Kassel (dts) - Keine neuen Straßen mehr und massiver Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs sowie der Schiene: Der Verkehrswissenschaftler Helmut Holzapfel wirbt im Zuge einer Verkehrswende für schnellere und radikalere Schritte von Bund, Ländern und Kommunen. "Wir brauchen einen Stopp des Straßenbaus, ...

Kommentare

(30) michifritscher · 27. September um 06:58
@24: Bei den Rennstrecken sind halt auch die "Umgehungsstrecken" für den Güterverkehr häufig massiv überlastet. Was erschwerend dazu kommt: Viele Neubaustrecken sind nicht nach Kosten/Nutzen Effizienz optimiert, sondern nach der Politik. Da werden häufig Strecken blockiert, um lokale Interessen durchzudrücken.
(29) michifritscher · 27. September um 06:54
Ich meide aus diesem Grund schon seit langem viele große Städte, sondern fahre gezielt dort hin, wo man als Autofahrer nicht den Stinkefinger gezeigt bekommt. Und kaufe immer mehr online ein. Corona hat das bei vielen noch massiv verstärkt - und Innenstädte bekommen immer größere Probleme. Tja, selbst schuld.
(28) michifritscher · 27. September um 06:52
@26: Dann sei froh, dass ihr umsichtige Stadtplaner habt. Häufig bis meist läuft es leider anders herum: Den Verkehr massiv einengen, mit Verweis darauf, das "irgendwann" eine Umgehungsstraße, Straßenbahn etc. kommt. Mit entsprechenden Folgen. DIese "Umwidmung" wird auch gern gemacht - mit dem Ergebnis, dass dann 50% der Breite in 99% der Zeit leer ist, während der Rückstau alles blockiert, auch Einsatzwägen. Dann kann man diese Spuren gleich auch komplett abreißen, ja.
(27) smailies · 27. September um 06:36
@25: Die Wahrscheinlichkeit dürfte sehr nahe bei 100 % liegen :)
(26) smailies · 27. September um 06:35
@23: Schikanen sind aber was anderes wie Straßenrückbau. Bei uns wurden z.B. Fahrspuren komplett für Fahrräder "umgewidmet", trotzdem läuft der Verkehr weiterhin. Und genau das, wo vor Jahrzehnten noch Hauptdurchgangsstraßen waren, jetzt aber eine Umgehungsstraße existiert,... ad kann meiner Meinung nach viel Straßenraum umgewidmet oder weggehobelt werden, statt sie in der alten Dimension zu erhalten für kostenlose Parkflächen für Anhänger und Wohnmobile...
(25) driverman · 27. September um 01:11
@11 Das mache ich schon seit Jahren, allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, das in dem z.b. Staubsauger aus Deutscher Produktion trotzdem Bauteile aus Asien stecken, sehr hoch.
(24) driverman · 27. September um 01:06
@17 Das "Tempolimit" auf Schienen ist schon lange Realität. Die meisten (Haupt-)Strecken in Deutschland dürfen mit 70 - 160 Km/h befahren werden. Höhere Geschwindigkeiten sind nur auf Streckenabschnitten ohne Bahnübergänge und mit LinienZugBeeinflussung (LZB), auf denen die Signalstellungen der nächsten 12 Kilometer im Führerstand ersichtlich sind, erlaubt. Diese Ausbaustrecken verfügen häufig über 3 oder 4 Gleise, wodurch eine Trennung Güter/Personenverkehr möglich ist.
(23) michifritscher · 26. September um 23:51
Ich fahr ansonsten wirklich gerne Kleinwagen, aber bei dem, was viele Städte mittlerweile abziehen bin ich ernsthaft am überlegen, einen SUV zu holen, mit dem ich die die Ruckelpisten, Stolpersteine etc. einfach überfahren kann, ohne dass es einen Schlag tut. Zumal diese Schikanen absolutes Gift für die Aufmerksamkeit für die wirklich wichtigen Dinge sind. Gut, manche nehmen die auch sportlich und testen erst recht, wie schnell man über sie drüberbrettern kann. Mit entsprechenden Krach.
(22) michifritscher · 26. September um 23:46
@20: Das führt v.a. zu mehr Frust. Die allermeisten fahren nämlich nicht zum Spaß, sondern weil sie müssen. So manche Städter scheinen aber genau so zu denken und bauen gerne willkürliche Schikanen ein, die man wirklich nur als "gefährlicher Eingriff in den Verkehr" bezeichnen kann - und wundern sich dann, wenns kracht. Oder dass die Leute immer mehr SUVs holen, weil man mit Kleinwagen Angst hat aufzusetzen.
(21) Joey · 26. September um 23:37
@17 Ich habe nach den Aktionären gefragt. ;-) @16 Danke für die Erklärung!
(20) smailies · 26. September um 23:06
@19: Rückbau von 4 auf 2 Spuren bringt viel Fläche! Klar, die Zerschneidung bleibt. Des Weiteren sorgt es für eine Verringerung der Geschwindigkeit des Verkehrs und damit eine Senkung der Attraktivität und das führt zu einer weiteren Verkehrsverringerung...
(19) michifritscher · 26. September um 22:46
@18: Die paar cm...dm bringen umwelttechnisch praktisch nichts, sorgen aber dafür, dass Begegnungen gefährlicher werden. Gerade wenn da dann noch Fahrradfahrer im Spiel sind. Und Einsatz- und Müllwägen haben da dann auch immer mehr "Spaß".
(18) smailies · 26. September um 22:39
@14: Lies genau, es heißt "keine neuen Straßen mehr gebaut werden". Und mal ehrlich: Wo kommt man in D. nicht schnell mit dem Auto hin? Und nein, es geht nicht um Erschließungsstraßen von Neubaugebieten. Aber auch Rückbau sollte tatsächlich mehr durchgezogen werden. Und auch hier muss man nicht auf 0 herunter, eine Verringerung der Straßenbreite bewirkt auch schon einiges. Bei uns wird seit Jahrzehnten der Nordost-Ring diskutiert. Ich bete, dass er nicht kommen wird..
(17) michifritscher · 26. September um 22:39
@16: Ich habe nichts von Aktionären gesagt, sondern nur allgemein von der Bahn ;-) Und bei der sieht man halt nunmal wieder, dass der Staat bzw. die öffentliche Hand offensichtlich nicht fähig ist, umfangreiche Infrastruktur effizient zu planen und zu betreiben. Vermutlich wäre ein Tempolimit auf den Gleisen von ca. 160 sinnvoll, damit der Güterverkehr nicht mehr so komplett unter "ferner liefen" fällt. Derzeit ist die Bahn für den Güterverkehr bis auf einzelne Ausnahmen schlicht unbrauchbar.
(16) satta · 26. September um 22:29
@15 War mehr oder weniger eine politische Vorgabe im Zuge der Bahnreform. @12 Die Schieneninfrastruktur gehört größtenteils dem Bund in Form der DB Netz, DB Energie und DB Station & Service. Die Nutzer sind Eisenbahnverkehrsunternehmen, die teils privat, teils zum DB-Konzern gehören. Es sind also nicht immer Aktionäre im Spiel.
(15) michifritscher · 26. September um 22:18
@7: Gerade die "wenig benutzten" Straßen werden für Müllabfuhr, Einsatzwägen etc. benötigt... Oder willst du die Feldwege für Traktoren etc. abreißen? Ach ja: Die mit Abstand meisten Instandhaltungskosten rühren von den LKWs her. Und da hat es die Bahn schlicht verkackt. Nicht aus finanziellen Gründen, sondern wegen Prestigeprojekten bzgl. Bahnhöfen und Sprinter-ICEs, anstatt sich auf das zu konzentrieren, was dem Zug eigentlich liegt: Zuverlässiger Transport von ggf. schweren Massengütern
(14) slowhand · 26. September um 22:05
Dann werde ich auf Pferd und Esel umsteigen müssen wenn die Straßen nicht mehr repariert und erhalten werden.
(13) chunk · 26. September um 22:04
find ich gut
(12) Joey · 26. September um 21:57
Würde das dann bedeuten, daß die Infrastruktur der Bahn aus Steuergeldern finanziert wird, die Erträge dagegen an die Aktionäre gehen würden?
(11) Shoppingqueen · 26. September um 21:45
@9 Dann lass uns weiter gehen und keine Produkte mehr kaufen, die um die halbe Welt transportiert wurden. Als Anfang nur noch "Made in Europe" und dann weiter zu Germany-First....
(10) setto · 26. September um 21:45
@2 irgendwann kommt wieder eine Fußball-WM nach De, dann schaffen sie es ;-)
(9) driverman · 26. September um 21:41
Wie meist liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen. Ja, es stimmt, wir müssen massiv mehr Geld in die Schiene und den Öffentlichen Nahverkehr investieren. Dennoch muss parallel das Straßennetz ausgebaut und alternative Antriebe weiter erforscht werden. Wenn dann die Industrie den Weg zurück zur Regionalität findet statt die Einzelteile für ein Produkt auf der ganzen Welt produzieren zu lassen, haben wir die Chance den kommenden Transportbedarf Klimaschonender als heute abzuwickeln.
(8) Shoppingqueen · 26. September um 21:40
@ Und diejenigen, die die wenig benutzten Strassen erst mit ihren Anliegerbeiträgen finanziert und dann benutzt haben bekommen ihr Geld zurück und fahren über die Wiese?
(7) Irgendware · 26. September um 21:25
Wer sich etwas mit Verkehrswissenschaft beschäftigt, versteht was hinter der Forderung steckt und ich kann dem nur Beipflichten. Neben der Erkenntnis, dass mehr Straßen nur mehr Verkehr und keine Entlastung bringen, ist auch die Zunehmende Menge an Instandhaltungsaufwand ein riesiges Problem. Wir schaffen es ja jetzt schon nicht mehr hinterher zu kommen. Eher sollte man sich auch vorbehalten wenig benutzte Straßen auch mal zurückzubauen
(6) frank61860 · 26. September um 21:24
@4) Oh, es ist ein "Wissenschaftler". Dann muß man sich ehrfürchtig verneigen und seine Aussagen unbedingt befolgen.
(5) michifritscher · 26. September um 21:22
@4: Sorry, aber ich sehe hier keine Argumentation. Nur irgendwelche wüsten Forderungen und Behauptungen. Genau das kritisiere ich. Und mit dem letzten Satz musst du die Aussage "Das ist das sinnloseste Tun" von ihm meinen...
(4) ichbindrin · 26. September um 20:56
@1 Also einen Wissenschaftler zu diskreditieren bzw. seine Argumentation anhand der Zusammenfassung in Form einer Nachrichtenmeldung zu kritisieren, sehe ich nicht als Kommentar, der irgendwas beiträgt. Mal davon abgesehen, dass man schon irgendwo unterm Stein versteckt gewesen sein muss, um den Zusammenhang zwischen Klima und Verkehr noch nicht verstanden zu haben. Kategorie: Mit einer Aussage über andere, nur etwas über sich selber ausgesagt. ;)
(3) Chris1986 · 26. September um 20:54
Holzapfel. Seit Jahrzehnten als grüner Autofeind bekannt, ein Leben lang für Forschung und Staat tätig und von selbigem bezahlt. Hier gibt es auch eine kurze Begegnung mit ihm: <link> "reiste ein Verkehrswissenschaftler[...]fü r die 45-minütige Sendung per Flugzeug aus Düsseldorf an.[...]Noch vor Ende der Sendung verschwand der Entschleunigungsprophet dann wieder zum Flughafen[...]"
(2) satta · 26. September um 20:46
Ich denke, der Straßenbau wird die nächsten Jahre unvermindert weitergehen. Andererseits ziehen sich manche Projekte wie die Verlängerung der A72 bis Leipzig über eine ganze Generation. Es war mal geplant, bis zur Fußball-WM damit fertig zu sein.
(1) michifritscher · 26. September um 20:25
Irgendwie klingt das für einen "Wissenschaftler" nach derb wenig bis eigentlich gar keine Substanz...
 
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