Vorsicht, wenn der Dach-Hai klingelt
Dachdeckerhandwerk Mecklenburg-Vorpommern mahnt zur Vorsicht bei Haustür-Angeboten

In der Branche sind unseriöse mobile Handwerkerkolonnen als „Dach-Haie“ bekannt.
Klein Schwaß, 22.02.2021 (lifePR) - Immer häufiger werden derzeit in Mecklenburg-Vorpommern Dachdeckerarbeiten an der Haustüre angeboten. Hier ist besondere Vorsicht geboten, denn nicht selten muss die spontane Auftragserteilung zwischen Tür und Angel teuer bezahlt werden.

„Zwar ist eine Auftragsakquisition an der Haustüre nicht verboten“, erklärt Andres Knirk, Geschäftsführer des Dachdecker-Landesinnungsverbands MV. „Doch bei den angebotenen Dachreparaturen, Überprüfungen oder Neueindeckungen werden leider oft Leistungen erbracht, die erst zu Schäden führen oder aus kleineren Schäden kapitale Dach-Schäden entstehen lassen“. Nach den Erfahrungen seines Verbandes und der Polizei werden hierfür auch noch weit überhöhte Preise verlangt. Daher werden diese dubiosen Anbieter als „Dach-Haie“ bezeichnet.

Die Maschen solcher unseriösen mobilen Handwerkerkolonnen sind vielfältig: Mal wird erklärt, man könne einen guten Preis für Reparaturen oder Neueindeckungen anbieten, da man gerade in der Nähe beschäftigt sei. Oder es wird eine kostenlose Dachüberprüfung angeboten, die dann natürlich - wer hätte auch anderes erwartet – angebliche Schäden feststellt, die sofort repariert werden müssten.

Oft wird auch nach Fertigstellung des „Pfuschs“ ein weitaus höherer Preis verlangt als im Vorfeld vereinbart.

Andreas Knirk warnt: „Da solche Leistungen in bar abkassiert werden, sind sie auch nicht steuerlich absetzbar“. Hinzu kommt, dass die vermeintlichen mobilen Handwerker bei Mängeln auch nicht mehr greifbar sind. Nicht selten wird nach dem Einsatz solcher selbsternannter „Dachdecker“ eine erneute umfassende Sanierung nötig. „Zudem missachten diese Haustür-Anbieter oft die Arbeitsschutzvorgaben – und im Falle eines Arbeitsunfalls auf der Baustelle könnte auch der Auftraggeber in Mithaftung genommen werden“, so Knirk.

Sein Rat: Vor jeder Auftragsvergabe Vergleichsangebote einholen – am besten von regionalen Dachdeckerbetrieben. Und im Zweifelsfall bei der regionalen Dachdecker-Innung nachfragen, ob der akquirierende Betrieb dort schon aufgefallen ist.

„Wenn die Drückerkolonnen an der Haustüre zur Auftragserteilung nötigen wollen: 110 wählen und die Polizei informieren“, so Andreas Knirk vom Landesinnungsverband.

Weitere Informationen und die Adressen von Dachdecker-Fachbetrieben hält die regionale Dachdecker-Innung bereit. Alternativ steht die Betriebssuche im Internet unter www.dachdecker-mv.de zur Verfügung.
Bauen & Wohnen
[lifepr.de] · 22.02.2021 · 10:25 Uhr
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