US-Gerichtsurteil stärkt Google-Aktie: Kein Verkauf von AdX erforderlich

Google wurde vorgeworfen, ein illegales Werbemonopol zu besitzen. Am Mittwoch konnte das Unternehmen dennoch seine Geschäfte unverändert fortführen.
Ein US-Bezirksgericht unter der Leitung von Richterin Leonie Brinkema wies den Versuch des Justizministeriums zurück, Google zum Verkauf von AdX, dem zentralen Bestandteil seines Werbesystems, zu zwingen. Die Aktien von Alphabet stiegen leicht, nachdem die Bedrohung durch eine Zerschlagung abgewendet wurde.
Stattdessen ordnete Brinkema Änderungen an, wie Google seine Werbetools betreibt, einschließlich der Gewährung eines besseren Zugangs zu Gebotsdaten für Wettbewerber.
Ein knapper Sieg für Google?
Der Fall begann 2023, als das Justizministerium und mehrere Bundesstaaten Google beschuldigten, die Technologie zu dominieren, die Verlage für den Verkauf von Online-Werbung nutzen.
Im April 2025 stimmte Brinkema zu und stellte fest, dass Google Verlage illegal an AdX gebunden hatte, wo es eine Gebühr von 20% erhebt.
Google argumentierte, dass der Verkauf von AdX technisch schwierig und störend für die Kunden wäre. Die Richterin lehnte die Zerschlagung ab.
Das Urteil setzt ein bemerkenswertes Muster fort. Genau ein Jahr zuvor durfte Google Chrome behalten. Im November behielt Meta Instagram und WhatsApp. US-Regulierungsbehörden haben nun drei aufeinanderfolgende Versuche verloren, große Technologieunternehmen zu zerschlagen.
Ad Manager ist im Vergleich zur Bewertung von Alphabet in Höhe von $4,08 Billionen relativ klein. Es generierte 2020 4,1% des Umsatzes von Google und 1,5% des operativen Gewinns.
Der Druck ist jedoch nicht verschwunden. Google steht weiterhin vor regulatorischen Herausforderungen in Europa, während seine Position im Bereich Künstliche Intelligenz weniger gefestigt ist und die enormen KI-Ausgaben von Alphabet zunehmend Fragen bei Investoren aufwerfen.

