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Trump plant radikale Kehrtwende 2028: Was "Liberation Day 2.0" für Ihre Geldanlage bedeutet

15. September 2026, 09:00 Uhr · Quelle: InvestmentWeek
Trump plant radikale Kehrtwende 2028: Was "Liberation Day 2.0" für Ihre Geldanlage bedeutet
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BCA Research warnt vor drastischen Politikwechseln ab 2028 – Investoren sollten ihre Portfolios jetzt auf Volatilität vorbereiten.
BCA Research warnt vor drastischen Politikwechseln nach Trumps möglicher Rückkehr. Investoren sollten sich jetzt auf Szenarien vorbereiten, die Märkte massiv durcheinanderbringen könnten.

Das Comeback mit Ankündigung: Trumps "Liberation Day 2.0"

Das politische Establishment in Washington bereitet sich auf ein Szenario vor, das Märkte und Währungen ins Wanken bringen könnte. BCA Research, eines der führenden Makro-Research-Institute, hat in einer aktuellen Analyse vor erheblichen Politikwechseln gewarnt, die mit einer möglichen Rückkehr Donald Trumps in die Präsidentschaft ab 2028 einhergehen könnten. Der Begriff "Liberation Day 2.0" bezieht sich dabei auf eine zweite Phase von Trumps angestrebten Systemreformen – und diesmal mit deutlich konkreterem Handlungsplan. Anders als 2016, als vieles spontan wirkte, deutet alles auf eine strukturierte Agenda hin, die bereits in der Wahlkampfphase konkretisiert wird.

Die Marktrisiken, die mit dieser Szenarioentwicklung verbunden sind, sollten Portfolio-Manager nicht auf die leichte Schulter nehmen. Historisch betrachtet führen politische Überraschungen dieser Dimension zu Volatilitätsspitzen im S&P 500 von 15 bis 25 Prozent – manchmal sogar stärker. Der aktuelle Markt, der sich in einer komfortablen Phase mit niedriger Inflation und stabilen Zinserwartungen befindet, könnte schnell aus diesem Gleichgewicht gerissen werden.

Welche Politikbereiche sind im Fokus?

BCA Research identifiziert insbesondere drei Politikbereiche, in denen drastische Änderungen wahrscheinlich sind: Handelspolitik, Regulierung und Fiskalpolitik. Im Bereich Handel wird ein deutlich aggressiveres Zollregime erwartet – nicht nur gegenüber China, sondern auch gegenüber europäischen und kanadischen Partnern. Dies könnte zu einer neuen Phase von Handelskonflikten führen, die Lieferketten durcheinanderbringt und die Inflation wieder anheizen könnten. Für Unternehmen mit hohem Export-Anteil wie Boeing, Caterpillar oder Tech-Konzerne würde dies unmittelbare Gewinnrisiken bedeuten.

Im Regulierungsbereich steht ein massiver Abbau von Umwelt-, Arbeits- und Finanzmarkt-Regulierungen auf der Liste. Das könnte zwar kurzfristig Energieunternehmen und Banken unterstützen, mittelfristig aber Marktrisiken erhöhen. Der Finanzsektor könnte von gelockerten Dodd-Frank-Regelungen profitieren, aber auch von wieder steigenden Ausfallrisiken. Im fiskalpolitischen Bereich wird mit einer zweiten Steuersenkungs-Runde gerechnet, die allerdings nur teilweise durch Ausgabenkürzungen refinanziert werden könnte – mit entsprechenden Konsequenzen für US-Staatsanleihen und den Dollar.

Szenarien für die Asset-Klassen

Für Aktieninvestoren ergibt sich ein differenziertes Bild. Zyklische Werte und Small Caps könnten zunächst von Steuersenkungs-Fantasien profitieren, könnten aber bei einer Eskalation von Handelskonfikten schnell unter Druck geraten. Tech-Aktien, die von internationaler Geschäftstätigkeit abhängig sind, könnten besonders leiden. Defensive Sektoren wie Konsumgüter und Healthcare würden eher gesucht. Gold und andere Rohstoffe profitieren typischerweise von politischen Unsicherheitsszenarien – ein klares Kaufsignal für Diversifizierung.

Der Rentenmarkt steht vor größeren Herausforderungen. Sollte die Fiskalpolitik tatsächlich expansiv ausfallen, ohne durch Zolleinnahmen oder Einsparungen finanziert zu werden, könnten Renditen auf zehnjährige US-Treasuries wieder Richtung 4,5 bis 5 Prozent steigen. Das würde bestehende Bond-Portfolios massiv unter Druck setzen. Der US-Dollar könnte kurzfristig von Zollerhöhungen profitieren, längerfristig aber leiden, wenn die Handelskonflikte tatsächlich eskalieren und die Fed zu einem Zinssenkungs-Zyklus gezwungen wird.

Wie Investoren sich vorbereiten sollten

BCA Research empfiehlt, bereits jetzt Szenarien-Analysen durchzuführen und das Portfolio entsprechend zu positionieren. Das bedeutet konkret: Erhöhung der Liquiditätsquoten, um auf Volatilitätsspitzen reagieren zu können; Diversifizierung über Währungen hinweg (weniger Dollar-Konzentration); Erhöhung von Rohstoff-Positionen als Inflationshedge; und selektive Kursverluste in zyklischen Titeln mit Exportabhängigkeit kalkulieren. Auch eine Übergewichtung von Schwellenländern außerhalb des US-Handelskonflikts-Radius könnte sinnvoll sein – insbesondere in Asien (südlich von China) und Lateinamerika.

Die Zeit bis 2028 reicht noch aus, um strukturiert zu reagieren. Allerdings sollten Investoren nicht darauf warten, bis die Unsicherheit vollständig beseitigt ist – sie werden es nämlich nicht. Die intelligente Vorbereitung auf multiple Szenarien ist das Gebot der Stunde.

Finanzen / Wirtschaft / Donald Trump / BCA Research / Handelspolitik / US-Wirtschaft / Zollpolitik
[InvestmentWeek] · 15.09.2026 · 09:00 Uhr
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