Unfriedliche Proteste: Landwirte blockieren Straßen in Unterfranken
In den frühen Morgenstunden kam es in Unterfranken zu einem gewagten Ausdruck landwirtschaftlichen Unmuts. Die Polizei hat Ermittlungen gegen mehrere Personen aufgenommen, nachdem Heuballen und Misthaufen kurzerhand auf öffentliche Verkehrswege platziert wurden, wodurch diese unpassierbar gemacht wurden. Die Aktionen, die den Landwirten unterstellt werden, stehen nun unter genauer Beobachtung der Kriminalpolizei Würzburg. Es ist die Rede vom Vorwurf eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr sowie möglicher Umweltdelikte.
Überregional hätten sich Landwirte zu Protesten gegen die Amtsführung von Behörden formiert und dabei explizit zu derartigen Blockaden aufgerufen. Die B13 trug die Hauptlast dieser Proteste, bei denen insbesondere Kreisverkehre durch die Hindernisse unzugänglich gemacht wurden. Weitere signifikante Beeinträchtigungen wurden entlang der Zufahrtswege zur B19 festgestellt, mehrere Stellen waren durch die Hindernisse gekennzeichnet. Darüber hinaus wurde von einem Brandanschlag auf einen Lkw-Reifen an der B303 berichtet. Zur Wiederherstellung der Verkehrssicherheit rückten Feuerwehren und Straßenmeistereien aus.
Diese Aktionen, deren Folgen glücklicherweise nicht in Personenschäden mündeten, riefen den unterfränkischen Polizeipräsidenten Detlev Tolle auf den Plan. Mit Nachdruck verurteilte er die gefährlichen Handlungen und betonte, dass ein solches Vorgehen, welches besonders auf Straßen mit höheren Geschwindigkeitslimits andere Verkehrsteilnehmer gefährde, schlichtweg zu weit gehe. Die Polizei mahnt zur Vernunft und appelliert an die Verantwortlichkeit jedes Einzelnen. (eulerpool-AFX)

