US-Börsen erneut im Abwärtssog: Zweites Quartal beginnt mit herben Kursverlusten

Der Dow Jones gab am ersten Tag des neuen Quartals einmal mehr deutlich nach und schloss 4,44 Prozent schwächer bei 20.943,37 Zählern. Zwischenzeitlich war sogar die 21.000-er Marke in Gefahr. Der Nasdaq Composite schloss daneben 4,41 Prozent schwächer bei 7.360,58 Punkten.

Die wachsenden Sorgen um die Corona-Pandemie haben am Mittwoch die Wall Street weiter belastet. Einen Teil der Rally in den letzten März-Tagen wurde damit wieder revidiert.

Börsianer sehen in der zurückliegenden Erholung, wenn auch mit deutlichem Ausmaß, denn auch eher eine "Bärenmarktrally" als eine Wende zum Positiven. Entsprechend ging es am Mittwoch auch am breiteren Markt wieder stark bergab.

Die Virus-Krise hatte der Rekordjagd an der Wall Street im Februar ein plötzliches Ende gesetzt und dem Dow dann das schlechteste erste Quartal seit 1987 eingebrockt. Nun steht auch der Start in den April wegen dramatisch steigender Coronavirus-Infektionen unter keinem guten Stern. Präsident Donald Trump stellte die Bürger auf "sehr harte Wochen" mit steigenden Todeszahlen ein. Das Weiße Haus befürchtet nach einer Prognose zwischen 100 000 und 240 000 Tote in den USA.

Wirtschaftlich zeigen sich bereits die Bremsspuren: Die Privatwirtschaft der USA hat im März erstmals seit etwa zweieinhalb Jahren wieder Arbeitsplätze abgebaut und der ISM-Einkaufsmanagerindex für die US-Industrie fiel mit 49,1 Punkten unter die Wachstumsschwelle. Zwar hatten Experten bei beiden Indizes noch schlechtere Werte befürchtet, die Daten galten jedoch als verfälscht. Der Jobbericht des Dienstleisters ADP zum Beispiel erfasste die ersten wirtschaftlichen Folgen der Viruskrise nur teilweise.

Unter den Einzelwerten blieben die seit Wochen schwer von der Viruskrise belasteten Aktien die gleichen: Papiere von Fluggesellschaften und Kreuzfahrtanbietern erlitten nach einer jüngsten Stabilisierung ihren nächsten Kurseinbruch.

An der Wall Street allgemein heftig unter Druck gerieten am Mittwoch Finanzwerte, weil sich Anleger öfter Sorgen um Kreditausfälle machen. Außerdem gehe wegen der Corona-Krise vermehrt die Angst vor ausbleibenden Dividenden um, hieß es.

/ Dow Jones Newswires /dpa

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[finanzen.net] · 01.04.2020 · 22:01 Uhr
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