Umbruch im Solar Valley: Ein Deutsches Solarzeitalter am Wendepunkt
Der Niedergang der deutschen Photovoltaik-Produktion wird in einem langen, düsteren Gang verkörpert, wo sich Solarmodule fast bis zur Decke stapeln. Das ehemalige Glanzstück der deutschen Solarindustrie, Meyer Burger, wird zum stillen Auktionsgegenstand. Einst florierende Hallen in Bitterfeld-Wolfen und Freiberg zeugen heute von einem gescheiterten Versuch, die heimische Solarproduktion wiederzubeleben.
Die Insolvenz von Meyer Burger 2025 markiert einen drastischen Umbruch. In Deutschland expandieren zwar die Solarinstallationen, doch die lokale Fertigung bleibt auf der Strecke. Der Bundesverband Solarwirtschaft bestätigt dies und weist darauf hin, dass ein beachtlicher Teil der Branche vor über einem Jahrzehnt zugrunde ging, als die Förderung unter politischem Druck massiv gekürzt wurde. Unternehmen sahen sich mit Umsatzrückgängen von bis zu 90 Prozent konfrontiert, während China seinen globalen Marktanteil mit günstigen Angeboten ausbaute.
Trotz dieser Herausforderungen gibt es auch positive Stimmen wie die von Ralph Gottschalg, der auf Nischenprodukte und den starken Forschungssektor verweist. Zudem bleibt das sogenannte Downstream-Geschäft mit Installation und Wartung in Deutschland stabil. Dennoch fordert Ex-Meyer-Burger-Chef Erfurt verstärkte politische Unterstützung, um eine mögliche Renaissance der Solarindustrie nicht zu verpassen. Während über Zölle und Subventionen diskutiert wird, betonen Experten die Dringlichkeit des Handelns – im Wettlauf darum, die technologische Basis zu bewahren, bevor es tatsächlich zu spät ist.

