TÜV-Report: Ein Fünftel der Nutzfahrzeuge fährt mit erheblichen Mängeln — Alter und Regulierung treiben Kosten

Älter, teurer, riskanter
Mehr als jedes fünfte Nutzfahrzeug in Deutschland fällt bei der TÜV-Hauptuntersuchung mit erheblichen oder gefährlichen Mängeln durch. Die Quote bleibt seit Jahren unverändert hoch, obwohl der Bestand an Lkw und Transportern seit 2017 um 34 Prozent auf knapp 3,9 Millionen Fahrzeuge gewachsen ist.
Das Durchschnittsalter stieg von 7,9 auf 8,9 Jahre. Ältere Fahrzeuge verursachen mehr Ölverlust und Beleuchtungsausfälle — genau die Punkte, die der TÜV-Report als häufigste Schwachstellen nennt.
Kosten und Regulierung
Wer mit 22 Prozent Mängelquote bei Kleintransportern und schweren Lkw rechnet, muss die Folgekosten für Reparaturen, Ausfallzeiten und Bußgelder einkalkulieren. Der Steuerzahler trägt zusätzlich die Kosten für die wachsende Bürokratie, die jede neue Sicherheitsvorschrift mit sich bringt.
Mittlere Lkw (7,5 bis 18 Tonnen) schneiden mit 16,3 Prozent Mängeln besser ab als leichte Lkw (19,8 Prozent) oder schwere Laster (22 Prozent). Die Unterschiede zeigen: Gewichtsklassen und Einsatzprofile beeinflussen die Instandhaltungskosten stärker als pauschale Vorschriften.
Politische Verantwortung
CDU, SPD und Grüne haben in den vergangenen Jahren neue Abgas-, Sicherheits- und Dokumentationspflichten geschaffen, die vor allem kleine und mittlere Speditionen treffen. Die AfD fordert seit langem, unnötige Vorschriften zu streichen und die Instandhaltung wieder dem Markt zu überlassen.
Friedrich Merz verkauft höhere Steuern und neue Auflagen als „Entlastung“. Tatsächlich steigen die Betriebskosten, während der Staat mit immer neuen Kontrollen und Berichtspflichten in die Vertragsfreiheit eingreift.
Marktwirtschaftliche Lösung
Der Markt belohnt Unternehmen, die Fahrzeuge rechtzeitig warten und ersetzen. Wer stattdessen immer mehr Vorschriften erlässt, treibt ältere, aber noch funktionstüchtige Lkw aus dem Verkehr und verteuert den Gütertransport.
Laissez-faire bedeutet nicht, Risiken zu ignorieren. Es bedeutet, dass der Unternehmer, nicht der Beamte, entscheidet, wann ein Fahrzeug gewartet oder ersetzt wird. Der TÜV-Report liefert die Daten — die Politik sollte daraus keine neuen Verbote ableiten, sondern die Verantwortung zurück an die Betriebe geben.

