Umfrage: Deutsche bei Flüchtlingsfrage gespalten

Berlin (dts) - Nach dem Brand im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos sind die Deutschen bei der Frage der Aufnahme der Geflüchteten gespalten. Das geht aus dem aktuellen ZDF-Politbarometer hervor, welches am Donnerstag veröffentlicht wurde. 46 Prozent der Bürger sind demnach dafür, dass Deutschland einen größeren Teil der Flüchtlinge nur dann aufnehmen sollte, wenn sich auch andere EU-Länder beteiligen.

43 Prozent sprechen sich hingegen dafür aus, dass Deutschland auch ohne EU-Beteiligung die Mehrheit der Flüchtlinge aufnehmen sollte. Neun Prozent der Befragten sind gegen jede Aufnahme von Flüchtlingen. 62 Prozent der Deutschen glauben laut Umfrage, dass sich nach der Aufnahme wieder mehr Geflüchtete auf den Weg nach Europa machen werden. 34 Prozent denken nicht, dass dieser Pull-Effekt einsetzen wird. Bei den Grünen-Anhängern erwartet nur eine Minderheit (41 Prozent), dass durch eine solche Entscheidung wieder eine größere Fluchtbewegung in Richtung Europa ausgelöst wird, alle anderen Parteianhängergruppen rechnen mehrheitlich damit. Die Daten wurden von der Forschungsgruppe Wahlen in der Zeit vom 14. bis zum 16. September bei 1.241 Wahlberechtigten telefonisch erhoben.
Politik / DEU / EU / Griechenland / Asyl / Integration
17.09.2020 · 10:23 Uhr
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