UNHCR fürchtet neue Fluchtbewegungen durch Nordsyrien-Konflikt

Berlin (dts) - Nach Beginn der türkischen Invasion in Nordsyrien hat das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) vor neuen Fluchtbewegungen gewarnt. "Wir fürchten, dass erneute Kampfhandlungen zu neuen Fluchtbewegungen und neuer Vertreibung innerhalb Syriens führen werden", sagte der UNHCR-Repräsentant in Deutschland, Dominik Bartsch, der "Welt" (Donnerstagsausgabe). Die Ressourcen der humanitären Akteure in und um Syrien seien "im neunten Kriegsjahr längst am Limit", so Bartsch weiter.

Der Präsident der Gesellschaft für Sicherheitspolitik, Johannes Varwick, kritisierte die bisherige "westliche Passivität". "Wenn nun die Kurden im Zuge der türkischen Invasion aus Nordsyrien vertrieben werden, dann löst das gewiss eine neue Flüchtlingskrise aus, die die Region weiter destabilisiert", sagte Varwick der "Welt". Davon werde sich Deutschland und Europa "nicht abschotten können".
Politik / DEU / Syrien / Türkei / EU
10.10.2019 · 00:00 Uhr
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