Vereinte Nationen: Der Klimawandel bedroht die Nahrungsversorgung

Die komplette Menschheit mit Nahrung zu versorgen, ist seit jeher eine Herausforderung. Derzeit leiden weltweit etwa 800 Millionen Menschen an Hunger, und die Situation wird nur noch schlimmer werden. Grund dafür ist in den Augen der Vereinten Nationen unter anderem der Klimawandel. Ein Bericht von mehr als 100 Experten aus 52 Ländern kam zu dem Schluss, dass die Land- und Wasserressourcen beispiellos falsch eingesetzt werden. Die Verfasser mahnen, dass unverzüglich Maßnahmen ergriffen werden müssen.

Äpfel
Foto: Wall_Food_10074, Michael Stern, Flickr, CC BY-SA 2.0

Die Nahrungssituation wird schlimmer werden

Der Bericht der Vereinten Nationen warnt davor, dass der Klimawandel die Nahrungssituation weltweit verschlechtern wird. Überflutungen, Trockenheit, Stürme und andere extreme Wetterphänomen bedrohen die weltweite Nahrungsproduktion. Bereits heute sind mehr als 10 Prozent der Menschheit unterernährt. Die Verfasser weisen darauf hin, dass Nahrungsmangel auch zu mehr Migration führen wird. Ärmere Länder werden als erstes unter den verschärften Bedingungen leiden.

Nahrungsmittel-Krisen können sich in Zukunft auf mehreren Kontinenten gleichzeitig entwickeln. „The potential risk of multi-breadbasket failure is increasing. All of these things are happening at the same time„, so Cynthia Rosenzweig vom Goddard Institute of Space Studies, die an dem Bericht beteiligt war.

Laut dem Bericht wird eine höhere CO2-Konzentration in der Atmosphäre sich negativ auf die Nahrungsmittelproduktion auswirken. Die Ausbeute von Ernten werden sinken und der Nährwert von Nahrungsmitteln sinken. Die durch den Klimawandel geschaffenen Hindernisse können extrem problematisch für Farmer und die Nahrungsmittelindustrie werden.

Wir müssten bald handeln

Allerdings fokussiert der Bericht sich nicht nur auf die negativen Punkte, sondern unterbreitet auch Vorschläge, um der drohenden Krise entgegenzuwirken. Darunter ist beispielsweise die Neuorganisation von Landnutzungen und der weltweiten Landwirtschaft. Außerdem müssten sich die Gewohnheiten der Verbraucher ändern. So müsste die Verschwendung von Nahrungsmittel reduziert und fleischlose Ernährungsformen gefördert werden.

One of the important findings of our work is that there are a lot of actions that we can take now. They’re available to us. But what some of these solutions do require is attention, financial support, enabling environments„, so Rosenzweig.

die Forscher betonen, dass aus ihrer Sicht noch genug Zeit zu handeln ist. Allerdings wären deutliche Änderungen in der Nahrungsmittelproduktion sowie der Landnutzung und dem Verhalten der Konsumenten erforderlich.

Trend Nachrichten / Wissenschaft / Ernährung / Klimawandel
[trendsderzukunft.de] · 13.08.2019 · 19:01 Uhr
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