Trump kehrt zur wirtschaftlichen Zermürbung des 'verwurzelten' iranischen Regimes zurück
Druck wirkt besser als Bomben
Washington hat die Grenzen kinetischer Schläge erkannt. Die Mullahs überleben die Explosionen; sie überleben nicht den Zusammenbruch ihrer Öleinnahmen, das Einfrieren ihrer Zentralbankvermögen und den plötzlichen Mangel an harter Währung, die benötigt wird, um Loyalität im Inland zu erkaufen. Trumps Team kehrt daher zu dem bewährten Hebel zurück: maximale Sanktionen, die jedes Barrel, jeden Rial und jede SWIFT-Nachricht als potenzielle Waffe behandeln.
Kapitalflucht statt Marschflugkörper
Regime, die ihre Vollstrecker nicht bezahlen können, verlieren schneller an Macht als solche, die ein paar Flugabwehrbatterien verlieren. Indem die Administration den Zugang des Irans zu globalen Finanzmärkten und Technologie abwürgt, zwingt sie das Regime, zwischen interner Repression und externer Selbstinszenierung zu wählen. Das iranische Volk, nicht die IRGC, wird den Schmerz zuerst spüren – und genau das ist der Punkt.
Europas Wahl
Brüssel und Berlin werden nun entscheiden, ob sie das Regime weiterhin durch Ölkäufe und diplomatische Deckung subventionieren oder sich dem Sanktionsregime anschließen und den Markt die Arbeit erledigen lassen. Die historische Bilanz ist eindeutig: Sanktionen beißen härter als Reden, und Kapital ist entscheidender als Flugzeugträgergruppen, wenn das Ziel ein Staat ist, der bereits auf Repression und Subventionen basiert.

