Verteidiger: Keine Falschaussagen im Fall des Asylbewerbers Jalloh
10. Januar 2010, 14:42 Uhr · Quelle: dts Nachrichtenagentur
Dessau (dts) - Nachdem der Bundesgerichtshof (BGH) den Freispruch im Fall des 2005 in einer Dessauer Polizeizelle verbrannten Asylbewerbers Oury Jalloh aufgehoben hat, äußert sich nun erstmals der Verteidiger des damals angeklagten Polizisten. Wie das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtet, wirft Attila Teuchtler Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Hövelmann (SPD) den "Versuch politischer Einflussnahme" vor. Der Minister hatte nach dem BGH-Entscheid zur Neuauflage des Verfahrens vergangene Woche erklärt, nun bestehe die "Chance zu einer vollständigen juristischen Aufarbeitung" des Falles. Der Verteidiger wehrte sich, der Minister erwecke den Eindruck "damals sei unvollständig ermittelt, falsch ausgesagt oder etwas vertuscht worden. Das ist Unfug."

