US-Börsen geben großen Teil ihrer Gewinne ab und schließen uneinheitlich

Die erwartete politische Einigung auf ein gigantisches Konjunkturpaket gegen die Corona-Krise stützte die Optimisten unter den Anlegern. Die Ungewissheit über das Ausmaß und die Folgen der Pandemie jedoch sorgten nach wie vor für hohe Unsicherheit. Neuerliche kräftigere Börsenschwankungen sind daher nach wie vor möglich und zeigten sich auch im späten Verlauf.

Der US-Leitindex Dow Jones 30 Industrial legte 2,33 Prozent auf 21.187,29 Punkte zu, gab in den letzten Handelsminuten aber einen großen Teil seiner Gewinne ab. Am Dienstag hatte er in einer rasanten Erholung das erwartete Hilfspaket bereits großteils vorweg genommen und war um 11,4 Prozent hochgesprungen. Solch einen enormen Tagesgewinn hatte es seit 1933 nicht mehr gegeben. Nach Börsenschluss wurde dann bekannt, dass das Paket ein Volumen von zwei Billionen US-Dollar haben und an diesem Mittwoch das Repräsentantenhaus passieren soll. Der technologielastige NASDAQ Composite schaffte es unterdessen nicht, die Gewinnzone zu verteidigen und rutschte in den letzten Handelsminuten noch um 0,45 Prozent auf 7,384.30 Punkte ins Minus. "Zwar hat die Rally an den US-Börsen schon etwas für Erleichterung gesorgt, doch das alles ist nur temporär, solange die Pandemie sich lokal und weltweit weiter ausbreitet", sagte ein Marktstratege. Erst wenn die Ausbreitung des Virus eingedämmt werden könne, sei eine nachhaltigere Erholung möglich. Bedenklich sei aktuell die Situation vor allem in den USA, ergänzte Marktanalyst Christian Henke vom Broker IG. Sorgen bereitet dort insbesondere die Entwicklung in New York. Laut Vizepräsident Mike Pence kommen 60 Prozent aller neuen US-Fälle aus dem Großraum der Metropole. Konjunkturdaten interessierten hingegen kaum.

Während es nur sehr wenige Verlierer gab, ging es für Aktien, die im Börsencrash besonders unter die Räder gekommen waren, weiter aufwärts. So erholten sich insbesondere Aktien aus der Reise- und Freizeitbranche. Kreisen zufolge sollen in dem US-Konjunkturpaket alleine 50 Milliarden Dollar für Fluggesellschaften vorgesehen sein.

NEW YORK (dpa-AFX)

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[finanzen.net] · 25.03.2020 · 21:04 Uhr
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