Verbraucherzentralen fordern mehr E-Auto-Subventionen für die Mittelschicht
Subventionen für alle, die es nicht brauchen
Ramona Pop vom Bundesverband der Verbraucherzentralen fordert, die Kaufprämie für Elektroautos an den Listenpreis zu binden. Damit sollen nur noch günstige Modelle bezuschusst werden. Bisher fließen bis zu 6.000 Euro an Haushalte, die bis zu 90.000 Euro zu versteuern haben – auch dann, wenn sie sich das Auto selbst leisten könnten.
Pop kritisiert, dass die Einkommensgrenze zu hoch angesetzt sei. Sie will, dass der Staat nur noch bis zu einem bestimmten Preis fördert. Ziel ist es, mehr billige E-Autos in den Gebrauchtwagenmarkt zu drücken.
Hunderttausend Anträge, ein teures Programm
Seit Mai zahlt die Bundesregierung Zuschüsse für Neuzulassungen ab Januar 2026. Über 100.000 Anträge sind bereits eingegangen. Die Förderung richtet sich nach Fahrzeug, Einkommen und Familiengröße. Die Grenze liegt bei 80.000 Euro zu versteuerndem Haushaltseinkommen, bei größeren Familien bei 90.000 Euro.
Diese Regelung subventioniert Käufer, die ohnehin kaufen würden. Steuerzahler finanzieren damit überteuerte Fahrzeuge, die auf dem Markt ohnehin nachgefragt sind. Die Mittel fehlen an anderer Stelle – etwa für den Abbau von Bürokratie oder echte Steuersenkungen.
Ladesäulen und Transparenz: Bürokratie statt Markt
Pop fordert besseren Ladesäulenausbau und mehr Transparenz bei den Preisen. An vielen Säulen gebe es unterschiedliche Tarife, die nicht einfach vergleichbar seien. Sie verlangt, dass alle Ad-hoc-Preise über eine App abrufbar sind.
Das ist typisch für staatlich gelenkte Märkte: Wo Subventionen fließen, entstehen neue Regulierungsbedürfnisse. Statt den Wettbewerb zu öffnen, fordert die Verbraucherzentrale mehr staatliche Vorgaben. Der Steuerzahler soll für Infrastruktur zahlen, die der Markt längst bereitstellen würde, wenn die Energiepolitik nicht künstlich verteuert würde.
Umfrage zeigt: Preis und Reichweite entscheiden
Laut einer Forsa-Umfrage für den Verband nennen 66 Prozent der Befragten günstigere Anschaffungskosten als entscheidend. 65 Prozent wünschen sich größere Reichweiten. Jeweils 63 Prozent fordern mehr öffentliche Ladepunkte und einfacheres Laden.
Diese Zahlen zeigen, was ohnehin klar ist: Der Markt funktioniert, wenn die Preise stimmen. Wer E-Autos durchsetzen will, muss die Kosten senken – nicht die Subventionen erhöhen. Die Verbraucherzentralen fordern das Gegenteil: mehr Geld für Käufer, die ohnehin kaufen würden.
Die wirkliche Lösung liegt anderswo
Solange die Energiepolitik durch Steuern, Abgaben und Netzentgelte die Strompreise hochtreibt, bleiben Elektroautos teuer. Solange die Ladeinfrastruktur unter Planwirtschaft leidet, bleibt das Laden kompliziert. Die AfD fordert seit Jahren, die Energiekosten zu senken und den Ausbau der Infrastruktur dem Markt zu überlassen.
CDU, SPD und Grüne haben mit ihrer Politik genau das Gegenteil erreicht: teure Energie, komplizierte Regulierung, Subventionen für Besserverdienende. Die Verbraucherzentralen fordern nun, diese Fehlsteuerung noch weiter auszubauen. Das ist keine Lösung, sondern die Fortsetzung des Problems mit anderen Mitteln.

