Über 20.000er-Marke: Dow Jones mit größtem Zuwachs seit 1933

Der Dow Jones startete um rund 6 Prozent stärker bei 19.722 Punkten in den Handel und konnte weiter zulegen. Am Ende zog der US-Leitindex 11,37 Prozent auf 20.704,91 Punkten an. Seit 1933 ging es für den US-Leitindex an einem Handelstag nicht mehr so kräftig aufwärts.

Anders als die Aktienanleger in den USA am Vortag haben die Börsen in Asien mit Erleichterung auf das Öffnen der Geldschleusen durch die US-Notenbank reagiert.

Die Federal Reserve hatte am Montag angekündigt, in quasi unbegrenztem Umfang Wertpapiere zu kaufen, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie zu lindern. Nun schien mit etwas Verspätung die Erleichterung auch an der Wall Street anzukommen. Händler kennen das Phänomen, dass gerade die Schritte der Fed oft erst mit Verzögerung ihre Wirkung am US-Aktienmarkt entfalten.

"Hoffentlich werden die jüngsten Maßnahmen der Fed die Rendite-Unterschiede am Rentenmarkt reduzieren und den Druck bei den Finanzierungskosten der Unternehmen lindern", sagt Portfolioverwalter Sherwood Zhang von Matthews Asia. Händler berichten auch, dass Investoren trotz der Ausbreitung des Coronavirus in und außerhalb der USA wieder etwas Mut fassten. Es gebe Anzeichen, dass die globalen Schritte zur Eindämmung der Pandemie Wirkung zeigten und die Ausbreitungskurve verflache.

Allerdings lasten die Rezessionssorgen weiter schwer auf dem Markt. "Dies sind klassische Bärenmarktbewegungen. Es gibt kein massives Vertrauen oder eine entsprechende Überzeugung", stellt Investmentstratege David Coombs von Rathbones Investment Management die sich abzeichnende Erholungsbewegung in Frage. Dabei kritisieren Händler erneut die Zögerlichkeit der Politik in den USA. Denn im Streit um ein billionenschweres Coronavirus-Hilfspaket dauert die Blockade im Kongress unverändert an.

/ Dow Jones Newswires

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[finanzen.net] · 24.03.2020 · 21:22 Uhr
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