Ukraine stärkt ihre Wehrhaftigkeit durch lokale Drohnenproduktion
In einer Videobotschaft hob der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Bedeutung der lokalen Fertigung militärischer Ausrüstung – insbesondere von Drohnen, Artilleriegeschossen und Militärfahrzeugen – als entscheidenden Baustein für die Freiheit des Landes hervor. Selenskyj verwies auf die Notwendigkeit, Drohnen mit größerer Reichweite zu entwickeln, ohne jedoch konkrete Einzelheiten zu offenbaren. Er betonte erneut die Schwierigkeit der Lage an der Front und bekräftigte seine Überzeugung, dass eine militärische Niederlage Russlands essentiell für das Ende der Aggression und die Gewährleistung von Freiheit sei.
Des Weiteren bekräftigte Selenskyj die unerschütterliche Absicht der Ukraine, Mitglied der NATO zu werden. Er betonte dieses Ziel während eines Treffens mit dem ehemaligen NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen in Kiew, der Pläne für eine neue Taskforce zur Unterstützung der euro-atlantischen Integration der Ukraine präsentierte. Laut Selenskyj könnte die Ukraine mit ihrer Kampferfahrung das Militärbündnis signifikant stärken. Russland sieht das Streben der Ukraine nach NATO-Mitgliedschaft als eine Bedrohung und als einen der Gründe für seine militärische Intervention.
In der Zwischenzeit besprechen die EU-Verteidigungsminister in Brüssel die weitere Unterstützung der Ukraine. Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius wird bei den Gesprächen durch Staatssekretärin Siemtje Möller vertreten. Ein informelles Abendessen anlässlich des anstehenden EU-Sondergipfels wird sich ebenfalls mit der finanziellen Hilfe für die Ukraine befassen, wozu EU-Ratspräsident Charles Michel hochrangige EU-Politiker, unter anderem Bundeskanzler Olaf Scholz, eingeladen hat.
Viktor Orban, Ungarns Premierminister, steht weiterhin den Plänen für EU-finanzielle Hilfen für die Ukraine kritisch gegenüber und fordert das Recht, jährlich über weitere Zahlungen zu verhandeln. Orban, der im Dezember ein Veto gegen die Hilfsmaßnahmen eingelegt hatte, widerlegte den Vorwurf der Erpressung und verwies auf die Bedeutung, die Perspektive der Bürger im Hinblick auf die Europawahlen zu berücksichtigen. Die Staatshäupter der EU, unter Ausschluss Ungarns, könnten beim bevorstehenden Gipfel ohne Konsens Ungarns zu einer Einigung kommen.
Währenddessen dauern die Kämpfe in den östlichen und südlichen Regionen der Ukraine an, wo sich die ukrainischen Streitkräfte weiterhin gegen russische Offensiven behaupten. (eulerpool-AFX)

