity, Cyberresilienz und den Schutz industrieller OT-Systeme gewinnt dieser lokale Ansatz zunehmend an Bedeutung.

SF2 fügt sich damit in bestehende industrielle Strukturen ein, anstatt sie neu aufzubauen. Die Software ersetzt weder die vorhandene Technik noch das Wissen der Menschen vor Ort, sondern ergänzt beides um eine zusätzliche Sicht auf die Entwicklung des gesamten Anlagenzustands.

Mit den eigenen Daten ausprobieren

Ob SF2 für einen konkreten Betrieb interessant ist, lässt sich am besten mit den eigenen Daten beurteilen.

Wer historische Sensor- oder Prozessdaten als CSV vorliegen hat, kann mit der SF2 Suite SE kostenlos beginnen. Die Daten werden lokal auf dem eigenen Rechner analysiert; vorhandene Zustände können modelliert, miteinander verglichen und auf Veränderungen untersucht werden.

Dafür braucht es zunächst weder einen Cloud-Vertrag noch ein großes IT-Projekt.

Ein Datensatz und etwas Neugier reichen für den Anfang.

Zeigt sich daraus ein interessanter Anwendungsfall, kann dieser anschließend mit der SF2 Suite RT und der SF2 Engine RT in eine produktive Echtzeitlösung überführt werden.

Für komplexere industrielle Fragestellungen bietet SF2 zusätzlich die Edge Challenge an. Unternehmen können dort reale Anwendungsfälle mit historischen Maschinen-, Sensor-, SCADA-, MES- oder Logdaten einbringen und gemeinsam mit SF2 prüfen, welche Zustände, Übergänge oder Veränderungen sich darin sichtbar machen lassen.

Denn am Ende steht eine erstaunlich einfache Frage:

Wenn die Daten ohnehin vorhanden sind – was lässt sich aus ihnen erkennen, wenn man die Maschine nicht Sensor für Sensor, sondern als zusammenhängendes System betrachtet?

SF2 selbst ausprobieren

Die kostenlose SF2 Suite SE ist ab sofort unterhttps://sf2systems.com/... verfügbar.

Alle weiterführenden Editionen stehen ab 14. September 2026 im SF2 Shop unter www.sf2systems.com/shop zum Download bereit.

Software / Predictive Maintenance / Industrie 4.0 / Maschinendaten / Edge Computing / Condition Monitoring / Mittelstand
[pressebox.de] · 05.09.2026 · 08:00 Uhr
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