Wall Street fällt in den Rückwärtsgang – Trumps Hormus-Provokation trifft auf OpenAI-Konkurrenz

Wall Street bleibt unter Dampf
Die US-Börsen haben den Montag mit einer Mischung aus Langeweile und leichter Skepsis begonnen. Der Dow Jones rutschte um 0,2 Prozent auf 53.600 Punkte, der S&P 500 gab 0,1 Prozent auf 7.776 Zähler nach. Nur der Nasdaq 100 konnte sich mit einem Plus von 0,2 Prozent auf 30.107 Punkte behaupten – getrieben von positiven Nachrichten aus dem KI-Sektor.
Nahost-Konflikt blockiert Öl-Route
Seit zwei Monaten ringen Washington und Teheran um ein Rahmenabkommen, das den Iran-Krieg beenden soll. Fortschritte beim Atomprogramm bleiben aus. Stattdessen hat US-Präsident Donald Trump am Wochenende mit der Ankündigung einer Übernahme der Straße von Hormus für neue Spannungen gesorgt. Der Iran reagierte mit Ablehnung und droht, die Verhandlungen abzubrechen. Die Unsicherheit um die wichtige Ölroute belastet die Stimmung an der Wall Street.
Anthropic hebt KI-Hoffnungen
Im Technologiebereich sorgt der OpenAI-Konkurrent Anthropic für Aufwind. Das Unternehmen lieferte optimistische Umsatzprognosen, die den Glauben an die Rentabilität milliardenschwerer KI-Investitionen stärken. Anleger sehen darin ein Zeichen, dass die massiven Ausgaben in Rechenzentren und Modelle nicht umsonst sind.
Märkte brauchen Klarheit
Die leichte Korrektur zeigt, wie sensibel die Börsen auf geopolitische Risiken reagieren. Solange der Konflikt im Nahen Osten andauert und politische Provokationen die Lage verschärfen, bleibt die Richtung unklar. Anleger sollten auf klare Signale aus Washington und Teheran warten, bevor sie größere Positionen eingehen.

