US-Luftschläge zielen auf pro-iranische Milizen: Mindestens 45 Tote bei Operation im Nahen Osten
In einer Serie von Luftangriffen, die die Vereinigten Staaten gegen pro-iranische Milizen im Irak und in Syrien durchgeführt haben, wurden Berichten zufolge mindestens 45 Menschen getötet. Die Operation, die eine Antwort auf frühere Drohnenangriffe war und bei der rund 85 Ziele ins Visier genommen wurden, führte neben den Todesfällen zu zahlreichen Verletzten und Schäden an zivilen Strukturen. Offizielle Quellen im Irak vermeldeten, dass sich unter den Todesopfern im Land auch unbeteiligte Zivilisten befänden, machten jedoch keine genaueren Angaben zur Anzahl. Das syrische Verteidigungsministerium verurteilte die Aktionen der USA scharf und beschrieb sie als Angriffe gegen die militärischen Kapazitäten der syrischen Streitkräfte und deren Verbündete, die sich im Kampf gegen terroristische Gruppierungen wie den Islamischen Staat befinden.
In einer Geste diplomatischen Unmuts wurde der Geschäftsträger der US-Botschaft in Bagdad, David Burger, in das irakische Außenministerium geladen, um eine förmliche Protestnote entgegenzunehmen. Präsident Abdul Latif Raschid rief daraufhin zu einer Sondersitzung auf, in der über die Konsequenzen der US-Militäraktionen beraten und eine gemeinschaftliche Reaktion der verschiedenen politischen Lager und der Regierung festgelegt werden soll.
Das syrische Regime beklagt, durch die Angriffe der USA seien zahlreiche syrische Zivilisten und Militärangehörige getötet worden, während das irakische Regierungsbüro die Angriffe als Versuch darstellt, das internationale Ansehen des Iraks zu untergraben und die rechtliche Verantwortung zu umgehen. Darüber hinaus wurde bekannt, dass keine vorherige Absprache zwischen der Regierung in Bagdad und Washington bezüglich der Angriffe stattgefunden hat. Iraks Ministerpräsident Mohammed al-Sudani ordnete in Reaktion auf die Vorfälle eine dreitägige Staatstrauer an. Die Geschehnisse werfen Schatten auf die Sicherheitslage im Nahen Osten und provozieren eine kritische Diskussion über internationale Beziehungen sowie die Rolle der US-Streitkräfte in der Region. (eulerpool-AFX)

