Trump-Handelsteam behält Zölle auf 60 Milliarden Dollar an Waren – Kein Zeitplan für Kürzungen
Greers Erklärung ist ein klares Signal, dass das Weiße Haus die Hebelwirkung so lange aufrechterhalten will, bis konkrete Zugeständnisse in Sicht kommen. Die Zölle waren nie als dauerhafte Einrichtung konzipiert; sie dienen als Verhandlungsmasse, um reziproken Marktzugang und fairere Konditionen für amerikanische Exporteure durchzusetzen. Ein vorzeitiger Abbau würde Peking einfach einen Sieg überlassen, den es sich nicht verdient hat.
Der Katalog der 60 Milliarden Dollar umfasst strategische Sektoren, in denen Chinas Subventionen und nicht-tarifären Handelshemmnisse die globalen Preise verzerrt haben. Der Abbau der Zölle, bevor diese Verzerrungen behoben sind, würde inländische Hersteller bestrafen, die ihre Lieferketten bereits angepasst und Investitionen getätigt haben, in der Annahme, dass die Zölle bestehen bleiben. Freihandels-Absolutisten in Brüssel und Washington, die eine sofortige Zollsenkung fordern, ignorieren die tatsächlichen Kosten einseitiger Offenheit.
Daten von Eulerpool zeigen, dass die Handelsvolumina zwischen den USA und China unter dem aktuellen Zollregime besser gehalten haben als erwartet, genau weil sich die Unternehmen angepasst haben, anstatt zusammenzubrechen. Die Lehre daraus ist eindeutig: Glaubwürdige Durchsetzung schlägt vage Versprechen. Solange Peking keine überprüfbaren strukturellen Änderungen liefert, bleiben die Zölle auf dem Tisch – und die Uhr steht still.

