Varta erhält 300 Millionen Euro Fördermittel - Varta-Aktie legt zu

Beide Projekte seien vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie als direktem Fördergeber endgültig bewilligt worden, teilte der Batteriehersteller Varta mit.

Das erste Projekt für die Entwicklung und Industrialisierung von Lithium-Ionen Rundzellen hat ein Fördervolumen von 198,5 Millionen Euro und läuft bis Ende 2024. Das zweite Projekt für die Entwicklung und Industrialisierung von kleinformatigen Lithium-Ionen Zellen sowie Lithium-Ionen Batteriezellen in Sonderformaten wird mit einem Fördervolumen von 101,5 Millionen Euro gefördert bei einer Laufzeit bis Ende Juni 2022.

Dank staatlicher Subventionen für Batteriezellenprojekte sind die Aktien von Varta am Dienstag zwischenzeitlich über die Marke von 100 Euro gesprungen. Varta-Papiere kletterten um bis 8,5 Prozent auf 105 Euro und damit das höchste Niveau seit Januar. Bereits am Vortag waren die Anteilsscheine des Batterieherstellers um mehr als 7 Prozent nach oben gesprungen. Zum Sitzungsende standen die Papier noch 3,20 Prozent höher bei 99,90 Euro.

Insgesamt 300 Millionen Euro des Bundes und der Länder sollen an den Varta-Standorten Ellwangen und Nördlingen in die Bereiche Forschung und Entwicklung sowie "erste industrielle Anwendung" fließen. Ganz unerwartet ist dies laut Händlern aber nicht, nachdem Baden-Württemberg und Bayern bereits ihr Engagement zugesagt hatten.

Es sei derweil zu diesem frühen Zeitpunkt und angesichts der hohen Wettbewerbsdynamik schwer einzuschätzen, ob sich die Investitionen für Varta auszahlten, sagte ein Börsianer. Zunächst belasteten sie jedenfalls den freien Mittelfluss (Free Cashflow) weiter.

Im Vorjahr hatten sich die Varta-Papiere mit ihrem Anstieg bis auf 128 Euro in der Spitze verfünffacht, womit sie in der Dax-Familie (DAX 30) zum neuen Börsenstar avancierten. Im Januar war die Rally dann schlagartig vorbei, nachdem Befürchtungen eines zunehmend harten Wettbewerbs aufgekommen waren. Zum Corona-Tief im März kosteten die Aktien nur noch knapp 50 Euro. Seitdem haben sie sich bereits wieder im Wert verdoppelt

FRANKFURT (Dow Jones / dpa-AFX Broker)

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[finanzen.net] · 30.06.2020 · 17:55 Uhr
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