Universal Pictures wirft Produzent Neal Moritz aus dem «Fast & Furious»-Franchise

Nach annähernd zwei Jahrzehnten der laut Medienberichten stressigen Zusammenarbeit, gehen «Fast & Furious»-Produzent Neal Moritz und Universal getrennte Wege.

Produzent Neal Moritz steht unter anderem hinter den Serienerfolgen Prison Break und Preacher sowie hinter mehr als 70 Kinofilmen, darunter Nicht noch ein Teenie-Film, 21 Jump Street sowie 22 Jump Street und Escape Room. Vor allem aber dürfte er sich mit der Fast & Furious-Saga einen Namen gemacht haben, die bereits acht Filme umfasst und diesen Sommer ihr erstes Spin-off erhält, Fast & Furious präsentiert: Hobbs & Shaw. Der Actionfilm mit Dwayne Johnson und Jason Statham als sich unentwegt streitendes Duo wird allerdings der erste Part des Actionfranchises sein, bei dem Moritz nicht als Produzent genannt wird. Zudem wird Moritz aus kommenden Fast & Furious-Filmen gesperrt. Denn wie 'The Hollywood Reporter' vermeldet, hat das Studio Universal Pictures die Verbindung zwischen seiner Erfolgsreihe und dem Produzenten gekappt.

Laut Angaben des Branchenportals führte ein lange Reihe an Rechtsstreits zwischen Universal Pictures und Neal Moritz zu diesem Schritt. Universal Pictures wird tief in die Tasche greifen müssen: Moritz hat einen sogenannten 'Pay-or-Play'-Deal mit Universal, was bedeutet, dass er für den Erfolg der Fast & Furious-Reihe ausgezahlt werden muss, selbst wenn das Studio seine Involvierung in kommende Filme nicht weiter erwünscht. Inkludiert in diesen Deal sind kommende Fortsetzungen und etwaige Reboots. Ungeklärt ist derzeit, wie Hobbs & Shaw eingeordnet wird: Das Studio beteuert, Moritz habe kein Anrecht, sich als Produzent dieses Films anzusehen, da es ein Spin-off sei und somit nicht im Deal abgedeckt, und man Moritz frühzeitig aus dem Projekt ausgeschlossen habe.

Moritz wiederum behauptet, es gäbe eine mündliche Vereinbarung, dass er an diesem Film mitwirken soll und er ihn bis zum Drehbeginn entscheidend mitgeprägt hätte, bevor er mit der ersten Klappe vom Projekt gekickt wurde. Darüber hinaus sieht sich Moritz als Ideengeber für den Ablegerfilm. Moritz befindet, ihm stünde ein Honorar in der Höhe von zwei Millionen Dollar zu sowie ein Anteil an den Starttagseinnahmen. Außerdem fordert er eine Entschädigung für das Auslassen seines Namens in den Hobbs & Shaw-Credits. Moritz und Universal gerieten laut 'The Hollywood Reporter' bereits bei fast jedem Fast & Furious-Film aneinander, und ein im Vorfeld des Hobbs & Shaw-Drehs begonnener Zwist über Moritz' etwaigen Anteile am Profit habe das Fass zum Überlaufen gebracht.
Kino / Kino-News
10.05.2019 · 04:08 Uhr
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